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Saison 2009/2010
Sonntag, 18. Oktober 200916:30 Uhr

ASV DachaugegenDamen I

Heim

ASV Dachau

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Damen I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Auf nach Dachau - Herzogstädterinnen zu Gast beim Tabellensiebten

Fragezeichen hinter Einsatz von Melli Kopp

Sulzbach (lis). Nach dem knappen aber glücklichen Heimsieg gegen Aufsteiger Günzburg reisen die Sulzbacher Handballerinnen am vierten Spieltag zum Tabellensiebten ASV Dachau. Anpfiff der Auswärtspartie ist am Sonntag um 16:30 Uhr in der Georg-Scherer-Halle in der Gröbenrieder Straße. Die Mannschaft von ASV-Trainerin Marion Peccolo ist mit 4:2 Punkten in die diesjährige Bayernligasaison gestartet und hat sich schon mal auf den Kampf um den Klassenerhalt eingestellt. Dies mag sicherlich überraschend klingen, denn die Dachauerinnen gehörten in den vergangenen Jahren immer mal wieder zur Spitzengruppe in der Handballbayernliga und hatten sogar ein kurzes Intermezzo in der Regionalliga (Spielzeit 2003/2004). Doch eine mittelmäßige Vorbereitung mit vielen Urlaubern und Verletzten und magere Testspielergebnisse bereiten den ASV-Verantwortlichen kleine Sorgenfalten. Auch den Verlust von Anne Gerhards (ESV Regensburg) wird das Team nicht von heute auf morgen kompensieren können. Dennoch konnten auch einige Neuzugänge verpflichtet werden, die in der jungen Spielzeit schon bestens integriert scheinen: Ines Wawerla kam vom FC Bayern München und erzielte bereits sieben Treffer für ihren neuen Verein ASV Dachau. Neben Wawerla wechselten Torfrau Vera Wollinger vom PSV München, Silke Höppner (Great Dane Handball Club London) und Monika Schnell vom TSV Vaterstetten nach Dachau. Die Ergebnisse des ASV sind überraschend und schwer einzuschätzen: einer deutlichen Klatsche gegen Erlangen folgt ein umjubelter Heimsieg gegen den TSV Winkelhaid. Und letzte Woche dann ein sehr knapper Sieg gegen den TV Etwashausen. Besonders weil der neue ASV Dachau so schwer einzuschätzen ist, reisen die Herzogstädterinnen mit großem Respekt in den Münchner Vorort und müssen am Spielfeld absolut hellwach sein. Die beiden Flügelflitzerinnen Katrin Lichtlein und Claudia Voss drücken mächtig aufs Tempo und gelten als die Geheimwaffen des ASV. Auch Dachaus Torfrau Veronika Marquart gehört zu den Besten der Liga und sollte auf keinen Fall „warmgeworfen“ werden – dies kann im schlimmsten Fall spielentscheidend sein, was auch der TV Etwashausen zuletzt schmerzlich zu spüren bekommen hat. Außerdem verfügen die Dachauerinnen mit Simone Hofmann über eine sehr erfahrene und spielstarke Linkshänderin, die mit ihren Unterhandwürfen im letzten Duell in Dachau die HC-Abwehr das ein oder andere Mal überlisten konnte. Somit ist der HC Sulzbach durchaus gewarnt vor Dachaus Unberechenbarkeit! Dennoch wollen die HC-Mädels alles geben, um nach Möglichkeit ihren vierten Sieg in Folge verbuchen zu können. Dieses Unterfangen dürfte aber sehr, sehr schwer werden. Neben den Langzeitverletzten Rösl und Himmerer steht jetzt auch ein dickes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Melli Kopp. Es bleibt abzuwarten ob die jungen Nachwuchstalente Marina Mühlberger, Franzi Luber und Steffi Häckl in den Sonntagskader berufen werden.

