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Saison 2011/2012
Sonntag, 11. Dezember 201116:30 Uhr

Herren IgegenTSV 2000 Rothenburg

Heim

Herren I

31 : 26

Endergebnis

Gast

TSV 2000 Rothenburg

Spielort

Krötensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

HC Sulzbach will endlich wieder siegen

Ein Erfolg gegen den TSV Rotheburg wäre unendlich wichtig

Am Sonntag um 16.30 Uhr haben die Fans der Sulzbacher Handballer in diesem Jahr das letzte Mal die Gelegenheit ihr Team bei einem Heimspiel anzufeuern. Und das Team von Trainer Christian Rohrbach hofft noch einmal auf eine volle Halle, denn in der Partie gegen den TSV Rotheburg soll die erhoffte Vorgabe von zehn Punkten in der Vorrunde erfüllt werden. Ein Pünktchen fehlt dem Tabellenachten aus der Herzogstadt dazu noch, doch es dürfen natürlich auch zwei sein, denn gegen den 11. der Liga sind die Gastgeber zumindest auf dem Papier leicht favorisiert.

Die Mittelfranken liegen zurzeit mit nur sechs Zählern bedrohlich nahe an den Abstiegsplätzen und hoffen ihrerseits endlich einmal auf einen Erfolg, nach zuletzt starken Leistungen, die sich allerdings nicht in Zählbares auswirkten. Letzte Woche schien eine Überraschung gegen den hohen Favoriten aus Rödelsee im Bereich des Möglichen, doch am Ende setzte sich die Routine der Unterfranken durch und den Rothenburgern blieb bei der 24:25-Heimniederlage wieder nur die Anerkennung des Gegners. Dabei hat Trainer Helmut Hofmann durchaus einige Topspieler in seinen Reihen. Der brandgefährliche Halblinke Hannes Kölle führt nicht umsonst die Torschützenliste der Bayernliga an und auch Stefan Pfingstgräf oder Ilja Ladygin gehören zur gehobenen Bayernligaelite. So ist es eigentlich nicht nachzuvollziehen warum die Rothenburger nicht längst weiter oben in der Tabelle stehen.

Doch auch der Gastgeber benötigt dringend wieder einmal ein Erfolgserlebnis. Zwar sind die Sulzbacher, dank ihres furiosen Ligaauftakts, immer noch drei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt, doch seit mehreren Wochen ist Sand im Getriebe der Rohrbach-Truppe. Ein Grund dafür waren sicherlich die Verletzungsprobleme, die aber mit der Rückkehr von Thomas Hartmann fast Geschichte sind. Nur Marco Forster wird wohl noch fehlen, ansonsten kann der Coach mal wieder aus den Vollen schöpfen. Zuletzt war schon ein Aufwärtstrend zu erkennen, als man den Tabellenzweiten aus Lohr einen tollen Kampf lieferte, aber unisono mit dem heutigen Gegner ebenso ohne Punkte nach Hause fahren musste. Die will man sich nun gegen die Tauberstädter holen, um die mathematische Formel für Abstiegskandidaten einzuhalten. 20 Punkte reichen nach Meinung der Experten zum Klassenerhalt, das ergibt 10 Punkte zur Winterpause und die will man am Sonntagnachmittag mit einer kämpferischen Leitung einfahren. Nur dann gibt es ein gesegnetes Weihnachtsfest in der Herzogstadt.

HC Sulzbach: Von Borstel, Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Kaspar, Waitz, Smolik, Blödt, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Den Sack nicht zugemacht

Sulzbacher Handballer verlieren nach lange offenen Spiel noch deutlich 31:36 gegen den TSV Rothenburg

Die Sulzbacher Handballer können einfach nicht mehr gewinnen. Auch das letzte Heimspiel vor der Winterpause brachte nicht den Erfolg, den die 650 Zuschauer in der sehr gut besuchten Krötenseehalle erhofft hatten. Am Ende hatte der Gast aus Rothenburg einen zwar am Ende zu hohen, aber doch verdienten 36:31-Auswärtssieg mit an die Tauber genommen, weil es die Rohrbach-Truppe in der zweiten Hälfte versäumt hatte, den Sack im entscheidenden Moment zuzumachen.

Beide Teams begannen die Partie sehr schwungvoll und so gar nicht im Stile zweier Mannschaften, die im Abstiegskampf stehen. Waren es auf der Seite der Gastgeber vor allem die starken Rückraumschützen Smolik, Waitz und Krizek, die für die Tore sorgten, war das Spiel der Gäste variabler und mehr auf den starken Kreisläufer Daniel Schubart ausgelegt. Entscheidend für die zwischenzeitliche Drei-Tore-Führung der Franken (7:10) war aber die Tatsache, dass der Gästekeeper mehr Hände an den Ball brachte als Zdenek Vojtech, der dann etwas entnervt Platz machte für Max von Borstel. Jetzt lief es besser für die Heimmannschaft, da der Neuzugang eine starke Partie ablieferte. Jiri Smolik und Michael Waitz zeigten sich weiter treffsicher und da der Toptorjäger der Gäste, Hannes Kölle bei Eduard Wertmiller gut aufgehoben war kämpften sich die Herzogstädter bis zur Halbzeit auf ein Tor heran (18:19).

Nach der Pause begann dann die beste Phase der Sulzbacher, bei denen der ins Tor zurückgekehrte Hexer aus Pilsen jetzt Normalform erreichte und so seinen Vorderleuten Sicherheit gab. Mit der offensiven 3-2-1-Deckung kamen die Gäste nun überhaupt nicht mehr zurecht und beim Zwischenstand von 26:23 nach 40 Minuten schien die Partie zugunsten der Herzogstädter zu kippen. Doch wieder einmal gelangen in dieser vorentscheidenden Phase nicht die Big-Points, die man auf diesem Niveau einfach setzen muss. Ein schneller Gegenstoß wurde nicht genutzt und im Gegenzug punkteten natürlich eiskalt die Gäste. Als sich dann Jiri Smolik am Kopf verletzte musste Trainer Rohrbach die Abwehr umstellen und hatte nun nicht mehr die Alternativen um die erfolgreiche offensive Deckungsvariante weiter zu spielen. Hier fehlten natürlich Sebastian Braun (Privat verhindert) und Marco Forster (verletzt) an allen Ecken und Enden.

Drei schnelle Tore der Gäste schockten die Sulzbacher nun so sehr, dass das Team, das zuvor eine ansprechende bis starke Leistung geboten hatte, nun zur Überraschung aller Fans das Handballspiel völlig einstellte. Nun ging alles ganz schnell. Dem Rothenburger Superstar Hannes Kölle gelangen dann doch noch einige einfache Tore und vor allem der starke Gästerechtsaußen Ilya Ladygin zerlegte die nun auch körperlich stark abbauende Heimmannschaft binnen zehn Minuten, in denen den Gastgebern fast kein Tor gelang. Nach dem 27:31 war die Partie entschieden und Coach Rohrbach versuchte es natürlich noch mit einer offenen Manndeckung, aber dazu hatten seine Jungs schon lange keine Kraft mehr. So verfälscht der klare 36:31-Erfolg der Rothenburger zwar etwas die enge Partie über 50 Minuten, doch der Sieg der Mittelfranken geht natürlich in Ordnung.

HC Sulzbach: Vojtech, von Borstel (Tor); Smolik 13(5), Waitz 8(1), Hartmann 4, Krizek 3, Wertmiller 2, Blödt 1, Ströhl, Kaspar, Andörfer, Wedel

Bericht: cwh