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Saison 2011/2012
Sonntag, 25. März 201216:30 Uhr

Herren IgegenTuS Fürstenfbr.

Heim

Herren I

20 : 33

Endergebnis

Gast

TuS Fürstenfbr.

Spielort

Krötensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Tabellenzweiter aus Fürstenfeldbruck in der Kröte

Gut aus der Affäre ziehen oder - Die Hoffnung stirbt zuletzt

Groß war der Jubel nach dem hart erkämpften 31:30-Erfolg im ultimativen Abstiegsduell gegen den HaSpo Bayreuth am letzten Sonntag. Doch noch ist die Messe nicht gelesen. Das hochklassige Spiel der Mannschaften letzte Woche hat gezeigt, dass beide Teams durchaus in der Lage sind, noch den einen oder anderen überraschenden Zähler zu erobern. Sich auf einem Ein-Punkte-Vorsprung, fünf Spieltage vor Saisonende ausruhen zu wollen, wäre fatal. Das weiß auch das Team und so hätte man sich für dieses Wochenende einen Gegner in etwa auf Augenhöhe gewünscht, um den Aufschwung nach dem gewonnenen Kellerderby zu nutzen. Doch leider wird dieser Wunsch nicht erfüllt, denn mit dem TUS Fürstenfeldbruck kommt am Sonntag um 16.30 Uhr eine echte Spaßbremse in die Krötenseehalle.

Mit Schrecken denken in diesen Tagen die Sulzbacher Handballfans an das Hinspiel zurück, wo die Rohrbach-Truppe bei der 16:37-Pleite richtig vorgeführt wurde. Maximilian Dück, Andi Knorr und Co. zerlegten damals eine völlig verunsicherte Truppe nach allen Regeln der Kunst. Zwar befinden sich die Herzogstädter in den letzten Wochen in einer weitaus besseren Verfassung als an jenen Tagen, doch die Truppe von Trainer Martin Wild bleibt der praktisch unbezwingbare Favorit in dieser Partie. Dabei können es die Oberbayern sehr gelassen angehen. Der Meisterschaftszug ist längst in Richtung Auerbach abgefahren, hier schon mal ein vorlauter Glückwunsch an unsere Nachbarn, und am letzten Wochenende wurde das neu definierte Saisonziel der Brucker, das Pokalfinale des BHV konkret ins Auge gefasst. Mit einem lockeren 33:22-Erfolg in Winkelhaid hat der TUS das Final-Four erreicht und nimmt nun Kurs auf das Endspiel in der Olympiahalle.

Geschenke können die Herzogstädter trotzdem kaum erwarten und angesichts der Personalsituation wird die Partie am Sonntag zu einer wahren Herkulesaufgabe. Neben den schon bestens bekannten Langzeitverletzten Hartmann, Waitz und Kaspar, fällt nun auch noch Christoph Baumgärtel für zwei Spiele aus. So lange dauert die Sperre für die Aktion letzte Woche, als der Sulzbacher Kreisläufer den letzten Anwurf der Bayreuther regelwidrig gestört und damit den Sieg gesichert hatte. So fehlen Trainer Rohrbach beide Kreisspieler und deshalb wird er wohl auf das Sulzbacher Talent Martin Burkhardt zurückgreifen müssen. Trotzdem kann die Devise für die Herzogstädter nur sein, die Partie möglichst lange offen zu gestalten um mit einem guten Gefühl in die nächsten Spiele zu gehen. Der Rest ist der Glaube an ein Wunder, oder um noch eine Floskel zu missbrauchen, die Hoffnung stirbt zuletzt.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Smolik, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Blödt, Schmidt, Meyer, Burkhardt, Englhard

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Eine starke Halbzeit reichte nicht

HCS bricht ein und FFB siegt locker mit 20:33

Nur eine Halbzeit lang konnte der HC Sulzbach dem hohen Favoriten aus Fürstenfeldbruck Paroli bieten. Nur mit zwei Toren (14:16) führten hier die Gäste, weil die Kraft der ziemlich dezimierten Herzogstädter noch reichte, um die Anweisungen des Trainers zu befolgen. Doch spätestens als sich Jiri Smolik am Daumen verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte, erlahmte die Gegenwehr der Gastgeber und die Oberbayern durften mit minimalen Aufwand einen lockeren 33:20-Erfolg mit nach Hause nehmen.

Ohne den gesperrten Christoph Baumgärtel und die bekannten Langzeitverletzten waren die Hoffnungen nicht sehr groß, doch die ersten Minuten belehrten die Pessimisten etwas anderes. Ein hellwacher Marco Forster auf Rechtsaußen und Zdenek Vojtech, der Hexer im Tor, beschäftigten die von der Anreise noch etwas indisponierten Gäste, fast im Alleingang. Leider hatte aber bald auch ein Brucker ausgeschlafen. Halblinks Maximilian Dück konnte schalten und walten wie er wollte, hier fehlte der Abwehrchef Baumgärtel natürlich an allen Ecken und Enden. So schafften es die Herzogstädter leider nicht, trotz ansehnlicher Angriffsleistung, den Favoriten so richtig nervös zu machen. Wie schwer die zweite Halbzeit werden würde, sah man schon in den letzten Minuten vor der Pause, als Jiri Smolik verletzt ausfiel und so das System der Rohrbach-Truppe in sich zusammenbrach .

Die Münchner Vorstädter machten nun ernst und spielten sich, auch dank der nun erhöhten Fehlerquote der Sulzbacher, einen schnellen Fünf-Tore-Vorsprung (17:22). Nun klappte so gut wie gar nichts mehr bei den Gastgebern. Gefühlt etwas zu früh ergaben sich die Herzogstädter ihrem Schicksal und die cleveren Brucker nutzten jeden Fehlwurf der Gastgeber gnadenlos aus. So wuchs der Vorsprung rasant an und Trainer Christian Rohrbach machte, aus der Not heraus, das einzig Richtige und gab seinen Ersatzspielern reichlich Einsatzzeit. Dadurch wurde die Niederlage am Ende zwar etwas heftig, aber für einige Akteure war es doch eine interessante und kostenlose Lehrstunde.

Der 33:20-Endstand sollte schnell in Vergessenheit geraten, denn nun gilt es sich auf die nächsten Aufgaben zu konzentrieren. Trainer Rohrbach hofft darauf, dass sich die Verletzung von Jiri Smolik als nicht so schlimm herausstellt und das Christoph Baumgärtel, der doch nur ein Spiel gesperrt ist am Sonntag auflaufen wird. Dann kann es in einer Woche schon wieder ganz anders aussehen, denn da auch der Verfolger Bayreuth verloren hat, sind die Sulzbacher im Kampf um den Klassenerhalt, immer noch eine Nasenlänge voraus.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Forster 6, Braun 4(1), Ströhl 3, Smolik 2, Meyer 2(1), Krizek 1, Blödt 1, Ott 1, Wedel, Schmidt, Wertmiller, Englhard,

Bericht: cwh