Vor dem Spiel
HC Sulzbach in Zugzwang
Gegen VfB Forchheim ist ein Sieg trotz Verletzungspech das Gebot der Stunde
Langsam wird es ernst für die Sulzbacher Handballer. Während das Punktekonto mit nur zwei Zählern aus vier Spielen noch recht dünn ist, wächst die Zahl der Ausfälle immer weiter an. Da kann es im zweiten Heimspiel der Saison gegen den VfB Forchheim nur lauten: Augen zu und durch und für die Kameraden auf der Tribüne kämpfen. Die Partie findet wie gewohnt am Samstag um 16.30 Uhr in der Realschulhalle statt.
Neben Thomas Hartmann, Marco Forster und Peter Andörfer, klagen nun auch Jiri Smolik und Thomas Stauber über diverse Verletzungen. Zwar hofft man im Sulzbacher Lager noch auf den einen oder anderen Rückkehrer in das Team, doch aus den Vollen schöpfen kann Trainer Klaus Küther auf keinen Fall. Trotzdem glaubt man in der Herzogstadt an den zweiten Sieg in dieser Runde, denn die Forchheimer stecken selbst in einer mittelschweren Krise. Noch keinen Punkt hat sich die Mannschaft von Trainer Elmar Ehrich bisher erkämpft und es scheint so, dass es für die Franken ein ähnlich schweres Jahr, wie in der letzten Saison werden wird. Da konnte sich die Truppe nur über die Relegation in der Landesliga halten. Eigentlich wollten die Oberfranken sich diesen Stress diesmal ersparen, doch Trainer Ehrich beklagt vor allem die begrenzten spielerischen Mittel seines Teams. So sind es vor allem die individuellen Stärken der Spieler, die für Gefahr sorgen. Die Oberfranken hoffen, dass diese Pluspunkte und viel Engagement für einen Sieg bei der angeschlagenen HC-Truppe reichen wird, denn der VfB braucht dringend ein Erfolgserlebnis.
Das wünschen sich auch die Sulzbacher Handballer. Die beiden Niederlagen gegen Münchberg und Coburg zehren an den Nerven der Spieler und der Verantwortlichen. Immerhin sind die Probleme, die die Küther-Truppe zurzeit hat, schnell erkannt. Im Angriff fehlen ohne die Routiniers Andörfer und Hartmann die spielerischen Mittel. Zum Glück kann man sich hier auf die überragende Form von Torjäger Michael Waitz verlassen, der kaum zu stoppen ist. Die größte Schwäche liegt aber in der Abwehr, wo Peter Englhard fast als Alleinunterhalter fungiert. Hier ist der Kampfgeist der anderen Akteure gefragt. Helfen könnte dabei auch der Einsatz des einen oder anderen erfahrenen Spielers aus der Reserve des HCS, denn die haben das Sieger-Gen im Moment ja mit Löffeln gegessen.
Trotz aller Unzulänglichkeiten sollte der HC Sulzbach mit breiter Brust in seiner Halle auftreten. Nicht nur die aktuelle Tabellensituation spricht für eine Favoritenrolle der Herzogstädter sondern auch der Heimvorteil in der Hölle am Erlheimer Weg.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Smolik, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber
Bericht: cwh
