Vor dem Spiel
Mehr Spitzenspiel geht nicht
Tabellenführer HC Sulzbach empfängt den HSC 2000 Coburg II
Zwei Verfolger konnte der HC Sulzbach in den letzten beiden Spielen bereits abschütteln, doch nun wartet der dickste Brocken auf die Rohrbach-Truppe. Wenn am Samstag um 16.30 Uhr in der Realschulhalle der Tabellenzweite HSC 2000 Coburg II auf den Tabellenführer HC Sulzbach trifft, geht es definitiv um die Vorentscheidung der Meisterschaft in der Landesliga Nord. Zwei Punkte liegen die Coburger noch hinter den Herzogstädtern, doch ein höheres Torverhältnis und der bessere direkte Vergleich ermöglicht den Gästen, im Falle eines Sieges den Sprung an die Spitze der Liga. Umgekehrt wäre bei einem Sulzbacher Sieg die Messe für die Franken fast schon gelesen, denn das etwas leichtere Restprogramm spricht dann für die Herzogstädter.
Gründe gibt es also genug für beide Teams am Samstag alles zu geben. Der psychologische Vorteil liegt dabei aber beim Gastgeber, denn der hat auch im Falle einer Niederlage noch alle Optionen, während die Mannschaft von Trainer Ralf Baucke zum Siegen verdammt ist. Trotzdem gibt der HC Sulzbach die Favoritenrolle gerne an die Bundesligareserve ab. Nachdem die Coburger in der Hinrunde noch manchmal etwas Schwächen zeigte und sich so auch die sechs Minuspunkte einhandelte, präsentiert sich das Team im Jahr 2011 äußerst stabil. Nur klare Erfolge standen zuletzt zu Buche. Letztes Opfer war der MTV Stadeln, der beim 33:23-Heimsieg des HSC nicht den Hauch einer Chance hatte. Wie sich das anfühlt, kennt auch der HC Sulzbach, der sich in der Hinrunde eine ähnliche Schlappe in der Veste-Nord einhandelte. 33:21 stand es damals nach dem mit Abstand schlechtesten Spiel der Herzogstädter. Da sollte doch noch eine Rechnung offen sein.
Doch Trainer Rohrbach drücken auch einige Sorgen. Kapitän Thomas Hartmann wird wohl erst im März wieder in den Spielbetrieb einsteigen können, und die beiden Tschechen Krizek und Smolik plagen sich mit mehr oder weniger schweren Plessuren ab. Aber die beiden stellen sich bedingungslos in den Dienst der Mannschaft und geben dem Rest der Truppe die Sicherheit, die man in den entscheidenden Phasen braucht. Dies zeigte sich auch zuletzt in Roßtal, wo das Team zwar mit viel Glück, aber auch mit einem unheimlichen Siegeswillen die Partie in den letzten Minuten noch drehte. Mit dieser Einstellung aus einer Mischung aus Lockerheit, Konzentration und dem Willen Großes zu schaffen, hat die Mannschaft durchaus Chancen gegen den Favoriten aus Franken. Zu Verlieren gibt’s es nur wenig, zu Gewinnen aber alles.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Braun, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Schmidt
Bericht: cwh
