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Saison 2009/2010
Samstag, 24. Oktober 200916:30 Uhr

Herren IgegenVfB Forchheim

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

VfB Forchheim

Spielort

Realschule

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

HC Sulzbach in Zugzwang

Gegen VfB Forchheim ist ein Sieg trotz Verletzungspech das Gebot der Stunde

Langsam wird es ernst für die Sulzbacher Handballer. Während das Punktekonto mit nur zwei Zählern aus vier Spielen noch recht dünn ist, wächst die Zahl der Ausfälle immer weiter an. Da kann es im zweiten Heimspiel der Saison gegen den VfB Forchheim nur lauten: Augen zu und durch und für die Kameraden auf der Tribüne kämpfen. Die Partie findet wie gewohnt am Samstag um 16.30 Uhr in der Realschulhalle statt.

Neben Thomas Hartmann, Marco Forster und Peter Andörfer, klagen nun auch Jiri Smolik und Thomas Stauber über diverse Verletzungen. Zwar hofft man im Sulzbacher Lager noch auf den einen oder anderen Rückkehrer in das Team, doch aus den Vollen schöpfen kann Trainer Klaus Küther auf keinen Fall. Trotzdem glaubt man in der Herzogstadt an den zweiten Sieg in dieser Runde, denn die Forchheimer stecken selbst in einer mittelschweren Krise. Noch keinen Punkt hat sich die Mannschaft von Trainer Elmar Ehrich bisher erkämpft und es scheint so, dass es für die Franken ein ähnlich schweres Jahr, wie in der letzten Saison werden wird. Da konnte sich die Truppe nur über die Relegation in der Landesliga halten. Eigentlich wollten die Oberfranken sich diesen Stress diesmal ersparen, doch Trainer Ehrich beklagt vor allem die begrenzten spielerischen Mittel seines Teams. So sind es vor allem die individuellen Stärken der Spieler, die für Gefahr sorgen. Die Oberfranken hoffen, dass diese Pluspunkte und viel Engagement für einen Sieg bei der angeschlagenen HC-Truppe reichen wird, denn der VfB braucht dringend ein Erfolgserlebnis.

Das wünschen sich auch die Sulzbacher Handballer. Die beiden Niederlagen gegen Münchberg und Coburg zehren an den Nerven der Spieler und der Verantwortlichen. Immerhin sind die Probleme, die die Küther-Truppe zurzeit hat, schnell erkannt. Im Angriff fehlen ohne die Routiniers Andörfer und Hartmann die spielerischen Mittel. Zum Glück kann man sich hier auf die überragende Form von Torjäger Michael Waitz verlassen, der kaum zu stoppen ist. Die größte Schwäche liegt aber in der Abwehr, wo Peter Englhard fast als Alleinunterhalter fungiert. Hier ist der Kampfgeist der anderen Akteure gefragt. Helfen könnte dabei auch der Einsatz des einen oder anderen erfahrenen Spielers aus der Reserve des HCS, denn die haben das Sieger-Gen im Moment ja mit Löffeln gegessen.

Trotz aller Unzulänglichkeiten sollte der HC Sulzbach mit breiter Brust in seiner Halle auftreten. Nicht nur die aktuelle Tabellensituation spricht für eine Favoritenrolle der Herzogstädter sondern auch der Heimvorteil in der Hölle am Erlheimer Weg.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Smolik, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

40:24-Kantersieg gegen den VfB Forchheim

Handballfeuerwerk gut für die Psyche

Mit dem VfB Forchheim war am Samstag ein dankbarer Aufbaugegner zu Gast bei den Sulzbacher Handballern. Die Herzogstädter nutzten die Gunst der Stunde und brannten beim 40:24-Erfolg ein Handballfeuerwerk gegen die völlig überforderten Franken ab.

Das Lazarett der Gastgeber hatte sich zum Glück etwas gelichtet und so konnten Peter Andörfer und Marco Forster wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Auch der Schachzug von Trainer Klaus Küther, den abwehrstarken Stefan Ströhl ins Team zu nehmen, zeigte sich als Glücksfall. Besonders in der Anfangsphase, als die Gäste noch munter mitspielten und die Abwehr noch gefordert war. Doch der Mittelblock um Peter Englhard zeigte sich gefestigt und so war man auch beim rasanten Beginn beider Teams ständig leicht in Führung (5:3, 10:8). Nach ca. 20 Minuten erhöhte der HCS, angetrieben vom gut aufgelegten Spielmacher Peter Andörfer, noch einmal das Tempo. Im Angriff war es zwar wieder einmal Michael Waitz, diesmal mit 11 Treffern, der die meiste Gefahr ausstrahlte, doch auch die zuletzt so geschmähte Flügelzange mit Forster, Ströhl und Munker beteiligte sich an der Torejagd. Da konnte sich der weiterhin verletzte Kapitän Thommy Hartmann auf der Tribüne genüsslich zurücklegen. Beim Halbzeitstand von 19:12 war die Partie längst entschieden und die Fans freuten sich schon auf die zweite Halbzeit.

Die begann ohne die sonst so typische Schlafphase der Herzogstädter. Torhungrig gingen die Sulzbacher weiter ein atemberaubendes Tempo und degradierten die Forchheimer zu Statisten. Natürlich war bei den Gästen nun die Luft schnell heraus, vor allem weil ihnen gegen die aggressive Deckung der Sulzbacher so gar nichts gelingen wollte. Trainer Küther hatte ein Einsehen mit dem Gegner und tauschte seine Stammsieben nach 40 Minuten fast komplett aus (28:16). Doch auch die Nachrücker zeigten kein Mitleid mit dem nun immer mehr einbrechenden Gegner und nutzten die Gelegenheit sich zu präsentieren. Besonders Torhüter Thorsten Güthe hatte so richtig Spaß am Spiel und entschärfte kurz hintereinander drei Siebenmeter. Am Ende durften die Joungster Marek Nachtman und Marco Forster noch etwas zaubern und auch das Kreisläufertalent Martin Burckhard freute sich über sein Tor.

„Der 40:24-Kantersieg kam gerade zur rechten Zeit, um die angeschlagene Psyche des Teams zu verbessern“, so ein restlos zufriedener Coach Klaus Küther nach der Partie. Nun kann man beruhigt in die beiden nächsten schweren Auswärtsspiele gegen Kunstadt und Amberg gehen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Waitz 11(3), Andörfer 6, Forster 5, Ströhl 4, Munker 4, Nachtman 3, Smolik 2, Artz 2, Moritz 2, Burkhardt 1, Englhard, Stauber

Bericht: cwh