Vor dem Spiel
Fortuna muss helfen
Kaum Chancen beim Regionalliaabsteiger aus Fürstenfeldbruck
Nach zwei knappen, aber selbstverschuldeten Niederlagen in Folge, wäre eigentlich mal wieder ein Punktgewinn für die Sulzbacher Handballer fällig, aber das Auswärtsspiel beim Regionalligaabsteiger TuS Fürstenfeldbruck ist wohl eher eine „mission impossible“, in der die Rohrbach-Truppe zwar nichts zu verlieren hat, aber bei realistischer Betrachtung auch nichts gewinnen kann. Die Partie beim Favoriten aus Oberbayern beginnt am Samstag um 19.30 Uhr in der Wittelsbacher Halle in FFB.
Die „Brucker“ peilen nach dem unglücklichen Abstieg in der letzten Saison den sofortigen Wiederaufstieg in die 3. Liga an, doch nach zwei Niederlagen gegen die Mitfavoriten aus Auerbach und Lohr befindet sich die Truppe von Trainer Martin Wild zurzeit nur in der Rolle des Jägers. Zwei Punkte trennen den Tabellendritten vom Spitzenreiter aus Auerbach, doch spätestens nach dem überzeugenden 38:28-Kantersieg in Rödelsee haben die Oberbayern ihre Ansprüche wieder frisch definiert. Mit dem beweglichen Spielmacher Maxi Dück und dem pfeilschnellen Außenspieler Andreas Knorr verfügt der Gastgeber über zwei außergewöhnliche Torjäger, die in der Spitzengruppe der Bayernligatorjäger eine gute Rolle spielen. Doch das Team lebt nicht nur von ihren Topstars, sondern vor allem von ihrer Spielstärke. Die regionalligaerfahrenen Cracks können einen traumhaft schnellen Ball spielen und leisten sich kaum technische Fehler.
Gastgeschenke kann der HC Sulzbach also nicht erwarten. Wie es geht konnten sich die Sulzbacher Experten beim Gastspiel der Brucker in Auerbach ansehen. Mit viel Geduld, einer fast perfekten Chancenauswertung und jede Menge Kampfgeist sind die Oberbayern durchaus zu gefährden, doch ob die Herzogstädter schon diese Klasse haben ist nach den zuletzt schwachen Leistungen eher fraglich. Da müssen schon alle Akteure nahe an ihre Bestleistung herankommen und Glücksgöttin Fortuna ein wohlwollendes Auge auf die Oberpfälzer werfen. Zumindest ein achtbares Ergebnis erhofft sich Trainer Rohrbach von seinem Team, das weiterhin ohne Thomas Hartmann auskommen muss. Eine starke Leistung gegen die favorisierten Hausherren könnte die Initialzündung für die nächsten Spiele sein, in denen noch durchaus schlagbare Gegner auf die Sulzbacher warten.
Vorstand Christian Weiß fordert von seiner Mannschaft einen engagierten Auftritt und erwähnt nebenbei, dass jedes Spiel erst nach 60 Minuten verloren ist. Auch eine „mission impossible“ hatte schon ein glückliches Ende – zumindest im Kino.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Kaspar, Waitz, Smolik, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner, Blödt, Schmidt
Bericht: cwh
