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Saison 2009/2010
Samstag, 08. Mai 201017:00 Uhr

MTV StadelngegenHerren I

Heim

MTV Stadeln

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Fernduell um Relegationsplatz

Ein Sieg in Stadeln und der Drops ist gelutscht !

Fernduell nennt man das, wenn zwei Gegner sich an verschiedenen Schauplätzen um das Fell des Bären streiten, welches in Form des letzten direkten Nichtabstiegsplatzes noch zu verteilen ist. Die beiden Protagonisten sind dabei der HC Sulzbach und die TS Selb, die seit Wochen einen erbitterten Kampf um eben jenen Platz an der Sonne führen, der an diesem Samstag, dem letzten Spieltag der Landesliga Nord endgültig entschieden wird. Dabei haben die Herzogstädter immer noch einen Punkt Vorsprung und damit den Vorteil die Entscheidung aus eigener Kraft schaffen zu können. Während es für diese beiden Teams also noch einmal um alles geht, werden in den anderen Partien nur noch Ausflugsfahrten unternommen. Hier sind alle Entscheidungen um den Aufstieg (HC Erlangen), Relegation um den Aufstieg (TG Landshut) und um den direkten Abstieg (HG Kunstadt, VfB Forchheim, HG Amberg, HG Ansbach) bereits gefallen.

Ein Sieg würde den Sulzbacher Handballern also reichen um alles klar zu machen. Diese Vorgabe sollen die Herzogstädter am Samstag um 17.00 Uhr beim MTV Stadeln realisieren. Der Ort der Entscheidung ist die Sporthalle Stadeln in der Hans-Sachs-Straße 30. Der Gegner aus Stadeln hat sich sehr lange in der Spitzengruppe der Liga gehalten, ehe er am Schluss der Runde etwas Probleme bekam und einige Plätze nach unten abfiel. Doch obwohl der Gastgeber nur einen Tabellenplatz und zwei Punkte vor den Sulzbachern rangiert, sind die Fürther schon lange gesichert und hatten nie mit dem Abstieg zu tun. Zu stark waren die Auftritte der Truppe von Coach Klaus Jahn besonders in der Hinrunde. Das mussten auch die Oberpfälzer erfahren, die das Hinspiel in der Realschulhalle glatt mit 28:33 Toren verloren.

Keine leichte Aufgabe wird das also für den HCS, der vermutlich in Bestbesetzung antreten kann. Nur der Chef fehlt. Trainer Christian Rohrbach ist leider beruflich unabkömmlich und kann nicht mit nach Mittelfranken reisen. Da muss wieder einmal der Sulzbacher Ex-Trainer Günter Ströhl aushelfen und das Team in diesem so wichtigen Spiel coachen. Doch der Handballfachmann genießt das uneingeschränkte Vertrauen der Mannschaft und so dürfte dies kein großes Problem darstellen. Schwieriger dürfte es da schon werden, der Truppe die richtige Mixtur aus Kampfgeist, Leidenschaft aber auch Nervenstärke und Routine einzuverleiben. Zu oft scheiterte das Team in den letzten Wochen am Fehlen der einen oder andern Zutat. Wenn das Rezept jedoch stimmt, kann die Mannschaft jeden Gegner schlagen und braucht sich vor der Aufgabe in Stadeln nicht zu fürchten.

Sollte man trotzdem in Fürth verlieren, bleibt noch die letzte Hoffnung, dass auch die Handballer aus Selb straucheln. Der letzte Trumpf heißt also HG Amberg, wo die Porzellanstädter ihren Teil des Fernduells bestreiten müssen. Klappt auch das nicht „freuen“ sich die Herzogstädter schon auf die Relegationsspiele am darauf folgenden Wochenende gegen den Südvertreter TSV Allach. Damit beschäftigen sich die Herzogstädter jedoch nur am Rande, denn am Samstag soll in Stadeln alles klar gemacht werden.

HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Smolik, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Ströhl, Burkhardt, Wertmiller

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Nervenschlacht in Stadeln mit glücklichen Ende

Überragender Zdenek Vojtech sichert den 22:21-Erfolg und den Klassenerhalt

Die Sulzbacher Handballer haben es geschafft. Bis zur letzten Sekunde mussten Mannschaft und Fans zittern, doch dann stand der 22:21-Zittersieg und damit der Klassenerhalt endgültig fest. Am Ende dieser nervenaufreibenden Partie in Stadeln dauerte es ein paar Minuten, ehe die Feierlichkeiten beginnen konnten, denn die Spieler und auch die Fans hatten alles gegeben und mussten erst einmal realisieren, wie knapp man dem Supergau entgangen war. Da der Verfolger aus Selb sein Spiel in Amberg ebenfalls gewann, hätte schon ein Unentschieden bedeutet, dass man in die Relegation gemusst hätte, doch dieser Kelch ist zum Glück an den Herzogstädtern vorbeigegangen.

Dabei hätten es sich die Sulzbacher gar nicht so schwer machen müssen. Zwar fehlten mit Waitz, Baumgärtel, Burkhardt und Steiner vier wichtige Spieler, doch auch der MTV Stadeln konnte nicht in Bestbesetzung antreten. So starteten die Gäste viel besser in die Partie und als es nach 20 Minuten 8:3 für die Oberpfälzer stand, glaubten einige Fans schon an einen ruhigen Nachmittag. Doch dann verlor die Mannschaft ihren Rhythmus und die beiden Coaches Günter Ströhl und Oliver Ott, die den beruflich verhinderten Christian Rohrbach vertraten mussten ab sofort Schwerstarbeit verrichten. Plötzlich flatterten bei fast allen Spielern die Nerven. Nur einer behielt den Überblick. Torhüter Zdenek Vojtech war an diesem Tag fast nicht zu bezwingen und wurde zum Helden des Spiels. Drei Siebenmeter und unzählige Großchancen vereitelte der Hexer aus Pilsen und rette so einen soliden Vorsprung (11:8) für sein Team in die Halbzeit.

Doch alles konnte auch der Keeper nicht halten und so kämpften sich die Hausherren in der zweiten Hälfte immer näher an die Herzogstädter heran. Stand die Abwehr in der ersten Halbzeit lange wie ein Bollwerk, entstanden nun vor allem auf den Außenpositionen Risse in der Mauer, die vom stärksten Akteur der Fürther, Florian Kramer eiskalt genutzt wurden. Jetzt fehlten die einfachen Tore eines Michael Waitz, ohne den kein richtiger Druck im Rückraum aufgebaut werden konnte. Nachdem auch noch Spielmacher Peter Andörfer mit einer offensiven Deckung aus dem Spiel genommen wurde, häuften sich die technischen Fehler der nun immer unsicher werdenden Gäste. Plötzlich führte der Gastgeber aus Stadeln mit 15:14 und im Sulzbacher Lager schellten alle Alarmglocken. Nun war die Partie endgültig der erwartete Krimi, in dem sich die Gäste jedes Tor hart erarbeiten mussten. Wenigstens hatte man mit Marek Nachtman einen Siebenmeterschützen in den Reihen, der an der Linie seine Nerven im Griff hatte. So konnte man das Spiel noch einmal drehen und ging fünf Minuten vor dem Ende wieder mit zwei Toren in Führung (21:19).

Doch in der Schlussphase wollte kein Spieler mehr einen Fehler machen und man versäumte es so, die endgültige Entscheidung zu suchen. Erst 15 Sekunden vor dem Ende konnten die Herzogstädter aufatmen. Zwar verkürzten die Fürther noch einmal durch einen Strafwurf, doch dann war die Zeit abgelaufen und der glückliche 22:21-Erfolg stand nach dieser Nervenschlacht fest.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Nachtman 7(6), Smolik 4, Moritz 4, Hartmann 2, Andörfer 2, Englhard 1, Stauber 1, Forster 1, Artz, Ströhl, Wertmiller, Ott

Bericht: cwh