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Saison 2022/2023
Samstag, 04. März 202320:00 Uhr

Herren IgegenHSG 2020 Fichtelgebirge

Heim

Herren I

32 : 30

Endergebnis

Gast

HSG 2020 Fichtelgebirge

Spielort

Kroetensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Erstes Endspiel um den Klassenerhalt

Gegner aus dem Fichtelgebirge im Aufwind

Nach der 14-tägigen Faschingspause startet die Landesliga der Handballherren nun in die entscheidende Phase der Saison. Sieben Spiele stehen noch auf dem Programm und da die Liga vor allem beim Thema Abstiegskampf ganz nah zusammengerückt ist, gibt es praktisch nur noch Endspiele für die sechs Teams, die sich um die rettenden Plätze streiten. Gerade einmal vier Zähler liegen zwischen dem Tabellensiebten aus der Herzogstadt und dem Tabellenschlusslicht aus dem Fichtelgebirge. Und da genau diese beiden Teams am Samstagabend im direkten Vergleich aufeinandertreffen, ist die Bedeutung dieser Partie wohl jedem klar. Dieses erste Endspiel startet um 20.00 Uhr in der Krötenseehalle und bietet neben den gewohnten Handballsport diesmal auch noch weitere Highlights.

Handballer und Handballerinnen sind ja eigentlich sehr hart im Nehmen, doch sie haben auch ein weiches Herz. Besonders wenn es gilt Gutes zu tun, sind die Sportler aus Sulzbach-Rosenberg gerne dabei zu helfen. Die Erdbebenkatastrophe in der Türkei und in Syrien lässt wohl keinen vernünftigen Menschen kalt und so hat auch die Handballfamilie beschlossen einen kleinen Beitrag für die Hilfe in diesen Gebieten zu leisten. Den ganzen Spieltag am Samstag steht eine Spendenbox an der Kasse mit der Bitte um einen kleinen oder auch größeren Obolus für die Menschen, die völlig unverschuldet in Not geraten sind.

Quasi als kleines Dankeschön gibt es in der Halbzeitpause dann einen Auftritt der besonderen Art. Die Mädels, des in der Herzogstadt wohlbekannten Ballettstudios „Magic Shoes“ zeigen einen Ausschnitt aus ihrem tollen Programm zum 25-jährigen Bestehen der beliebten Gruppe.

Natürlich wird aber auch Handball gespielt und das gegen einen Gegner, der viel stärker ist als es der Tabellenplatz suggeriert. Die Jungs aus dem Fichtelgebirge zeigten besonders in der Rückrunde starke Leistungen und verloren nur denkbar knapp gegen namhafte Gegner. Vor zwei Spieltagen gelang dann sogar ein Sieg gegen den derzeitigen Tabellenzweiten aus Regensburg und so sind die Rohrbach-Jungs gewarnt, was da am Samstag auf sie zukommt. Mit dem Halblinken Johannes Wippenbeck bringen die Oberfranken auch den derzeit führenden der Torjägerliste mit. Seine im Schnitt acht Treffer pro Spiel sind Warnung genug für den Gastgeber.

Der hofft auf eine schnelle Genesung von Lukas Lesak, der an einer Fußverletzung laboriert. Trainer Christian Rohrbach kann ansonsten auf seinen gewohnten Kader zurückgreifen und sein Team könnte mit einem Heimsieg einen großen Schritt in die richtige Richtung machen.

HC Sulzbach: Martin, Teichert (Tor); Lesak, Rohrbach Jonas, Rohrbach Fabian, Stancic, Mikovic, Haubold, Sehnke, Weiß, Friese, Smolik, Ströhl, Wedel

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

"Dreckiger Sieg" gegen Fichtelgebirge

32:30-Erfolg erst am Ende erkämpft

32:30 besiegte der Gastgeber aus der Herzogstadt die Jungs aus dem Fichtelgebirge, zumindest das Ergebnis passte am Ende. Doch mit Ruhm konnten sich die Sulzbacher Handballer an diesem Abend nicht bekleckern, denn nur eine deutliche Leistungssteigerung am Ende der Partie machte den Erfolg doch noch möglich. Trainer Christian Rohrbach nahms mit Sarkasmus. „Für das Video der ersten Halbzeit bin ich der Mannschaft dankbar, so kann ich ihnen immer vorführen, wie man es definitiv nicht machen sollte.“ Er lobte aber auch zumindest den Kampfgeist der Truppe, die immer an den Sieg geglaubt hat.

Ohne Simon Sehnke und mit den angeschlagenen Akteuren Lukas Lesak und Alexa Mikovic, war klar, dass die Partie gegen die zuletzt stark aufspielende HSG Fichtelgebirge nicht zum Selbstläufer wird. Dies entschuldigt aber nur zum Teil die haarsträubenden Fehler der Gastgeber in der ersten Halbzeit. Gegen einen Gegner der sich eigentlich nur auf die Rückraumachse Danielka, Wippenbeck und Sedivec definiert, muss man zumindest in der Abwehr bessere Lösungen haben. Die Unsicherheit in der Defensive übertrug sich dann auch ins Angriffsspiel und so plätscherte das Spiel bis zur 25. Minute so vor sich hin (13:13). Die letzten fünf Minuten der ersten Hälfte verschliefen die Gastgeber dann vollkommen und der Rückstand von 14:18 zur Pause gab viel Gesprächsbedarf für Coach Rohrbach.

Der Chef hatte wohl die richtigen Worte gefunden, denn zehn Minuten später gelang den Herzogstädtern der Ausgleich (22:22), der die Partie wieder offen machte. Positiv in dieser Phase wohl auch die Tatsache, dass die Sulzbacher in der Breite besser aufgestellt waren. Alle Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein und der Trainer konnte seinen Leistungsträgern die nötigen Pausen gönnen. 10 Minuten vor dem Ende dann die erste Führung der Gastgeber (27:26), die man bis zum Ende nicht mehr abgab. Doch eng war es weiterhin, denn kurz vor dem Schlusspfiff erzielten die Gäste noch einmal den Anschluss (31:30), ehe der beste Sulzbacher Akteur dieses Abends, Stefan Ströhl den Deckel zum 32:30-Endstand drauf machte.

Ein Sonderlob an dieser Stelle gibt es für den Schiedsrichter Robin Nagel der wegen einer Erkrankung seines Partners die beiden Landesligaspiele der Damen und Herren alleine leiten musste und trotzdem eine sehr starke und unaufgeregte Leistung bot. Hut ab!

HC Sulzbach:

Martin, Teichert (Tor); Ströhl 6, Haubold 5, Smolik 5, Lesak 3, Fabian Rohrbach 3, Jonas Rohrbach 3, Weiß 2, Stancic 2, Mikovic 1, Kallmeier 1, Wedel 1,

Bericht: cwh