Vor dem Spiel
Ein schweres Stück Arbeit wartet auf die Sulzbacher Handballer
Torfabrik des TV Helmbrechts hat noch Ambitionen
Die Hatz auf den Tabellenführer aus der Herzogstadt geht weiter und diesmal müssen die Rohrbach-Schützlinge bei einer besonders gefährlichen Jagdgesellschaft antreten. Am Samstag um 16.30 Uhr heißt es für die Oberpfälzer auf der Hut zu sein, wenn man beim Tabellensechsten TV Helmbrechts antreten muss. Die Partie findet in der Sporthalle Helmbrechts in der Pressecker Str. statt.
Die Oberfranken haben nur vier Punkte Rückstand auf den 2. Tabellenplatz und wollen sicherlich noch etwas weiter nach oben rücken. Der Rückrundenstart mit einem 34:31-Auswärtsieg in Stadeln ist gelungen und falls den heimstarken „Helmetzern“ eine Überraschung gegen den Tabellenführer gelingt, sind sie wieder dick im Geschäft. Zwar konnten die Gäste das Hinspiel gegen die Truppe von Trainer Luka Veraja sicher mit 32:26 gewinnen, doch davon darf sich die Sulzbacher Mannschaft nicht blenden lassen. Besonders in eigener Halle sind die Franken kaum zu schlagen und wenn die Torfabrik der Helmbrechtser um die beiden Haupttorschützen Benjamin Aust und Christian Peetz erst einmal warm gelaufen ist, kann der Gegner schnell untergehen. Während der Angriff also das Prunkstück der Gastgeber ist, sieht Trainer Christian Rohrbach die Schwächen eher in der Abwehr, die für ein Spitzenteam doch meist ein paar Treffer zu viel kassiert.
Hier will der Coach ansetzen und clever die Defizite des Aufsteigers ausnutzen, ohne sich auf ein Duell mit fliegenden Fahnen einzulassen. Hier sind die beiden Spielmacher Jiri Smolik und Peter Andörfer gefragt, die im richtigen Augenblick das Tempo aus dem Spiel nehmen müssen. Mit dem, beim 35:28-Erfolg gegen den TV Etwashausen fehlenden Michael Waitz hat der Trainer eine weitere Option zur Verfügung und somit seinen Paraderückraum wieder komplett. Doch der gut gefüllte Kader muss nun auch wieder beweisen, dass der 1. Tabellenplatz eine Leistung der ganzen Mannschaft ist. Beim Rückrundenauftakt hat man sich viel zu sehr auf die individuelle Klasse der beiden tschechischen Ausnahmespieler Jiri Smolik und Pavel Krizek verlassen. Das reichte gegen die biederen Unterfranken aus Etwashausen aus, doch gegen den starken TV Helmbrechts könnte das ins Auge gehen.
Hoffnung setzt die Mannschaft auch auf die hoffentlich zahlreichen Fans, die den Weg in den Norden Bayerns auf sich nehmen. Auch Helmbrechts ist eine Handballhochburg und so darf man am Samstagnachmittag ein stimmungsvolles und spannendes Handballspiel erwarten.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun
Bericht: cwh
