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Saison 2010/2011
Samstag, 26. März 201117:30 Uhr

Herren IgegenTV Erlangen-Bruck

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TV Erlangen-Bruck

Spielort

Realschule

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Sieg gegen den TV Erlangen-Bruck ist Pflicht

Jetzt Nägel mit Köpfen machen

Vier Spieltage vor Saisonende beginnt für den HC Sulzbach nun die heiße Phase im Kampf um den Aufstieg in die Bayernliga. Zwei Siege brauchen die Herzogstädter noch und vor allem in den Heimspielen sollen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden. Den ersten Schritt zum nun fest definierten Saisonziel können die Rohrbach-Schützlinge am Samstag in der Realschulhalle gegen den Aufsteiger TV Erlangen-Bruck machen. Achtung Fans, die Partie beginnt wegen eines übervollen Spieltags erst um 17.30 Uhr!

Leider hat der Gast aus Mittelfranken am Samstag keine Geschenke zu verteilen, denn die Schützlinge von Trainer Laszlo Ferencz stehen mitten im noch enger besetzten Abstiegskampf. Zwar gelang den Erlangern am letzten Wochenende ein wichtiger 26:23-Sieg im Derby gegen den MTV Stadeln, doch noch liegt der Aufsteiger auf dem so ungeliebten Relegationsplatz. Den möchte man so schnell wie möglich hinter sich lassen und so käme ein Überraschungserfolg beim verletzungsgeplagten Tabellenführer gerade recht. Dass die Gäste mit den Sulzbachern ganz gut zu recht kommen, zeigte schon das Hinspiel in Erlangen, als der Favorit aus der Herzogstadt nur mit viel Mühe 28:27 gewinnen konnte.

Es wird also sicher keine leichte Aufgabe für Trainer Christian Rohrbach und seine Jungs. Immer noch sind eine ganze Reihe Akteure angeschlagen und so hofft der Coach wenigstens auf einen etwas breiteren Kader als zuletzt in Münchberg, als den Spielern in den letzten Minuten im wahrsten Sinne des Wortes die Luft ausging. Zumindest scheint das Comeback von Thomas Hartmann ziemlich sicher, während der Einsatz von Peter Andörfer und Edu Wertmiller noch auf wackligen Beinen steht. Für Sebastian Braun ist die Saison auf alle Fälle beendet, denn der Linkshänder laboriert an einer schweren Schulterverletzung.

Doch auch wenn die Verletztenliste ellenlang ist, an der Favoritenrolle kommt der HCS nicht vorbei. Immerhin hat man in eigener Halle eine blütenweiße Weste und die will man auch gegen die Brucker behalten. Mit den Fans im Rücken schmerzen die lädierten Körperteile ja auch nur halb so schlimm und Zeit zum Auskurieren hat man im Sommer noch genug. Führungsqualitäten sind nun gefragt, und diese Vorbildfunktion erwartet man besonders von den beiden Tschechen Smolik und Krizek, die in der Hölle am Erlheimer Weg meist teuflisch gut drauf sind, aber auch Rückkehrer Thomas Hartmann sollte mit seiner Routine Akzente setzen können.

Vorstand Christian Weiß sieht so auch keinen Spielraum für Eventualitäten: “Das Spiel wird gewonnen – Punkt – Aus“, so der etwas ungeduldige Chef der Herzogstädter.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Schmidt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

39:23-Kantersieg bringt drei Matchbälle

Partie gegen den TV Erlangen-Bruck nur eine Zwischenstation

Die Pflichtaufgabe wurde tadellos erfüllt, nun warten die Handballfans in der Herzogstadt noch auf die Kür. Der TV Erlangen-Bruck war am Samstag nicht mehr als eine Zwischenstation für den Sulzbacher Handballclub und zeigte beim 39:23-Kantersieg der Gastgeber nur zu Beginn etwas Gegenwehr. Jetzt hat die Rohrbach-Truppe drei echte Matchbälle in den nächsten drei Partien und sobald der erste verwandelt wird, sind die Herzogstädter Meister. Da dies bereits am kommenden Wochenende in Partenstein Realität werden kann, überlegt der HCS, zusätzlich zum schon geplanten Bus noch einen Zweiten einzusetzen. Bitte beachten Sie dazu die Informationen in der Presse und auf der Homepage des HC Sulzbach.

Wegen des langsam kleiner werdenden Lazaretts der Ersten, ging man doch etwas optimistischer in die Partie gegen die Franken, auch wenn mit Peter Andörfer und Edu Wertmiller immer noch zwei Leistungsträger fehlten und auch Coach Christian Rohrbach wegen einer wichtigen Familienangelegenheit nicht zur Verfügung stand. Doch sein Vertreter Oliver Ott hatte die Sache immer im Griff und nahm im richtigen Moment die Auszeit, als die Partie beim Stande von 8:8 neue Impulse brauchte. Bis dahin führte der Gastgeber zwar immer, doch die Erlanger, die ja auch noch mitten im Abstiegskampf stecken, wehrten sich geschickt und ließen sich einfach nicht abschütteln. Erst die besagte Denkpause und ein Treffer am Kopf des Sulzbacher Keepers Zdenek Vojtech hatten den berühmten „Hallo-Wach-Effekt“. Der Hexer aus Pilsen war fortan kaum noch zu bezwingen und auch seine Kumpels aus dem Nachbarland, Smolik und Krizek erinnerten sich nun an die Ansage von Vorstand Christian Weiß, der einen klaren Sieg vorausgesagt und gefordert hatte. Nun lief die Angriffsmaschinerie des HCS auf Hochtouren, da mit den zuletzt verletzten Thomas Hartmann und Sebastian Braun wieder mehr Optionen zur Verfügung standen. Bis zur Pause hatten die Herzogstädter die Partie beim Stande von 20:12 praktisch schon entschieden.

Auch in der zweiten Halbzeit ließen die Gastgeber nicht nach. Man merkte der Mannschaft an, wie entschlossen sie ist, das ersehnte Ziel Bayernliga zu erreichen. Natürlich hatte man von einem Gegner, der ums Überleben in der Liga kämpft, etwas mehr Herzblut erwartet, doch die Sulzbacher Cracks ließen in ihrem „Wohnzimmer“ am Erlheimer Weg einfach nicht mehr zu. Besonders Jiri Smolik hatte nun so richtig Spaß am Handballspielen und entzückte die Fans mit einigen Zaubertoren. So erhöhte sich der Vorsprung der Gastgeber kontinuierlich, da die Sulzbacher Mannschaft auf allen Positionen mehr Klasse und mehr Leidenschaft aufbieten konnte.

Am Ende verhinderte nur der Schlusspfiff des sehr gut pfeifenden Damen-Schiedsrichterteams das vierzigste Tor, doch das interessierte nur noch am Rande, denn nun werden die Träume vom Aufstieg nach diesem überzeugenden 39:23-Erfolg immer realer.

HC Sulzbach: Vojtech, Güthe (Tor); Smolik 11(4), Krizek 6, Hartmann 6, Ströhl 3, Forster 3, Waitz 3(1), Braun 3(1), Moritz 2, Burkhard 1, Schmidt 1, Englhard

Bericht: cwh