Vor dem Spiel
Mit Rückenwind nach Partenstein
Herzogstädter wollen alles klar machen
Der Blick auf die Tabelle der Landsliga Nord war in dieser Woche für die Sulzbacher Handballer wieder etwas rosiger anzusehen. Der doch etwas überraschende 34:31-Erfolg gegen den Aufstiegskandidaten Landshut und die gleichzeitigen Niederlagen der Verfolger aus Selb und Kunstadt legten ein etwas komfortableres Drei- bzw. Vier-Punkte-Poster zwischen diese Teams. Am Samstag hat die Rohrbach-Truppe nun die Gelegenheit mit einem Sieg beim TSV Partenstein den großen Befreiungsschlag zu schaffen. Die Partie beginnt um 19.30 Uhr und wer die Mannschaft unterstützen will, nimmt am besten den Fanbus, der um 14.30 Uhr am Sportpark abfährt.
Der Gastgeber aus Unterfranken hat sein Saisonziel bereits am letzten Samstag erreicht, zwar verlor die Truppe von Trainer Manfred Wirth beim TV Gerolzhofen mit 27:31 Toren, doch durch die Niederlagen der Abstiegskandidaten sind die Partensteiner nicht mehr von den rettenden Plätzen zu verdrängen. Zu verdanken hat dies der Aufsteiger vor allem seiner enormen Heimstärke. In eigener Halle gelten die Franken als fast unschlagbar und wenn das Team nicht bei Auswärtsspielen genauso konsequent den Kürzeren gezogen hätte, wäre ein noch besserer Tabellenplatz möglich gewesen. Auch im Hinspiel in der Herzogstadt bestätigte die Mannschaft aus dem Spessart diese Regel und verlor mit 29:32 Toren. Damals glänzte vor allem Routinier Janos Wagenbach als sicherer Strafwurfschütze und der agile Kreisläufer Daniel Born, der auch in den letzten Spielen für die entscheidenden Tore der Partensteiner sorgte, die den Klassenerhalt sicherten.
Darauf zu hoffen, dass die Gastgeber nach dem geschafften Saisonziel die Zügel etwas schleifen lassen dürfen sich die Gäste jedoch nicht verlassen. Natürlich wollen die Franken ihren Heimnimbus wahren und so müssen die Punkte in Partenstein sicher wieder hart erkämpft werden. Doch der HCS fährt verständlicherweise mit breiter Brust nach Unterfranken, denn die Leistung in der zweiten Halbzeit gegen Landshut lässt auch auf ein Erfolgserlebnis an diesem Samstag hoffen. Mit dem zuletzt angeschlagenen Peter Andörfer und dem diesmal sicher anwesenden Christoph Baumgärtel kehren zwei enorm wichtige Spieler in die Mannschaft zurück. Besonders in der Abwehr hat Coach Christian Rohrbach damit bedeutend mehr Alternativen als zuletzt.
Mit dem Selbstbewusstsein des Landshutsieges im Rücken sollten die Sulzbacher Handballer diesmal einfach den Kampfgeist vom letzten Samstag mit in den Bus nehmen und die Chance beim Schopf packen. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Smolik, Hartmann, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Ströhl, Burkhardt
Bericht: cwh
