Vor dem Spiel
Wenn nicht jetzt, wann dann? - Finaler Showdown gegen HSG Fichtelgebirge
HC-Mädels wollen sich den Titel holen
Sulzbach (lis). „Wenn nicht jetzt, wann dann?!“, lautet das Motto des HC Sulzbach am letzten Spieltag in der Landesliga Mitte. Dieser verspricht ein unvergesslicher Tag für den HC Sulzbach zu werden, denn die HC-Handballerinnen können in ihrer dritten Landesligasaison mit einem Sieg gegen die HSG Fichtelgebirge nach dem Titel greifen und ihren Traum vom Aufstieg in die Bayernliga wahr werden lassen. Anpfiff dieses Spitzenspiels ist bereits um 15.30 Uhr in der Realschule am Erlheimer Weg. Die Mannschaft von HC-Trainer Jürgen Heubeck empfängt mit der HSG Fichtelgebirge den Tabellendritten, der seine Titelambitionen frühzeitig begraben musste. Nach der schmerzlichen 18:23 Niederlage beim Ligaschlusslicht SG DJK/SC Regensburg ging der HSG im Kampf um die Meisterschaft auf der Zielgeraden die Puste aus. Letztendlich war der Kräfteverschleiß und die vielen größeren und kleineren Verletzungen, die das Team von HSG-Coach Markus Depolt wegstecken musste zu viel, um sich gegen körperlich robustere und aggressivere Mannschaften wie Regensburg durchzusetzen. Doch nach vier Niederlagen in Folge, gelang es dem Tabellendritten am letzten Wochenende gegen den Spitzenreiter ESV Neuaubing, sich teilweise zu rehabilitieren. Zwar wurde die Begegnung mit 27:29 verloren, doch zeigten die HSG-Handballerinnen, dass sie gegen Spitzenmannschaften wie Neuaubing sehr wohl mithalten können. Vier Minuten vor Schluss gelang der HSG Fichtelgebirge der 26:26 Ausgleichstreffer, allerdings reichte es am Ende trotz kämpferischer Einstellung nicht zum Punktgewinn. Mit HSG-Torjägerin Jessica Lenhard, Linkshänderin Anna Wölfel im rechten Rückraum und Karina Lenhard auf der Spielmacherposition verfügt die HSG über eine starke Rückraumachse, die im Hinspiel schwer in den Griff zu bekommen war. Damals verloren die Herzogstädterinnen relativ unnötig mit 22:23 und brennen jetzt auf Wiedergutmachung. Besonders haperte es an der Konzentration und an der schlechten Chancenverwertung, sodass die HSG früh mit 4:0 in Front lag, einem Rückstand dem man bis zum Schluss hinterherlief. Doch diesmal soll alles anders werden. Vor heimischer Kulisse setzt die Mannschaft um Abwehrchefin Diane Rösl auf kontrollierte Aggressivität, um den HSG-Angriff frühzeitig zu stören und zu unterbinden. Lautstark und kämpferisch gilt es die Räume eng zu machen und den Ball zu fordern. Dann funktioniert auch das schnelle Sulzbacher Gegenstoßspiel, das die HC-Mädels bereits in Mintraching uneinholbar davonziehen ließ. Auch der Angriff muss konsequent Druck machen, darf aber dabei nicht zu ungeduldig agieren und muss sich die Chancen erst herausspielen. Diese gilt es dann eiskalt zu nutzen und nicht wie im Hinspiel kopflos zu vergeben. Jede einzelne Spielerin muss darauf brennen, sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren. Die Zuschauer dürfen sich auf ein spannendes Saisonfinale gefasst machen. Den zweiten Platz schon sicher in der Tasche, der augrund der schlechten Platzierung der bayerischen Vereine in der Regionalliga zwar nicht zur Relegation berechtigt, wollen die HC-Mädels noch mal alles geben und sich von ihrer besten Seite zeigen, um sich den Traum vom Aufstieg in die höchste bayerische Spielklasse zu erfüllen.
HC Sulzbach:
Tor: Babsi Viechtl, Nina Aures; Feld: Andrea Himmerer, Vroni Herrmann, Lisa Eckl, Karo Fuchs, Lisa Steiner, Julia Hofmeister, Petra Fleißner, Anna Krauß, Melli Kopp, Christina Schatz, Sonja Behrendt, Diane Rösl, Kristina Steiner;
