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Saison 2011/2012
Samstag, 12. November 201119:30 Uhr

TuS Fürstenfbr.gegenHerren I

Heim

TuS Fürstenfbr.

37 : 16

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Fortuna muss helfen

Kaum Chancen beim Regionalliaabsteiger aus Fürstenfeldbruck

Nach zwei knappen, aber selbstverschuldeten Niederlagen in Folge, wäre eigentlich mal wieder ein Punktgewinn für die Sulzbacher Handballer fällig, aber das Auswärtsspiel beim Regionalligaabsteiger TuS Fürstenfeldbruck ist wohl eher eine „mission impossible“, in der die Rohrbach-Truppe zwar nichts zu verlieren hat, aber bei realistischer Betrachtung auch nichts gewinnen kann. Die Partie beim Favoriten aus Oberbayern beginnt am Samstag um 19.30 Uhr in der Wittelsbacher Halle in FFB.

Die „Brucker“ peilen nach dem unglücklichen Abstieg in der letzten Saison den sofortigen Wiederaufstieg in die 3. Liga an, doch nach zwei Niederlagen gegen die Mitfavoriten aus Auerbach und Lohr befindet sich die Truppe von Trainer Martin Wild zurzeit nur in der Rolle des Jägers. Zwei Punkte trennen den Tabellendritten vom Spitzenreiter aus Auerbach, doch spätestens nach dem überzeugenden 38:28-Kantersieg in Rödelsee haben die Oberbayern ihre Ansprüche wieder frisch definiert. Mit dem beweglichen Spielmacher Maxi Dück und dem pfeilschnellen Außenspieler Andreas Knorr verfügt der Gastgeber über zwei außergewöhnliche Torjäger, die in der Spitzengruppe der Bayernligatorjäger eine gute Rolle spielen. Doch das Team lebt nicht nur von ihren Topstars, sondern vor allem von ihrer Spielstärke. Die regionalligaerfahrenen Cracks können einen traumhaft schnellen Ball spielen und leisten sich kaum technische Fehler.

Gastgeschenke kann der HC Sulzbach also nicht erwarten. Wie es geht konnten sich die Sulzbacher Experten beim Gastspiel der Brucker in Auerbach ansehen. Mit viel Geduld, einer fast perfekten Chancenauswertung und jede Menge Kampfgeist sind die Oberbayern durchaus zu gefährden, doch ob die Herzogstädter schon diese Klasse haben ist nach den zuletzt schwachen Leistungen eher fraglich. Da müssen schon alle Akteure nahe an ihre Bestleistung herankommen und Glücksgöttin Fortuna ein wohlwollendes Auge auf die Oberpfälzer werfen. Zumindest ein achtbares Ergebnis erhofft sich Trainer Rohrbach von seinem Team, das weiterhin ohne Thomas Hartmann auskommen muss. Eine starke Leistung gegen die favorisierten Hausherren könnte die Initialzündung für die nächsten Spiele sein, in denen noch durchaus schlagbare Gegner auf die Sulzbacher warten.

Vorstand Christian Weiß fordert von seiner Mannschaft einen engagierten Auftritt und erwähnt nebenbei, dass jedes Spiel erst nach 60 Minuten verloren ist. Auch eine „mission impossible“ hatte schon ein glückliches Ende – zumindest im Kino.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Kaspar, Waitz, Smolik, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner, Blödt, Schmidt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

FFB war keine Reise wert

Historische 16:37-Pleite in Oberbayern

Fassungslos standen Trainer, Spieler und Fans am Samstagabend in der Wittelsbacher Halle in Fürstenfeldbruck und versuchten zu realisieren, was in den 60 Minuten zuvor geschehen war. 37:16 hatten die Herzogstädter soeben die Partie beim Regionalligaabsteiger verloren und sich damit die wahrscheinlich deftigste Packung der jüngeren Vereinsgeschichte eingehandelt. Natürlich sind das auch nur zwei verlorene Punkte, mit denen man sowieso nicht gerechnet hat, doch die Art und Weise der Mega-Schlappe wird doch Spuren hinterlassen und so ist in der kommenden Woche mentale Aufbauarbeit der wichtigste Aspekt.

Eine chronologische Abfolge des Spielgeschehens können wir uns diesmal sparen. Nur die ersten zehn Minuten sind erwähnenswert, als die Gäste eine schnelle 3:0-Führung der Brucker, dank einiger Paraden von Torhüter Zdenek Vojtech egalisierten und die Partie bis zum 5:4 offen hielten. Danach war das Spiel ein einziges Schaulaufen der total überlegen Gastgeber, die wohl selbst etwas überrascht waren, wie leicht es ihnen der HC Sulzbach an diesem Tag machte. 12:5, 15:7 und 19:9 waren die Stationen zum Halbzeitstand und auch nach der Pause erhöhte sich der Vorsprung der Fürstenfeldbrucker in beständiger Art und Weise bis zum Endstand von 37:16.

Da hilft es auch nicht viel ein paar Entschuldigungen zu suchen. Natürlich fehlten mit Thomas Hartmann und Marco Forster zwei wichtige Akteure und spielten Michael Waitz und Stefan Ströhl grippegeschwächt, doch auch mit gesundem und vollständigen Kader wäre man gegen diese entfesselt aufspielenden Oberbayern an diesem Tage chancenlos gewesen. Der alles überragende Maximilian Dück (14 Treffer) und seine Mitspieler konnten schalten und walten wie sie wollten. Das begann schon in der Abwehr der Gastgeber, die gefühlte zehnmal den Ball der verunsicherten Sulzbacher Angreifer klauten und so zu vielen einfachen Gegenstoßtoren kamen, aber auch im Positionsangriff konnten die Brucker ihre Spielzüge in aller Ruhe abspielen, da sich die Gegenwehr der Abwehr in sehr engen Grenzen hielt. Einzig die manchmal aufblitzende Klasse der beiden Keeper Güthe und Vojtech verhinderten ein noch größeres Debakel und so waren dann auch die Torhüter die einzigen Akteure der Herzogstädter, die mit erhobenen Haupt die Halle verlassen konnten.

Nun gilt es diese Niederlage irgendwie korrekt einzuordnen um bleibende Schäden in den Köpfen der Spieler zu verhindern. Die Jungs müssen sich im Klaren sein, dass so Spiel eine besondere Situation ist, die man zwar analysieren, aber dann auch schnell abhaken muss. Das Leistungsvermögen des Teams ist sicher viel höher, als in FFB gezeigt, sonst stünde man nicht immer noch auf dem sechsten Platz dieser starken Liga. Doch einige Spieler sollten sich schon mal hinterfragen, ob die zuletzt gezeigten Leistungen ihren eigenen Ansprüchen genügen. Im nächsten Heimspiel haben die Jungs dazu die Gelegenheit und Vorstand Christian Weiß erwartet von seiner Mannschaft eine Reaktion die das Debakel dieser Partie schnell in Vergessenheit geraten lässt.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Waitz 4, Smolik 3, Ströhl 2, Wertmiller 2, Moritz 2, Krizek 1, Braun 1, Kaspar 1, Blödt, Hausner

Bericht: cwh