Das Heimspiel gegen den TSV Vaterstetten entwickelte sich für die Damen des HC Sulzbach zu einem offenen Schlagabtausch – allerdings mit dem besseren Ende für die Gäste. Beim Ergebnis von 35:44 stand am Ende vor allem eines im Mittelpunkt: ein ungewohnt löchriges Abwehrverhalten der Herzogstädterinnen.
Doch von vorne: Zu Beginn begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Das Spiel war schnell, intensiv und körperbetont – insgesamt 23 Siebenmeter sprechen eine deutliche Sprache. Nach gut zehn Minuten verlor Sulzbach jedoch zunehmend den Zugriff. Während vorne immer wieder ansehnliche Angriffe erfolgreich abgeschlossen wurden, fehlte hinten die gewohnte Stabilität in den Abwehrreihen. Die Gäste aus Vaterstetten nutzte die Räume konsequent und setzten sich langsam ab. Mit einem für Sulzbacher Verhältnisse bereits hohen 15:20 ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Gastgeberinnen noch einmal gegen die drohende Niederlage. Zwischenzeitlich schien das taktische Mittel von Trainer Feldbauer zu fruchten und der Abstand schrumpfte auf zwei Tore. Das Spiel war wieder offen. Doch das hohe Tempo, das der TSV konstant in die Partie brachte, forderte am Ende seinen Tribut. In der sonst spannenden Crunchtime kippte die Partie für den HC endgültig: Ballverluste, fehlende Abstimmung, schwere Beine und nachlassende Konzentration luden Vaterstetten regelrecht ein die „Schlachtschüssel“ auszupacken. Die Gäste zogen Tor um Tor davon und bauten den Vorsprung auf unaufholbare zwölf Treffer aus.
Zwar gelang es am Ende doch noch, das Ergebnis etwas freundlicher zu gestalten und 35 eigene Tore zu erzielen, doch 44 Gegentreffer entsprechen nicht dem Anspruch, den die Sulzbacherinnen an sich selbst stellen. Gerade die sonst so verlässliche Abwehr war an diesem Abend nicht der Rückhalt, der sie in vielen anderen Spielen gewesen ist.
Nun gilt es, diesen Ausrutscher richtig einzuordnen. Solche Spiele dürfen die Ausnahme bleiben – und genau daran wird in den kommenden Wochen gearbeitet werden. Denn die Qualität ist da, sie muss nur wieder konstanter auf die Platte gebracht werden.
HC – TSV: 2:2; 5:11; 11:15; 15:20 (HZ); 19:22; 25:27; 30:38; 35:44
HC: Senger, Weber (Tor); Eckert (14/11), Last S. (2), Liebermann (5/1), Mutzbauer F. (1), Mutzbauer K., Plößl (3), Sensen (7), Simon (1), Steiner, Vietz (2)