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Saison 2010/2011
Samstag, 05. Februar 201117:30 Uhr

Herren IgegenDJK Waldbüttelbrunn

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

DJK Waldbüttelbrunn

Spielort

Realschule

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Und wieder ein Schlagerspiel in der Realschulhalle

Waldbüttelbrunn muss, Sulzbach darf gewinnen

Jetzt wird es ernst für die Sulzbacher Handballer. Die Entscheidung in der Landesliga Nord geht in ihre wichtigste Phase, denn in den nächsten Wochen kreuzt man gegen die Spitzenteams der Liga die Klingen. Ob die Herzogstädter dann auch noch im Konzert der Großen mitspielen können, wird man schon am kommenden Samstag sehen, wenn der Tabellendritte, die DJK Waldbüttelbrunn zu Gast in der Realschulhalle ist. Achtung Fans, die Partie beginnt erst zur ungewohnten Zeit um 17.30 Uhr!

Drei Spieltage ist die Rückrunde jetzt alt und immer noch behauptet der HCS die Spitzenposition der Liga. Zugetraut hatte das der Rohrbach-Truppe vor der Saison keiner und einige Kritiker sprechen immer noch von glücklicher Fügung und den Aussetzern der anderen Teams, doch das interessiert in Sulzbach niemand. Spätestens mit einem Erfolg gegen den Bayernliga-Absteiger aus Unterfranken könnten die Gastgeber den Weg für den Rest der Saison vorgeben.

In eigener Halle sind die Herzogstädter eine Macht und dies soll auch der Gast aus Waldbüttelbrunn erfahren. Vor Ehrfurcht erstarren werden die Franken aber sicherlich nicht, spielten sie doch noch vor Jahresfrist in der Bayernliga ebenfalls im einen oder anderen Hexenkessel. Der Druck des gewinnen müssen liegt auf alle Fälle bei den Franken, denn die Rückkehr in die höchste bayerische Liga ist das erklärte Ziel der Gäste. Die Zeit in der Landesliga sollte eigentlich nur ein kurzes Intermezzo bleiben, doch das Team von Trainer Karoly Kovacs musste erfahren, dass auch auf dieser Ebene guter Handball gespielt wird und so steht man aktuell mit acht Minuspunkten nur auf dem 3. Tabellenplatz. Eine Niederlage in Sulzbach und die Jungs aus dem Spessart wären fast schon raus aus dem Aufstiegsrennen. Helfen kann da auch nicht der spektakuläre Transfer des Ausnahmespielers Josef Szentgyörgyi, der nach der Hinrunde vom Konkurrenten Partenstein nach Waldbüttelbrunn geholt wurde. Der Ungar ist noch gesperrt und so wird wohl die gleiche Truppe auflaufen, die das Hinspiel zuhause überraschend mit 27:24 gegen den HCS verloren hatte.

Die Rohrbach-Truppe sollte nach den kleinen Startproblemen nach der Weihnachtspause so langsam wieder auf Betriebstemperatur sein. Der lockere 37:28-Heimsieg gegen den MTV Stadeln war gut für die Psyche, wenngleich die Mittelfranken kein echter Prüfstein waren. Da muss man gegen die DJK noch eine Schippe drauflegen, doch die Herzogstädter haben ja schon oft gezeigt, dass sie besonders gegen starke Gegner und in eigener Halle über sich hinauswachsen können. Ersetzen muss der Coach leider Kapitän Thomas Hartmann, der noch ein paar Spieltage fehlen wird. Doch der junge Stefan Ströhl hat ja schon öfter gezeigt, dass ihm die Schuhe des Routiniers schon fast passen. Sonst ist der Kader komplett und heiß auf das Schlagerspiel.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Braun, Wertmiller, Schmidt, Burkhardt, Krizek

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Gelungener Start in die Wochen der Wahrheit

