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Saison 2010/2011
Samstag, 22. Januar 201116:30 Uhr

TV HelmbrechtsgegenHerren I

Heim

TV Helmbrechts

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Ein schweres Stück Arbeit wartet auf die Sulzbacher Handballer

Torfabrik des TV Helmbrechts hat noch Ambitionen

Die Hatz auf den Tabellenführer aus der Herzogstadt geht weiter und diesmal müssen die Rohrbach-Schützlinge bei einer besonders gefährlichen Jagdgesellschaft antreten. Am Samstag um 16.30 Uhr heißt es für die Oberpfälzer auf der Hut zu sein, wenn man beim Tabellensechsten TV Helmbrechts antreten muss. Die Partie findet in der Sporthalle Helmbrechts in der Pressecker Str. statt.

Die Oberfranken haben nur vier Punkte Rückstand auf den 2. Tabellenplatz und wollen sicherlich noch etwas weiter nach oben rücken. Der Rückrundenstart mit einem 34:31-Auswärtsieg in Stadeln ist gelungen und falls den heimstarken „Helmetzern“ eine Überraschung gegen den Tabellenführer gelingt, sind sie wieder dick im Geschäft. Zwar konnten die Gäste das Hinspiel gegen die Truppe von Trainer Luka Veraja sicher mit 32:26 gewinnen, doch davon darf sich die Sulzbacher Mannschaft nicht blenden lassen. Besonders in eigener Halle sind die Franken kaum zu schlagen und wenn die Torfabrik der Helmbrechtser um die beiden Haupttorschützen Benjamin Aust und Christian Peetz erst einmal warm gelaufen ist, kann der Gegner schnell untergehen. Während der Angriff also das Prunkstück der Gastgeber ist, sieht Trainer Christian Rohrbach die Schwächen eher in der Abwehr, die für ein Spitzenteam doch meist ein paar Treffer zu viel kassiert.

Hier will der Coach ansetzen und clever die Defizite des Aufsteigers ausnutzen, ohne sich auf ein Duell mit fliegenden Fahnen einzulassen. Hier sind die beiden Spielmacher Jiri Smolik und Peter Andörfer gefragt, die im richtigen Augenblick das Tempo aus dem Spiel nehmen müssen. Mit dem, beim 35:28-Erfolg gegen den TV Etwashausen fehlenden Michael Waitz hat der Trainer eine weitere Option zur Verfügung und somit seinen Paraderückraum wieder komplett. Doch der gut gefüllte Kader muss nun auch wieder beweisen, dass der 1. Tabellenplatz eine Leistung der ganzen Mannschaft ist. Beim Rückrundenauftakt hat man sich viel zu sehr auf die individuelle Klasse der beiden tschechischen Ausnahmespieler Jiri Smolik und Pavel Krizek verlassen. Das reichte gegen die biederen Unterfranken aus Etwashausen aus, doch gegen den starken TV Helmbrechts könnte das ins Auge gehen.

Hoffnung setzt die Mannschaft auch auf die hoffentlich zahlreichen Fans, die den Weg in den Norden Bayerns auf sich nehmen. Auch Helmbrechts ist eine Handballhochburg und so darf man am Samstagnachmittag ein stimmungsvolles und spannendes Handballspiel erwarten.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Tabellenführer strauchelt in Helmbrechts

Starke Gastgeber erkämpfen sich einen 27:26-Heimsieg

Der Tabellenführer ist gestrauchelt. In einem spannenden Spitzenspiel besiegte der TV Helmbrechts den diesmal indisponierten Klassenprimus aus der Herzogstadt mit 27:26 Treffern und das völlig verdient. Die Rohrbach-Truppe konnte nie an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen und lieferte bei den Oberfranken ein Festival der vergebenen Chancen ab. Dadurch baute man den Gegner auf, der die Möglichkeit nutzte und die Oberpfälzer mit einer starken kämpferischen Einstellung besiegte.

Die zahlreich mitgereisten Fans erkannten schon sehr schnell, dass die Mannschaft an diesem Tag wohl nicht ihr normales Leistungsvermögen abrufen würde. Trainer Christian Rohrbach beklagte sich später, dass seine Vorgaben unerhört blieben und jeder Akteur mit einer großen Portion Überheblichkeit sein eigenes Süppchen kochen wollte. Natürlich war besonders in der Anfangsphase auch etwas Pech dabei, als man reihenweise Pfosten- und Lattenwürfe hatte und sich nie weiter als auf zwei Tore (4:2, 6:4, 8:6) absetzen konnte. Dabei hätte man in dieser Phase die Partie leicht entscheiden können, denn da hatte der Gastgeber noch gehörigen Respekt vor dem Tabellenführer. Doch als die Gäste dann auch noch ihre Siebenmeterwürfe vergeigten, merkten die Gastgeber, dass die Sulzbacher an diesem Tag schlagbar waren und nutzten ihre Chance. Mit ganz einfachen Spielzügen, meist über den starken Kreisläufer Stefan Müller, deckten die Helmbrechtser schonungslos die Schwächen der Gäste auf. Die sonst so hoch gelobte Abwehr der Herzogstädter wunderte sich immer öfter, wie mühelos die Franken den Weg an den Kreis fanden. Bis zur Halbzeit hatten sich die Gastgeber dann auf ein Unentschieden (14:14) herangekämpft und die Fans hofften, dass Trainer Rohrbach seinem Team in der pause neue Impulse mitgeben könne.

Doch an diesem Tag blieben die Ohren der Akteure wohl verschlossen. Das Spiel der Gäste litt weiter am mangelnden Teamgeist und so spielten weiter sieben Sulzbacher Einzelkämpfer gegen ein immer besser harmonierendes Helmbrechtser Team. Zwar konnten die Herzogstädter, natürlich mit Einzelaktionen, noch zweimal die Führung auf zwei Tore ausbauen (19:17, 22:20), doch einen beruhigenden Vorsprung schafften sie einfach nicht. Hartnäckig blieb der Gastgeber dran und als die Franken beim Spielstand von 25:24 in Führung gehen konnten, bebte die Halle. Noch zweimal schafften die Sulzbacher den Ausgleich, doch beim Stande von 26:26 konnte man nur noch auf ein Remis hoffen, denn die Gäste waren nur noch viert auf dem Feld. 30 Sekunden waren da noch zu spielen, doch die Gäste, die in Ballbesitz waren, verschenkten noch einmal den Ball und ermöglichten den Gastgebern den Siegtreffer in letzter Sekunde.

Als die beiden sehr starken Schiedsrichter die Partie abpfiffen konnte sich die Heimmannschaft über einen wirklich hart erkämpften Erfolg freuen, während die Gäste schmerzlich erfahren mussten, dass die Landesligameisterschaft kein Selbstläufer ist.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Smolik 4, Krizek 4, Forster 3, Hartmann 3, Braun 3(3), Waitz 3(1), Ströhl 2, Moritz 2, Andörfer 1, Wertmiller 1, Englhard

Bericht: cwh