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Saison 2012/2013
Samstag, 24. November 201218:30 Uhr

Herren IgegenHSG Lauf/Heroldsberg

Heim

Herren I

25 : 31

Endergebnis

Gast

HSG Lauf/Heroldsberg

Spielort

Krötensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Handballevent mit Verlosung

Continental Engineering Services präsentiert die Partie des Spitzenreiters gegen die HSG Lauf/Heroldsberg

Die Firma Continental Engineering Services, Teampartner der Herren I des HC Sulzbach, präsentiert das Heimspiel am kommenden Samstag gegen die HSG Lauf/Heroldsberg. Neben dem gewohnten Handballspektakel wartet am Samstag deshalb auch noch eine attraktive Verlosung mit tollen Gewinnen auf die Fans der Herzogstädter. Der renommierte Autozulieferer ist auch immer auf der Suche nach Spitzenkräften und fühlt sich deshalb beim Spitzenreiter der Landesliga Nord sicher gut aufgehoben. Die Partie findet zur Primetime um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle statt.

Völlig unbeeindruckt von diesem Spektakel dürfte der Gast aus Mittelfranken bei den Sulzbachern antreten. Das Team von Trainer Andreas Tam liegt mit 8:8 Punkten im gesicherten Mittelfeld und kann auf einen deutlichen Aufwärtstrend bauen. Die letzten beiden Spiele in Helmbrechts und gegen den TV Erlangen/Bruck wurden gewonnen und so sehen sich die Franken voll im Soll ihrer Saisonplanung. Ein Akteur hat sicher sogar etwas heimatliche Gefühle in der Herzogstadt, spielte Thorsten Artz doch einige Jahre beim Handballclub und hat zu vielen Sulzbachern noch freundschaftliche Bande. Jetzt ist er allerdings einer der Toptorschützen der Gäste und bildet mit dem jungen Felix Ehler ein gefährliches Rückraumduo. Sowieso war der Angriff in den letzten Spielen das Sahnestück der Franken, während die Abwehr doch eher verwundbar erscheint. Der Tabellensechste hat auf alle Fälle nichts zu verlieren und wer das letzte Heimspiel der Rohrbach-Truppe gegen die HG Ansbach gesehen hat, der weiß wie schwierig die Teams, die als Außenseiter kommen, zu bezwingen sind.

So überheblich wie gegen die Ansbacher werden die Gastgeber aber sicher nicht noch einmal auflaufen. Spätestens dieser Schuss vor dem Bug dürfte alle aufgeweckt haben, die glauben, dass man mit angezogener Handbremse durch die Liga düsen kann. Dazu sind die Teams leistungsmäßig zu nahe beisammen. Trainer Christian Rohrbach wird seine Jungs sicher daran erinnern, dass man sich einen Sieg immer erst erkämpfen muss. Für die Galerie kann man erst spielen, wenn die Beute eingefahren ist. Immerhin hofft der Coach auf einen besser bestückten Kader als zuletzt, wo die Torjäger Michael Waitz und Björn Kreyßig schmerzlich vermisst wurden. Sicher nicht mehr dabei ist ja Torhüter Max von Borstel, der bereits vor zwei Wochen verabschiedet wurde. Für ihn wird wohl das Nachwuchstalent Tobias Männl oder Routinier Matthias Prasse auflaufen um den Hexer aus Pilsen, Zdenek Vojtech, zu unterstützen.

Eine gute und eine schlechte Seite haben auch die vielen Spielpausen in den letzten Wochen. Zwar konnte der eine oder andere, angeschlagene Akteur seine Verletzung auskurieren, doch für den Spielrhythmus sind die Unterbrechungen Gift. So heißt es am Samstag für die Spieler sich schnell in die Partie hinein zu beißen, dann kann der Sieger nur HC Sulzbach heißen. Wenn dies aber nicht gelingt, dürfen sich die Fans zumindest einmal wieder auf einen Handballkrimi freuen.

