Zum Inhalt springen
Zurück zum Spielplan
Saison 2012/2013
Samstag, 13. April 201318:30 Uhr

Herren IgegenTV 61 Erlangen-Bruck

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TV 61 Erlangen-Bruck

Spielort

Krötensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Matchball gegen den TV Erlangen/Bruck

Sieg gegen die Gömmel-Truppe reicht für die Meisterfeier

Drei Spieltage vor Saisonende haben die Sulzbacher Handballer weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger, da braucht es keine großen Rechenkünste mehr, um zu erkennen, dass am Samstag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle bereits die Entscheidung fallen kann. Einen Matchball nennt man so etwas im Tennis und deren drei haben die Herzogstädter jetzt zur Verfügung. Am liebsten würde man natürlich schon den ersten verwandeln und nach dem Duell gegen den TV Erlangen/Bruck den Aufstieg feiern.

Dann könnte man gelassen den weiteren Verlauf der Saison beobachten, in dem sich die drei Teams aus Winkelhaid, Münchberg und Lauf/Heroldsberg wohl um den Relegationsplatz streiten werden. Dramatisch eng geht es währenddessen im Abstiegskampf zu. Zwischen Platz 7 und Platz 11 trennen die Vereine nur einen einzigen Punkt und da eben dieser 11. Tabellenplatz der erste Abstiegsplatz ist, kämpfen all diese Teams ums Überleben.

Zu dieser Gruppe gehört auch der Gegner am Samstag, der TV Erlangen/Bruck, der als Aufsteiger aus der BOL Ostbayern den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hat. Die Truppe des in Sulzbach wohlbekannten Trainers Ingo Gömmel schien hier schon auf dem richtigen Weg, doch in den letzten drei Partien konnte nur mehr ein Punkt eingefahren werden. Besonders die 29:33-Heimniederlage letzte Woche gegen den direkten Konkurrenten TV Helmbrechts war nicht eingeplant und bringt die Mittelfranken wieder richtig unter Erfolgsdruck. Mit Sulzbach, Münchberg und Partenstein warten auf die Erlanger auch noch echte Kaliber auf die Brucker und so müssen die Gäste auf einen Überraschungscoup hoffen. Nachbarschaftshilfe kann also bei den alten Bekannten erwarten, denn noch haben beide Vereine ihre Ziele nicht in trockenen Tüchern. So müssen sich die Gäste wohl die Kraft aus dem Hinspiel holen, als sie dem Favoriten aus der Oberpfalz ein 28:28-Remis abtrotzten. Keine Motivationsprobleme haben die Gastgeber aus der Herzogstadt. So kurz vor dem Ziel haben Zweifel an der eigenen Stärke keinen Platz im Team von Trainer Pavel Krizek, der sich zurzeit auf den neu gewonnen Siegeswillen seiner Mannschaft verlassen kann. Die Chance, die Meisterschaft vor eigenem Publikum unter Dach und Fach zu bringen sollte die restlichen Energien freisetzen um der Favoritenrolle gerecht zu werden. Der Coach kann sich in diesen Tagen auf die Topform von Smolik und Co. verlassen und verschwendet keinen Gedanken auf ein Scheitern seiner Mission.

Da trotz des ersehnten Frühlingswetters eine gut gefüllte Halle erwartet wird, steht einem großen Handballspektakel nichts mehr im Wege, außer dem TV Erlangen/Bruck, also wachsam bleiben und das Fell des Bären nicht verteilen bevor man ihn erlegt hat.

HC Sulzbach: Vojtech, Prasse, (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Kreißig Björn, Forster, Schmidt, Kaspar, Baumgärtel, Paulus

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Bayernliga, wir kommen schon wieder!

HC Sulzbach macht sein Meisterstück mit einem 26:20-Erfolg gegen Erlangen-Bruck

Der HC Sulzbach ist zurück in der Bayernliga! Der erste Aufstiegsmatchball wurde genutzt, auch wenn es sich der TV Erlangen-Bruck nicht nehmen ließ, den Favoriten etwas zu ärgern. Erst in der zweiten Halbzeit spielten die Herzogstädter meisterlich und sicherten mit dem 26:20-Erfolg Meisterschaft und direkten Aufstieg in die höchste Bayerische Spielklasse.

Einige Hiobsbotschaften vor der Partie hatten die Mannschaft doch etwas verunsichert, denn neben den verletzten Michael Waitz und dem beruflich verhinderten Christoph Baumgärtel mussten auch noch die Kreyßig-Brüder aus privaten Gründen passen. So waren es nur noch elf Akteure, die sich dem Gegner, der selbst noch alle Punkte im Abstiegskampf braucht, stellen konnten. Nach einer schnellen 2:0-Führung, lief dann lange Zeit so gut wie nichts mehr. Drei verworfene Strafwürfe und einige vergebene Großchancen steigerten die Anfangsnervosität der Gastgeber und spielte den Franken, die ja als krasser Außenseiter nichts zu verlieren hatten, in die Karten. Ein bärenstarker Gästekeeper, Dieter Geck und die Probleme mit dem flinken Kreisläufer Thomas Schmautz sorgten dafür, dass die Gömmel-Truppe das spielbestimmende Team der ersten dreißig Minuten war. So lag man Mitte der ersten Hälfte plötzlich mit vier Toren (6:10) zurück und die Unruhe auf dem Feld und auch auf den Rängen nahm beängstigende Formen an. Einzig Torhüter Zdenek Vojtech und Rechtsaußen Marco Forster konnten in dieser Phase überzeugen und hielten ihr Team bis zum Pausenstand von 9:12 im Spiel.

Scheinbar fand dann aber Trainer Pavel Krizek die richtigen Worte, denn aus der Kabine kam eine völlig andere Mannschaft. Gerade einmal vier Minuten brauchten die Herzogstädter um aus dem Rückstand eine Führung zu machen (14:13). Das lag sicherlich zum einen an der Standpauke des Coaches, aber vor allem an der phänomenalen Leistung vom Hexer aus Pilsen, der sein Tor fast zwanzig Minuten lang förmlich zunagelte. Mit dem mutigen Spiel der Gäste war es damit zu Ende und da die Sulzbacher mit Stefan Ströhl endlich den nervenstarken Siebenmeterschützen gefunden hatten, spielte das Team jetzt so, wie man es sich von einem Meister erwartet hatte. Pavel Krizek, der im wichtigsten Spiel auch passenderweise seine beste Saisonleistung ablieferte und die pfeilschnellen, jungen Wilden, Meyer, Ströhl und Forster machten jetzt alles klar und so konnten die Fans die letzten Minuten den neuen Meister schon auf den Rängen feiern. 26:20 stand es am Ende, in einem Spiel, das dank der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte hochverdient an den Gastgeber ging.

Ein Kempa-Tor von Chris Meyer und Stefan Ströhl rundete dann das Spiel und die erfolgreiche Saison gelungen ab. Eine Gratulation geht von dieser Stelle natürlich an die erfolgreichen Cracks des HCS aber vor allem an die beiden Trainer Christian Rohrbach und Pavel Krizek, die sich für den sofortigen Wiederaufstieg verantwortlich zeigen. Ein extragroßer Dank geht an die treuen Fans, die die Krötenseehalle zu einer fast uneinnehmbaren Festung und einige Auswärtspartien zu Heimspielen machten.

HC Sulzbach: Vojtech, Prasse (Tor); Ströhl 8(4), Forster 6, Krizek 4, Meyer 4, Smolik 3, Kaspar 1, Schmidt, Englhard, Paulus

Bericht: cwh