Vor dem Spiel
Und wieder ein Schlagerspiel in der Realschulhalle
Waldbüttelbrunn muss, Sulzbach darf gewinnen
Jetzt wird es ernst für die Sulzbacher Handballer. Die Entscheidung in der Landesliga Nord geht in ihre wichtigste Phase, denn in den nächsten Wochen kreuzt man gegen die Spitzenteams der Liga die Klingen. Ob die Herzogstädter dann auch noch im Konzert der Großen mitspielen können, wird man schon am kommenden Samstag sehen, wenn der Tabellendritte, die DJK Waldbüttelbrunn zu Gast in der Realschulhalle ist. Achtung Fans, die Partie beginnt erst zur ungewohnten Zeit um 17.30 Uhr!
Drei Spieltage ist die Rückrunde jetzt alt und immer noch behauptet der HCS die Spitzenposition der Liga. Zugetraut hatte das der Rohrbach-Truppe vor der Saison keiner und einige Kritiker sprechen immer noch von glücklicher Fügung und den Aussetzern der anderen Teams, doch das interessiert in Sulzbach niemand. Spätestens mit einem Erfolg gegen den Bayernliga-Absteiger aus Unterfranken könnten die Gastgeber den Weg für den Rest der Saison vorgeben.
In eigener Halle sind die Herzogstädter eine Macht und dies soll auch der Gast aus Waldbüttelbrunn erfahren. Vor Ehrfurcht erstarren werden die Franken aber sicherlich nicht, spielten sie doch noch vor Jahresfrist in der Bayernliga ebenfalls im einen oder anderen Hexenkessel. Der Druck des gewinnen müssen liegt auf alle Fälle bei den Franken, denn die Rückkehr in die höchste bayerische Liga ist das erklärte Ziel der Gäste. Die Zeit in der Landesliga sollte eigentlich nur ein kurzes Intermezzo bleiben, doch das Team von Trainer Karoly Kovacs musste erfahren, dass auch auf dieser Ebene guter Handball gespielt wird und so steht man aktuell mit acht Minuspunkten nur auf dem 3. Tabellenplatz. Eine Niederlage in Sulzbach und die Jungs aus dem Spessart wären fast schon raus aus dem Aufstiegsrennen. Helfen kann da auch nicht der spektakuläre Transfer des Ausnahmespielers Josef Szentgyörgyi, der nach der Hinrunde vom Konkurrenten Partenstein nach Waldbüttelbrunn geholt wurde. Der Ungar ist noch gesperrt und so wird wohl die gleiche Truppe auflaufen, die das Hinspiel zuhause überraschend mit 27:24 gegen den HCS verloren hatte.
Die Rohrbach-Truppe sollte nach den kleinen Startproblemen nach der Weihnachtspause so langsam wieder auf Betriebstemperatur sein. Der lockere 37:28-Heimsieg gegen den MTV Stadeln war gut für die Psyche, wenngleich die Mittelfranken kein echter Prüfstein waren. Da muss man gegen die DJK noch eine Schippe drauflegen, doch die Herzogstädter haben ja schon oft gezeigt, dass sie besonders gegen starke Gegner und in eigener Halle über sich hinauswachsen können. Ersetzen muss der Coach leider Kapitän Thomas Hartmann, der noch ein paar Spieltage fehlen wird. Doch der junge Stefan Ströhl hat ja schon öfter gezeigt, dass ihm die Schuhe des Routiniers schon fast passen. Sonst ist der Kader komplett und heiß auf das Schlagerspiel.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Braun, Wertmiller, Schmidt, Burkhardt, Krizek
Bericht: cwh
