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Saison 2011/2012
Samstag, 17. Dezember 201119:00 Uhr

TSV RödelseegegenHerren I

Heim

TSV Rödelsee

30 : 23

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Rödelsee ein zu harter Brocken?

HCS hat nichts zu verlieren beim Favoriten

Das letzte Heimspiel der Sulzbacher Handballer findet am Samstag um 19.00 Uhr beim TSV Rödelsee in der Sickergrundhalle in Kitzingen statt. Gegen den hohen Favoriten aus Unterfranken können die Herzogstädter wohl nur auf ein vorweihnachtliches Wunder hoffen, denn die Multi-Kulti-Truppe aus Rödelsee gehört zu den fünf Topteams der Liga, die den Titel wohl unter sich ausmachen werden. Nur vier Punkte trennen den Tabellenfünften von der Tabellenführung, da ist noch alles drin und die Gastgeber können sich noch keine Gastgeschenke im Advent leisten.

Die hätte der Tabellenachte aus Sulzbach aber bitter nötig, denn die Oberpfälzer warten seit nunmehr sechs Spielen auf einen Punktgewinn und rutschen so langsam immer tiefer in den Abstiegsstrudel hinein. Ganze zwei Punkte trennen den Tabellensechsten vom Relegationsplatz und genau da ist man mittendrin statt nur dabei.

Wenn man sich die klangvollen Namen der Truppe aus dem Weinland so ansieht, kann einem schon etwas Angst werden, doch das ist ein Wort das die Herzogstädter natürlich aus ihrem Wortschatz gestrichen haben. Gabor Csorba, Radovan Suchy, Michal Tonar und Trainer Dusan Suchy bringen viele internationale Erfahrung in das Team und sind mit allen Wassern gewaschen. Da freut man sich dann doch, dass mit Sebastian Piller ein ehemaliger Sulzbacher Akteur in den Reihen der Rödelseer steht, der etwas nostalgische Gefühle bei der Rohrbach-Truppe weckt. Warum die Supertruppe dann doch nur aktuell am Ende der Führungsgruppe steht ist so kaum nachzuvollziehen, denn besonders der tschechische Ex-Nationalspieler Tonar ist in der Regel immer in der Lage ein Spiel ganz allein zu entscheiden.

Trainer Christian Rohrbach hat zwar auch einige Spieler im Kader, die wie Jiri Smolik oder Michael Waitz Torjägerqualitäten besitzen, aber das Gesamtpaket ist personell deutlich schwächer besetzt als die gestandenen Bayernligateams. So fehlt den Herzogstädtern in den entscheidenden Phasen oft die Routine und Kraft, um eine Führung zu verteidigen. Hier ist der Kader einfach zu dünn besetzt und wenn dann noch Verletzungspech dazu kommt wird es eng. Vielleicht fehlt in diesen Wochen auch einfach das Erfolgserlebnis, das dann die Kräfte freisetzt, die man zu Beginn der Saison noch mobilisieren konnte.

Ein beherztes Spiel in Rödelsee, mit einem achtbaren Ergebnis und die danach folgende Winterpause, könnten die Akkus der Sulzbacher Cracks wieder aufladen, um in der Rückrunde wieder mit frischem Mut anzugreifen. Noch stehen den Herzogstädtern alle Möglichkeiten offen, denn die Konkurrenz im Abstiegskampf bekleckert sich ja zum Glück auch nicht mit Ruhm.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech, von Borstel (Tor); Hartmann, Kaspar, Waitz, Smolik, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Blödt, Andörfer

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Zu viele Chancen liegen gelassen

TSV Rödelsee verdienter 30:23-Sieger

Nichts zu holen gab es auch im letzten Spiel der Hinrunde für die Sulzbacher Handballer. Obwohl die zahlreich mitgereisten Fans die Partie in der Sickergrundhalle zu einem Heimspiel gemacht hatten, war am Ende der Gastgeber TSV Rödelsee ein verdienter 30:23-Sieger. Die Unterfranken waren die Mannschaft, die clever und treffsicher agierte, während die Herzogstädter zahlreiche Chancen liegen ließen, die locker für zwei Spiele gereicht hätten.

Dabei war der Start in die Partie durchaus verheißungsvoll. Mit einem starken Zdenek Vojtech im Tor dominierten die Gäste die ersten fünfzehn Minuten des Spiels. 4:2 und 7:5 für die Sulzbacher stand es da, weil der Rödelseer Superstar Michal Tonar noch nicht in die Partie gefunden hatte und weil Jiri Smolik und Sebastian Braun die Spielzüge sicher verwandelten. Doch leider sind hier bereits die einzigen Feldspieler genannt, die an diesem Tag Normalform erreichten. Der Rest der Rohrbach-Truppe schoss den ohnehin sehr starken Torhüter der Gastgeber in der Folgezeit nur noch warm und so war es mit der Herrlichkeit des Gästeteams zehn Minuten vor der Pause vorbei. Die Rödelseer nutzen die Harmlosigkeit der Sulzbacher Angreifer gnadenlos aus und zogen bis zur Halbzeit von 8:8 auf 12:8 davon. Besonders die sonst so gefürchtete Flügelzange der Herzogstädter übertraf sich beim Auslassen von Großchancen. Hier fehlte der langzeitverletzte Marco Forster an allen Ecken und Enden.

Auch nach der Pause ging kein wirklicher Ruck durch die Mannschaft. Zwar wurde nun die Trefferquote etwas besser, doch im selben Maße ließ die Abwehrarbeit nach. So reichte den Gastgebern eine durchschnittliche Leistung um die Sulzbacher auf Distanz zu halten (16:12, 21:16). Nur einige Glanztaten der Torhüter Zdenek Vojtech und Max von Borstel, die zusammen immerhin noch vier Strafwürfe hielten und die individuelle Wurfstärke von Sebastian Braun verhinderten einen noch größeren Rückstand. Doch zu einer echten Aufholjagd reichte das nicht aus. Im Gegenteil, am Ende bauten die Hausherren den Vorsprung noch etwas aus, weil den Herzogstädtern nun auch die Luft ausging.

Nun gilt es, in der Winterpause die Wunden der Negativserie der letzten Wochen zu lecken, um im neuen Jahr mit hoffentlich komplettem Kader das Ziel Klassenerhalt frisch anzugreifen. Die Hinrunde beendete der Aufsteiger als Tabellenzehnter zwar auf einem Nichtabstiegsplatz, doch nur noch ein Punkt trennt die Rohrbach-Truppe von den Abstiegsrängen.

HC Sulzbach: Vojtech, von Borstel (Tor); Braun 10(2), Smolik 5, Ströhl 2, Hartmann 2, Kaspar 2, Blödt 1, Waitz 1, Krizek, Wertmiller, Ott, Forster K.

Bericht: cwh