Vor dem Spiel
Tabellenzweiter aus Fürstenfeldbruck in der Kröte
Gut aus der Affäre ziehen oder - Die Hoffnung stirbt zuletzt
Groß war der Jubel nach dem hart erkämpften 31:30-Erfolg im ultimativen Abstiegsduell gegen den HaSpo Bayreuth am letzten Sonntag. Doch noch ist die Messe nicht gelesen. Das hochklassige Spiel der Mannschaften letzte Woche hat gezeigt, dass beide Teams durchaus in der Lage sind, noch den einen oder anderen überraschenden Zähler zu erobern. Sich auf einem Ein-Punkte-Vorsprung, fünf Spieltage vor Saisonende ausruhen zu wollen, wäre fatal. Das weiß auch das Team und so hätte man sich für dieses Wochenende einen Gegner in etwa auf Augenhöhe gewünscht, um den Aufschwung nach dem gewonnenen Kellerderby zu nutzen. Doch leider wird dieser Wunsch nicht erfüllt, denn mit dem TUS Fürstenfeldbruck kommt am Sonntag um 16.30 Uhr eine echte Spaßbremse in die Krötenseehalle.
Mit Schrecken denken in diesen Tagen die Sulzbacher Handballfans an das Hinspiel zurück, wo die Rohrbach-Truppe bei der 16:37-Pleite richtig vorgeführt wurde. Maximilian Dück, Andi Knorr und Co. zerlegten damals eine völlig verunsicherte Truppe nach allen Regeln der Kunst. Zwar befinden sich die Herzogstädter in den letzten Wochen in einer weitaus besseren Verfassung als an jenen Tagen, doch die Truppe von Trainer Martin Wild bleibt der praktisch unbezwingbare Favorit in dieser Partie. Dabei können es die Oberbayern sehr gelassen angehen. Der Meisterschaftszug ist längst in Richtung Auerbach abgefahren, hier schon mal ein vorlauter Glückwunsch an unsere Nachbarn, und am letzten Wochenende wurde das neu definierte Saisonziel der Brucker, das Pokalfinale des BHV konkret ins Auge gefasst. Mit einem lockeren 33:22-Erfolg in Winkelhaid hat der TUS das Final-Four erreicht und nimmt nun Kurs auf das Endspiel in der Olympiahalle.
Geschenke können die Herzogstädter trotzdem kaum erwarten und angesichts der Personalsituation wird die Partie am Sonntag zu einer wahren Herkulesaufgabe. Neben den schon bestens bekannten Langzeitverletzten Hartmann, Waitz und Kaspar, fällt nun auch noch Christoph Baumgärtel für zwei Spiele aus. So lange dauert die Sperre für die Aktion letzte Woche, als der Sulzbacher Kreisläufer den letzten Anwurf der Bayreuther regelwidrig gestört und damit den Sieg gesichert hatte. So fehlen Trainer Rohrbach beide Kreisspieler und deshalb wird er wohl auf das Sulzbacher Talent Martin Burkhardt zurückgreifen müssen. Trotzdem kann die Devise für die Herzogstädter nur sein, die Partie möglichst lange offen zu gestalten um mit einem guten Gefühl in die nächsten Spiele zu gehen. Der Rest ist der Glaube an ein Wunder, oder um noch eine Floskel zu missbrauchen, die Hoffnung stirbt zuletzt.
HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Smolik, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Blödt, Schmidt, Meyer, Burkhardt, Englhard
Bericht: cwh
