Vor dem Spiel
Schlagerspiel in der Realschulhalle
HCS empfängt Tabellenführer TSV Partenstein
Wer soll den souveränen TSV Partenstein eigentlich noch aufhalten, wenn nicht der HC Sulzbach. Die gesamte Landesliga Nord hofft auf einen Sieg der Oberpfälzer in diesem Spiel des Tabellenführers beim hartnäckigen Verfolger aus der Herzogstadt. Ansonsten droht die Liga zumindest in der Meisterschaftsfrage langweilig zu werden, denn die verlustpunktfreien Unterfranken hätten dann schon vier Punkte Vorsprung und zumindest die Herbstmeisterschaft schon sicher. Doch zuvor müssen die „Spessarter“ am Samstag um 16.30 Uhr aber noch durch die Hölle am Erlheimer Weg und dort sind schon einige Aufstiegsträume geplatzt.
Das die Partensteiner in dieser Saison so eine enormen Leistungsentwicklung geschafft haben, liegt vor allem an einem Namen. Mit dem Ungarn Josef Szentgyörgyi gelang den Franken der spektakulärste Transfercoup der Liga. Der Torjäger machte aus einer Mannschaft, die in der Vorsaison noch eine graue Maus im Mittelfeld war, ein Spitzenteam, das sich noch keine Blöße gegeben hat. Trainer Manfred Wirth formte um seinen Star ein Ensemble, dass mit seinem dynamischen Angriff, einem hervorragenden Torhüter Matyas Varga und dem Strafwurfspezialisten Janos Wagenbach weitere Eckpfeiler des Erfolgs besitzt. Obwohl nach eigenen Angaben weit weg vom Optimum, gelang letzte Woche ein überzeugender 29:17-Erfolg gegen den MTV Stadeln, der wie alle Teams zuvor chancenlos gegen den Klassenprimus war.
Das hört sich alles sehr spektakulär an, doch Angst müssen die Herzogstädter vor den Gästen trotzdem keine haben. In der Realschulhalle ist schon anderen Kalibern das Herz in die Hose gerutscht und da die Jungs von Trainer Christian Rohrbach ohne die Favoritenrolle, die diesmal der Gegner trägt, sowieso immer besser spielen, ist schon etwas drin gegen die Truppe aus dem Spessart. Voraussetzung dafür ist aber, dass der HCS wieder mit dem kompletten Kader antreten kann. Torhüter Zdenek Vojtech und Abwehrchef Pavel Krizek hoffen noch auf ihre rechtzeitige Genesung, denn sie werden gegen die Torfabrik aus Unterfranken dringend benötigt. Der Rest der Truppe ist bereit und hat sich nach der bescheidenen Leistung, letzte Woche in Erlangen, sicher einiges vorgenommen. Diesmal muss es im Kopf und auch im Körper stimmen, doch wenn es gegen den Tabellenführer geht, hat wohl jeder die Zeichen der Zeit erkannt und keinerlei Probleme mit der Motivation. Es darf also einiges erwartet werden in diesem absoluten Schlager des 11. Spieltags, in dem der Gast die Favoritenbürde tragen muss, während der Gastgeber nur gewinnen kann.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun
Bericht: cwh
