Sulzbach-Rosenberg. (sae) Die miese Serie setzt sich fort und langsam kann man bei niemandem mehr die Schuld suchen, außer bei sich selbst. Natürlich gibt es immer Partien in denen die Schiedsrichterleistung nicht passt, der Ball einer Kanonenkugel gleicht oder der Gegner die unfairsten Mittel einsetzt. Doch bei den Damen des HC Sulzbach muss man es wohl eher auf die eigene Moral schieben. Wenn man in der Vorwoche den aktuellen Tabellenführer aus der Halle fegt und sieben Tage später völlig verdient gegen eine nicht gerade unschlagbare HSG Mainfranken verliert, dann ist die Mannschaft ganz alleine dafür verantwortlich, wenn der Blick auf die vorderen Plätze langsam unrealistisch wird.
Schließlich kann man mit einer makellosen Heimbilanz auch keinen Blumentopf gewinnen, wenn in auswärtiger Halle gegen die restliche Liga gepatzt wird. Immer wieder die Fehler der Mannschaft zu diskutieren, bringt höchstwahrscheinlich auch keine anderen Ergebnisse, als die die sowieso schon bekannt sind. Natürlich ist es ärgerlich, wenn im Angriff Pfosten und Latte mehr dagegen halten, als die gegnerische Keeperin, aber eine Begründung für eine weitere unnötige Niederlage ist es bei weitem nicht. Selbstverständlich kann man auch argumentieren, dass einmal der mehr das Fehlen von Nicole Schiegerl und Ines George der ausschlaggebende Grund war, doch sollte ein Landesliga Topteam nicht auch ohne ein oder zwei verletzte Spielerin ordentlich dagegenhalten können?
Von Anfang an nahm man die gefährlichste Schützin der HSG in Manndeckung, doch die anderen Spielerinnen zeigten Selbstbewusstsein und suchten die Lücke auch im Alleingang. Das fruchtete und die HC Damen liefen von Beginn an dem Rückstand hinterher. Zwar konnte man immer mal wieder den Anschlusstreffer erzielen, doch die Kräfte der doch sehr angeschlagenen Mannschaft schwanden zunehmend. Krankheit und Verletzungen machten sich bemerkbar, was eine Aufholjagd natürlich fast unmöglich machte. Mit 26:17 musste man sich schließlich wieder einmal deutlich geschlagen geben.
Vielleicht kommt die Pause genau zum richtigen Zeitpunkt, um die Auswärtsflaute aus den Köpfen zu bekommen und das geschwächte Team wieder auf die Beine zu bringen. Ein junges Team muss eben doch noch viel aus seinen Fehlern lernen und wer weiß: Vielleicht präsentieren sich auch die Herzogstädterinnen nach der spielfreien Zeit endlich einmal in auswärtiger Halle von ihrer besten Seite.
HC Sulzbach: Hübner, Schultz (Tor); Kopp 4/1, Häckl 3/2, Krieger, Himmerer, Plößl, Ertel 2, Wagner, Mutzbauer 1, Luber, Pöllath