HC Sulzbach: Vojtech, Männl, Prasse (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Waitz, Forster, Schmidt, Kaspar, Kreyßig Björn, Baumgärtel, Hartmann

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Tabellenführer stolpert in eigener Halle

HSG Lauf/Heroldsberg entführt mit 31:25 beide Punkte aus der Herzogstadt

Jetzt hat es auch den HC Sulzbach erwischt. Was sich in den letzten Spielen schon angedeutet hat war am vergangenen Samstag nicht mehr zu retuschieren. Der Mannschaft fehlt in diesen Tagen der Kampfgeist und der Siegeswille der ersten Spiele und so entführte die starke, aber sicher nicht unschlagbare HSG Lauf/Heroldsberg hochverdient mit 31:25 Toren beide Punkte aus der Herzogstadt. Die Sulzbacher sind zwar immer noch Tabellenführer der Landesliga, doch die Verfolger rücken näher heran und freuen sich diebisch über das Husarenstück der Mittelfranken in der Oberpfalz.

In der ersten Halbzeit sah es noch ganz danach aus, als ob der Gastgeber das Spiel soeben nach Hause schaukeln könnte. Zwar war die Partie hier schon ausgeglichen, doch bis zum Pausenpfiff hatten sich die Herzogstädter einen knappen 15:13-Vorsprung herausgespielt und die Fans hofften auf die bekannt starke zweite Halbzeit der Rohrbach-Truppe. Doch der aufmerksame Zuschauer konnte schon hier erkennen, dass dieses Match noch lange nicht in trockenen Tüchern war. Wenn die Gäste in dieser Phase nicht reihenweise am Tor vorbei gezielt hätten wären sie längst in Führung gelegen. So deuten die 13 Gegentore zwar auf eine ordentliche Abwehrleistung hin, aber hier war mehr Glück im Spiel als es die pomadig auftretende Heimmannschaft verdient hätte. Einzig Torhüter Zdenek Vojtech verdiente sich hier gute Noten und beteiligte sich mit Herz am Spiel, der Rest des Teams lebte von den Fehlern der Gäste aus Mittelfranken.

Nach der Pause war das Glück des Tabellenführers aber aufgebraucht. Die Franken hatten jetzt ihr Visier besser eingestellt hatten den Rückstand schnell aufgeholt (20:20). Nun witterte die Truppe von Coach Andreas Tam Morgenluft, denn sie hatte erkannt, dass der Gastgeber an diesem Tag verwundbar war. Schlimm war besonders, dass die Gäste die Hausherren mit ihren eigenen Mitteln schlugen. „Die spielen die gleichen Spielzüge wie wir“, so Trainer Rohrbach vor dem Spiel. Doch scheinbar war der Coach der einzige im Sulzbacher Team, der dies erkannt hatte. Aber es lag nicht nur an der besseren taktischen Disziplin der Gäste, sondern vor allem an der Einstellung mit der die Franken in dieses Nachbarderby gegangen sind. Die Gäste zerrissen sich förmlich vor Kampfgeist, während die Gastgeber immer noch glaubten, dass ihre individuellen Fähigkeiten ausreichen werden um die Partie noch umzubiegen. Dem war aber nicht so, weil die Laufer mit Felix Ehler den überragenden Spieler in ihren Reihen hatten und weil der bärenstarke Björn Bellert im Gästegehäuse am Ende von den Sulzbacher Angreifern zum Helden geworfen wurde und alles hielt was auf seinen Kasten kam. So verdienten sich nur noch Youngster Chris Meyer und Rechtsaußen Marco Forster ein Lob des Trainers, aber auch sie gingen im Lauf des Spieles mit einer leblosen Mannschaft unter.

Nun gilt es für das Team sich zu hinterfragen. Am Samstag standen nur Individualisten auf der Platte aber kein Team. Handball ist jedoch eine Mannschaftssportart, darüber sollte der eine oder andere einmal nachdenken.

HC Sulzbach: Vojtech, Prasse (Tor); Smolik 5, Meyer 5, Forster 5, Kreyßig Toni 3, Krizek 2, Waitz 2, Kaspar 2, Baumgärtel 1, Schmidt, Englhard, Ströhl

Bericht: cwh