Vor dem Spiel
Bayernligaauftakt gegen starken Aufsteiger SG Kissing/Friedberg
HC-Mädels starten mit schwerer Heimaufgabe in vierte Bayernligasaison - vier Neue an Bord
Sulzbach (lis). Der offizielle Startschuss für die Handballbayernliga ist zwar schon am letzten Wochenende gefallen, an dem der 1. FC Nürnberg der HaSpo Bayreuth überraschend mit 20:23 unterlag, doch nun geht es auch für die Damen des HC Sulzbach los. Das Team von Klaus Eckl und Martin Müller, die ihre gemeinsame Trainertätigkeit nach erfolgreichem Bestehen in der Bayernliga nun fortsetzen, empfängt am Samstag den Liganeuling SG Kissing/Friedberg. Anwurf in der Krötenseehalle ist nach dem Landkreisderby der Herren um 17.30 Uhr – der neuen Anwurfzeit der Damen. Die Gäste aus Kissing bzw. Friedberg holten sich im letzten Jahr souverän die Meisterschaft in der Landesliga Süd und wollen nun auch in der Bayernliga ihre Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Trainiert wird dieses spielstarke Team von Christina Pawlick und Ulrike Junker. Das Erfolgsteam aus der letzten Saison konnte zusammen bleiben und zusätzlich holte man sich drei hochkarätige Neuzugänge: Pia Nowotny vom Mitaufsteiger TSG Augsburg hat bereits Drittligaerfahrung und kann auf allen drei Rückraumpositionen eingesetzt werden. Nicole Bohnert ist zwar erst 19 Jahre, hat aber bereits bei der TSF Ludwigsfeld in der Oberliga Baden – Württemberg unter Christina Pawlick trainiert. Sie kann ebenfalls alle drei Rückraumpositionen spielen und war eine der Topscorerinnen bei Ludwigsfeld. Die sehr agile Außenspielerin Patricia Janssen kam aus Wertingen zur SG Kissing/Friedberg. Aus einer starken Abwehr heraus geht es blitzschnell nach vorne. So erwartet den HC Sulzbach ein sehr laufintensives Spiel. Die Gäste konnten in der Vorbereitung beachtliche Ergebnisse gegen den Zweitligisten Ketsch und den Drittligisten ESV Regensburg erzielen und werden in dieser Bayernligarunde sicherlich für die ein oder andere Überraschung sorgen. Für die neue Sulzbacher Mannschaft wird diese Begegnung ein erster Prüfstein. In der Vorbereitung zeigten sich viele gute Ansätze, doch auch, dass es noch Zeit braucht, um perfekt in den verschiedenen Mannschaftsteilen zu harmonieren. Leider kann HC-Torfrau Babsi Viechtl urlaubsbedingt nicht dabei sein. Auch Kristina Steiner fällt länger aus. Damit sind die Bedingungen zwar nicht optimal, doch die Herzogstädterinnen wollen trotzdem auf Sieg spielen und sich die ersten Punkte in der neuen Runde sichern. Im Gegensatz zur letzten Saison hat sich personell einiges getan: mit Lisa Eckl, Lisa Galler und Tanja Frisch (alle HG Amberg) wechselten drei junge Spielerinnen zum HC Sulzbach. Ebenso zog es Sandra Christlein (TSV Winkelhaid) in die Herzogstadt. Nicht mehr mit dabei sind Melli Kopp, Karo Fuchs und Julia Haske – die alle beruflich oder privat bedingt neue Wirkungsstätten gefunden haben. Auch Diane Rösl wird kürzer treten und der 1. Damenmannschaft nur im Notfall zur Verfügung stehen. Vroni Herrmann muss beruflich bedingt öfter passen und kann leider nicht bei jedem Spiel dabei sein. So hatten beide Trainer viel Arbeit in der Vorbereitung aus der relativ jungen uneingespielten Truppe wieder ein schlagkräftiges Team zu formen. Zur Freude beider waren alle Spielerinnen hoch motiviert und sehr engagiert im Trainings- und Vorbereitungsbetrieb. Nachdem auch die Ex-A-Jugendlichen Franzi Luber, Steffi Häckl und Marina Mühlberger altersbedingt nun endgültig in den Seniorenbereich gerutscht sind, ist der Kader das erste Mal seit Jahren relativ groß. Um auch denjenigen Spielerinnen die Möglichkeit zu geben, an einem regulären Spielbetrieb teilzunehmen, die es leistungsmäßig nicht in den 14er Kader der Bayernligamannschaft schaffen, haben sich die HC-Verantwortlichen entschlossen, eine zweite Damenmannschaft außer Konkurrenz zu melden. Dadurch hat jede Spielerin den Vorteil nicht festgespielt zu sein, wodurch ein fließender Übergang zwischen beiden Damenmannschaften gewährleistet werden kann. Gleichzeitig hat jede Spielerin die Möglichkeit Handball zu spielen und nicht „nur“ auf der Bank zu sitzen, falls es leistungsmäßig noch nicht ganz für die Bayernliga reicht. Diese „Spielpraxismannschaft“ wird nach Möglichkeit von Nachwuchsspielerinnen aus der A-Jugend aufgefüllt, die dadurch ebenfalls an den Seniorenbereich herangeführt werden können.