Überragende Abwehrleistung beim 25:20-Erfolg gegen die DJK Waldbüttelbrunn

Der HC Sulzbach ist einfach nicht zu stoppen. Auch der Tabellendritte aus Waldbüttelbrunn musste anerkennen, dass die Rohrbach-Truppe in eigener Halle kaum zu schlagen ist. Doch diesmal bedurfte es schon einer außergewöhnlichen Leistung der Herzogstädter, ehe der stark aufspielende Verfolger mit 25:20 Toren nach Hause geschickt werden konnte. Eine hochkonzentrierte Abwehrleistung mit einem phantastischen Torhüter der Oberpfälzer raubte den Unterfranken fast schon die letzte Aufstiegschance, während der HCS weiter alle Optionen behält.

Die Sulzbacher, die ohne Hartmann, Moritz und Englhard antreten mussten, begannen mit einem Blitzstart und lagen schnell 3:0 in Führung. Doch die Bayernliga erfahrenen Gäste ließen sich nur kurz beeindrucken und schlugen zurück. Besonders der starke Linkshänder Daniel Boldt gab den Gastgebern einige Rätsel auf und obwohl die Sulzbacher nicht schlecht spielten, kämpften sich die Waldbüttelbrunner mit einem beeindruckenden Tempohandball zurück in die Partie (6:6, 9:9). Als die Gäste Mitte der ersten Halbzeit dann mit 11:9 das Zepter endgültig in die Hand nahmen, musste Trainer Rohrbach reagieren und schickte den zuletzt indisponierten Zdenek Vojtech ins Tor. Ein Glücksgriff, denn der Hexer wahr hellwach und stoppte erst einmal den Elan der Gäste, die bis dahin fast alles getroffen hatten. Der Knackpunkt war dann eine 6:4-Überzahlsituation, in der die Gastgeber aus dem 9:11 ein 13:11 machten. Bis zur Pause spielten beide Teams dann weiter auf sehr hohem Niveau und die völlig ausgeglichene Partie ging mit 16:14 in die Pause.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich dann ein echter Handballkrimi, der eines Spitzenspiels würdig war. Obwohl beide Teams vor Einzelkönnern nur so strotzten fielen aber kaum noch Tore, denn beide Abwehrreihen und vor allem die Torhüter präsentierten sich als der stärkere Mannschaftsteil. Hier zeigte sich einmal mehr, wie stark die Sulzbacher Bank besetzt ist, denn trotz der vielen Ausfälle funktionierte die nun sehr offensive Deckung der Herzogstädter optimal. Besonders die beiden jungen Halbdecker Ströhl und Schmidt stemmten sich vehement gegen die körperlich überlegenen Angreifer der Gäste. Überragend auch die Leistung des Routiniers Oliver Ott, der sich nahtlos in die Mannschaft einfügte. So konnten die Gastgeber immer einen zwei bis drei Tore-Vorsprung halten, auch wenn im Angriff längst nicht mehr so konzentriert abgeschlossen wurde (17:15, 21:18). Doch auch den Gästen gelang vorne kaum noch etwas, auch weil der überragende Gästespieler Boldt in der zweiten Hälfte kaum noch auf dem Parkett stand. So konnten sich die Sulzbacher am Ende mit 25:20 durchsetzen, weil sie das ausgeglichenere Team waren und weil der überragende Zdenek Vojtech einfach alles hielt. Nur noch sechsmal fand der Ball nach der Pause den Weg ins Tor der Gastgeber, das war die Entscheidung.

Mit diesem Erfolg startete der HCS erfolgreich in die Serie der Topspiele der nächsten Wochen. Am nächsten Samstag gilt es den positiven Trend beim TV Roßtal zu bestätigen, ehe es eine Woche später dann zum Showdown gegen den HSC Coburg kommt.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Krizek 4, Waitz 4, Smolik 4(1), Forster 3, Andörfer 3, Burkhard 3,Braun 3(2), Schmidt 1, Wertmiller, Ströhl, Ott

Bericht: cwh