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Saison 2010/2011
Samstag, 04. Dezember 201016:30 Uhr

Herren IgegenTSV Partenstein

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TSV Partenstein

Spielort

Realschule

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Schlagerspiel in der Realschulhalle

HCS empfängt Tabellenführer TSV Partenstein

Wer soll den souveränen TSV Partenstein eigentlich noch aufhalten, wenn nicht der HC Sulzbach. Die gesamte Landesliga Nord hofft auf einen Sieg der Oberpfälzer in diesem Spiel des Tabellenführers beim hartnäckigen Verfolger aus der Herzogstadt. Ansonsten droht die Liga zumindest in der Meisterschaftsfrage langweilig zu werden, denn die verlustpunktfreien Unterfranken hätten dann schon vier Punkte Vorsprung und zumindest die Herbstmeisterschaft schon sicher. Doch zuvor müssen die „Spessarter“ am Samstag um 16.30 Uhr aber noch durch die Hölle am Erlheimer Weg und dort sind schon einige Aufstiegsträume geplatzt.

Das die Partensteiner in dieser Saison so eine enormen Leistungsentwicklung geschafft haben, liegt vor allem an einem Namen. Mit dem Ungarn Josef Szentgyörgyi gelang den Franken der spektakulärste Transfercoup der Liga. Der Torjäger machte aus einer Mannschaft, die in der Vorsaison noch eine graue Maus im Mittelfeld war, ein Spitzenteam, das sich noch keine Blöße gegeben hat. Trainer Manfred Wirth formte um seinen Star ein Ensemble, dass mit seinem dynamischen Angriff, einem hervorragenden Torhüter Matyas Varga und dem Strafwurfspezialisten Janos Wagenbach weitere Eckpfeiler des Erfolgs besitzt. Obwohl nach eigenen Angaben weit weg vom Optimum, gelang letzte Woche ein überzeugender 29:17-Erfolg gegen den MTV Stadeln, der wie alle Teams zuvor chancenlos gegen den Klassenprimus war.

Das hört sich alles sehr spektakulär an, doch Angst müssen die Herzogstädter vor den Gästen trotzdem keine haben. In der Realschulhalle ist schon anderen Kalibern das Herz in die Hose gerutscht und da die Jungs von Trainer Christian Rohrbach ohne die Favoritenrolle, die diesmal der Gegner trägt, sowieso immer besser spielen, ist schon etwas drin gegen die Truppe aus dem Spessart. Voraussetzung dafür ist aber, dass der HCS wieder mit dem kompletten Kader antreten kann. Torhüter Zdenek Vojtech und Abwehrchef Pavel Krizek hoffen noch auf ihre rechtzeitige Genesung, denn sie werden gegen die Torfabrik aus Unterfranken dringend benötigt. Der Rest der Truppe ist bereit und hat sich nach der bescheidenen Leistung, letzte Woche in Erlangen, sicher einiges vorgenommen. Diesmal muss es im Kopf und auch im Körper stimmen, doch wenn es gegen den Tabellenführer geht, hat wohl jeder die Zeichen der Zeit erkannt und keinerlei Probleme mit der Motivation. Es darf also einiges erwartet werden in diesem absoluten Schlager des 11. Spieltags, in dem der Gast die Favoritenbürde tragen muss, während der Gastgeber nur gewinnen kann.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

HCS in eigener Halle weiter eine Macht

Auch der TSV Partenstein wurde mit einer 24:23-Niederlage nach Hause geschickt

Der HC Sulzbach ist in eigener Halle weiter eine Macht. Auch der Tabellenführer aus Partenstein konnte die Festung am Erlheimer Weg nicht stürmen und verlor in einem phantastischen Spitzenspiel knapp mit 23:24-Toren. Das Schlagerspiel hatte seinen Namen verdient, denn beide Teams, die Kulisse und vor allem die Dramaturgie der Partie waren unglaublich. Nach dieser ersten Niederlage der Unterfranken sind beide Mannschaften nun punktgleich an der Tabellenspitze und bestätigten, dass sie das Maß aller Dinge in der Landesliga Nord sind.

Schon beim Warmlaufen konnte man erkennen, warum die Gäste bis dato ungeschlagen waren. Die beiden 2-Meter-Männer Tobias Schreier und Daniel Born nötigten den Gastgebern schon einigen Respekt ab und so startete der Favorit auch besser in die Partie. Angeführt vom alles überragenden Spielmacher Josef Szentgyörgyi gehörten die ersten Minuten klar den Gästen aus dem Spessart. Während die Gastgeber verzweifelt nach einer Lösung suchten, wie der gewaltige Mittelblock der Partensteiner geknackt werden könnte, hatten die Franken keine Anlaufprobleme. 2:6 stand es da und die Herzogstädter benötigten dringend Hilfe von den Rängen. Die Fans ließen sich nicht zweimal bitten und so kam auch der HC so langsam ins Spiel. Vor allem Jiri Smolik und Thomas Hartmann hatten nun die Schwachpunkte der Gäste erkannt. Bis zum 6:10 konnten die Unterfranken den komfortablen Vorsprung halten, aber dann heizten die Fans das Feuer in der Hölle am Erlheimer Weg so richtig an. Der Kampfgeist der Spieler und vor allem die Paraden von Hexer Zdenek Vojtech ließen den Abstand immer kleiner werden und als kurz vor der Pause mit 12:11 erstmals die Führung erzielt wurde, kochte die Halle fast über. 13:12 stand es dann zur Pause und die beiden Teams waren nun voll auf Augenhöhe.

Nun zog Trainer Christian Rohrbach seinen Joker in Form des leicht angeschlagenen Pavel Krizek. Mit dem Tschechen wurde die Abwehr noch einen Tick stabiler und nur der Ungar Szentgyörgyi fand noch die Lücken in der Sulzbacher Defensive, die vom Trainer in immer neuen Varianten, mal offensiv, mal an der Linie, aufgestellt wurde. Das schmeckte den Gästen gar nicht und so erarbeitet sich der HCS bis Mitte der zweiten Hälfte einen 3-Tore-Vorsprung (21:18) der bis kurz vor Schluss halten sollte. Grund dafür war die Tatsache, dass die Herzogstädter die Last des Torewerfens auf mehrere Schultern verteilen konnte, während bei den Gästen der bereits erwähnte Ungar zum Alleinunterhalter, allerdings auf sehr hohem Niveau, wurde. Beim Stande von 24:21 kurz vor Schluss, spielten die Herzogstädter dann nochmals mit dem Feuer, als sie es nicht schafften die verbliebene Zeit herunter zu spielen, doch am Ende reichte es für die Partensteiner nur noch zum Anschlusstreffer und die Fans feierten ihre Jungs minutenlang frenetisch in der Halle.

Trainer Rohrbach bestätigte, dass sein Team sehr nahe am Optimum gespielt hatte, warnte aber wie gewohnt vor den nächsten Gegnern aus Cham und Gerolzhofen. „Der Sieg heute ist nur dann etwas wert, wenn wir auch in diesen beiden Partien punkten können. Dann können wir uns an Weihnachten über die Zielsetzung in der Rückrunde unterhalten“, so der Coach.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann 6, Smolik 6(1), Forster 4, Waitz 3, Braun 2, Moritz 2, Krizek 1, Ströhl, Andörfer, Englhard, Wertmiller, Burkhardt

Bericht: cwh