Zum Inhalt springen
Zurück zum Spielplan
Saison 2004/2005
Samstag, 11. Dezember 200419:30 Uhr

HG NürnberggegenHerren I

Heim

HG Nürnberg

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Derby in der Noris

Herren diesmal Favorit bei der HG Nürnberg

In Sulzbach fiebert zwar schon alles dem Spitzenspiel am 18.12. gegen die SG Regensburg entgegen, doch noch ist es nicht soweit. Eine Hürde haben die Herzogstädter noch aus dem Weg zu räumen. Am Samstag um 19.30 Uhr müssen die Schützlinge des Trainergespanns Andörfer/Ströhl bei der HG Nürnberg antreten und sie sollten diese Aufgabe nicht zu leicht nehmen. Das Spiel findet in der Herriedener Halle ( Herriedener Str. 25 ) statt und könnte leicht zu einem Stolperstein für den Tabellendritten werden.

Zwar befinden sich die Nürnberger zur Zeit in einem Leistungstief, das am letzten Wochenende mit einer 25:31-Schlappe bei der Konkurrenz in Eggenfelden gipfelte, doch als Aufsteiger aus dem traditionell starken Bezirk Mittelfranken darf man die Jungs aus der Noris nicht unterschätzen. Vor allem , weil die Franken mit nur 5 Punkten und dem 9. Tabellenplatz jetzt mitten in den Abstiegsstrudel geraten sind und so kurz vor der Weihnachtspause bereits mit dem Rücken zur Wand stehen. Auswärts traditionell schwach, werden die Nürnberger versuchen in eigener Halle auch gegen einen favorisierten Gegner, wie dem TV Sulzbach zu punkten.

Wie schnell man auch als vermeintliches Topteam auf der Nase landen kann hätten die Herzogstädter am letzten Samstag beinahe in eigener Halle gegen die HG Erlangen erfahren müssen, als man nach einer sicheren Halbzeitführung am Ende mit Ach und Krach einen glücklichen 32:30-Erfolg feiern konnte. Dies sollte Warnung genug sein für die Herzogstädter, die aber trotzdem mit breiter Brust nach Nürnberg fahren können. Immerhin sieht man auf eine Siegesserie von fünf Spielen in Folge zurück und hat den Blick fest auf die oberen Regionen der Tabelle gerichtet. Da dürfte auch der Ausfall von Ingo Gömmel und Marco Martinez nicht zu schwer ins Gewicht fallen, denn der Kader hat sich inzwischen gefunden und wird durch die A-Jugendspieler, die am Sonntag Herbstmeister in der Bayernliga wurden, wie immer verstärkt. Eine Alternative in der Abwehr wäre auch noch Routinier Gerhardt Reinelt, der als ehemaliger Spieler der HG Nürnberg gerne gegen seine alten Kameraden auflaufen würde und einiges an Know-How über sein Ex-Team einbringen könnte.

Da Nürnberg nicht aus der Welt liegt hofft man im Sulzbacher Lager über einige Unterstützung auf den Rängen, um diesem Oberpfälzisch-Fränkischen Derby einen würdigen Rahmen zu geben.

TV Sulzbach: Vojtech, Güthe (Tor); Munker, Brandt, Hartmann, Stauber, Ott, Soukop, Waitz, Rohrbach, Kellner, Reinelt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Knapp an der Blamage vorbeigeschrammt

22:19-Arbeitssieg bei der HG Nürnberg

Die Sulzbacher Handballer schrammten am Samstag haarscharf an einer Blamage vorbei. Beim Aufsteiger HG Nürnberg boten die Herzogstädter die bisher schwächste Leistung der Saison und siegten nur mit viel Glück mit 22:19 Toren in einem grottenschlechten Landesligaspiel.

Schon nach wenigen Minuten erkannte der erfolgsverwöhnte Fan, dass die Partie in der Noris nur mit einem Arbeitssieg enden kann. Beide Teams glänzten zu Beginn mit technischen Fehlern und lustlosen Würfen. Nur mit Einzelaktionen kamen die Spieler zu Torchancen, die ohne Druck meist versiebt wurden. Besonders die Gäste nahmen den Gegner wohl nicht ernst genug, was fatale Folgen hatte. Zwar führten die Sulzbacher Mitte der ersten Halbzeit mit 6:3, doch sie versäumten es den Vorsprung gegen die biederen Franken weiter auszubauen. Da nun auch Torjäger Michael Waitz nach einer Verletzung nicht mehr eingesetzt werden konnte, fehlte nach den nicht angereisten Ingo Gömmel und Marco Martinez ein weiterer Leistungsträger und spätestens jetzt hätte die Mannschaft erkennen müssen, dass diese Partie nur mit Kampf gewonnen werden kann. Doch davon war nichts zu sehen und so blieben die Franken bis zum mageren Halbzeitstand von 10:7 Toren auf Tuchfühlung.

Die zahlreich mitgereisten Fans vertrauten in der Pause auf die motivierenden Worte der Trainer Ströhl und Andörfer und hofften auf ein besseres Spiel in den zweiten 30 Minuten. Doch diesmal erreichten die beiden Pädagogen ihr Team nicht. Die Mannschaft spielte weiter mit einer Blockade im Kopf und verwaltete nur den Vorsprung. Dabei hätte ein kleiner Zwischenspurt gereicht um die Gegenwehr der Nürnberger zu brechen. So aber baute man die Franken weiter auf, die Mitte der zweiten Hälfte erstmals den 15:14-Anschlusstreffer schafften. Jetzt zogen die Coaches ihren letzten Trumpf in Form von Jürgen Brandt, der wegen einer Handverletzung eigentlich nur in der Abwehr spielen wollte. Mit „Brändy“ und dem nach langer Verletzungspause erstmals wieder eingesetzten Peter Andörfer kam endlich mehr Elan in die Angriffe der Herzogstädter. Jetzt wurde nur noch ein Vollstrecker gesucht und tatsächlich auch gefunden. Thilo Munker war es, der mit seiner Schnelligkeit der richtige Mann für die harte, aber nicht zu flinke Abwehr der Nürnberger war. Seine Tore sicherten den glücklichen aber trotzdem verdienten 22:19-Erfolg.

Während die beiden Trainer ziemlich sauer die Halle verließen, konnte der immer optimistische Spartenleiter Christian Weiß dem Spiel trotzdem noch etwas Gutes abgewinnen. „Früher hätten wir so ein Spiel sicher verloren, doch in dieser Saison findet sich immer der eine oder andere Spieler, der das Team aus dem Feuer reißt.Außerdem passt sich die Mannschaft meist dem Gegner an und so kann man für das Spitzenspiel am kommenden Samstag gegen den Tabellenführer SG Regensburg in eigener Halle einiges erwarten“.

Tore Sulzbach: Munker 6, Hartmann 4, Soukop 4(1), Brandt 2, Stauber 2, Rohrbach 2, Reinelt 1, Andörfer 1

Bericht: cwh