HC Sulzbach:

Tor: Babsi Viechtl, Jenni Ernst; Feld: Vroni Herrmann, Tanja Pelikan, Petra Fleißner, Maria Schlosser, Lisa Steiner, Franziska Scheidler, Melli Kopp (?), Julia Haske, Kristina Steiner;

Nach dem Spiel

Vierter Sieg in Folge bedeutet Rang vier für HC-Mädels

Traumstart trotz Blessuren

Sulzbach (lis). Traumstart für die Sulzbacher Handballerinnen! Am Sonntag gelang der vierte Sieg in Serie gegen den Vorjahressechsten ASV Dachau, den man durch eine geschlossene Mannschaftsleistung am Ende mit 27:28 (12:13) bezwang. Mit 8:0 Punkten auf dem Konto ist der Start in die zweite Bayernligasaison für den HC Sulzbach nahezu perfekt, wären da nicht die vielen Verletzungen, die das Team derzeit verkraften muss. Diesmal erwischte es Spielmacherin Lisa Steiner, die sich kurz vor Schluss eine schmerzhafte Bänderverletzung im Sprunggelenk zuzog. „Die vier Siege sind enorm wichtig im Hinblick auf unser Saisonziel „Klassenerhalt“. Doch jeder Sieg hatte auch einen hohen Preis, denn jedes Mal verletzte sich mindestens eine unserer Spielerinnen. Bislang nichts dramatisches, aber mir wäre es recht, wenn wir auch ohne Verletzungen gewinnen würden!“, so Co-Trainer Martin Müller nach dem Spiel. Die Herzogstädterinnen brauchten etwas bis sie in die Partie fanden. Besonders in der Abwehr agierte der HC Sulzbach unnötig offensiv und machte sich das Leben dadurch selbst schwerer als nötig. Die Gastgeberinnen nutzten dies durch sehenswerte Tore aus zweiter Reihe oder durch Anspiele auf die ASV-Kreisläuferin. Somit sah sich HC-Coach Jürgen Heubeck frühzeitig gezwungen (9. Spielminute) ein Team-Time-Out zu nehmen, um sein Team zu ordnen und ihnen die nötigen taktischen Befehle zu geben: „Ihr müsst hinten viel defensiver agieren und vorne mit mehr Geduld spielen. Wartet auf eure Chancen. Und Ab!“ Dennoch gestaltete sich das Spiel bis dahin recht ausgeglichen, denn im HC-Positionsspiel lief es an diesem Tag deutlich besser als gegen den VfL Günzburg. Rückraumstar Maria Schlosser setzte ihre Nebenakteurinnen wie Kristina Steiner am Kreis oder Lisa Steiner auf Rückraum Mitte gekonnt in Szene. Zwar scheiterte sie selbst oft an der gegnerischen Torfrau oder dem Pfosten, doch mit genügend Geduld und dem nötigen Druck klappte dann doch der ein oder andere Hammer. Hätten die Sulzbacherinnen bis dahin nicht das ein oder andere Mal fahrlässig vergeben, hätte man sich im ersten Durchgang ein durchaus größeres Polster erspielen können. So reichte es am Ende nur für eine knappe 12:13 Führung zur Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste konzentriert und diszipliniert. Zwei Tore in Folge brachten erstmals einen drei Tore Vorsprung. Dieser konnte sogar beim Spielstand von 14:19 auf fünf Tore ausgebaut werden. In dieser Phase war Sulzbach auf allen Positionen brandgefährlich und so stand die ASV-Defensive gehörig unter Druck. Franzi Scheidler nutzte die Gunst der Stunde, setzte sich erfolgreich am ASV-Kreis durch und holte wenig später auch einen Strafwurf für ihr Team heraus. Doch plötzlich kam das HC-Spiel ins Stocken. Grund dafür waren vergebene Chancen im Angriff und eine desolate Phase in der Defensive. Viel zu löchrig und ohne Elan, gestattete man den Dachauerinnen auf 17:19 zu verkürzen. Doch zum Glück verfügen die Sulzbacherinnen mit Babsi Viechtl und Jenni Ernst über ein super Torhütergespann, die ihrem Team in den wichtigen Phasen den Rücken freihalten. Beide parierten in dieser Partie jeweils einen Siebenmeter und lenkten jeweils mehrere Bälle der Gegenspielerinnen mit unbändiger Willenskraft neben das HC-Gehäuse. Allmählich fing sich die Abwehr also wieder und den HC-Mädels gelang es auf 19:23 zu erhöhen. Doch damit war die Partie noch nicht entschieden. Knappe zwölf Minuten waren noch zu absolvieren. Das ASV-Team kämpfte weiter, um die drohende Niederlage noch abzuwenden. Doch der HC-Vorsprung hielt noch bis zum 22:25. Geschockt durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Lisa Steiner, die sich beim Abwehrversuch am eigenen Kreis am Sprunggelenk verletzte, verzettelte man sich im Angriff in unnötige Zweikämpfe und Hektik. Dachau verkürzte auf 25:26, ehe dann aus heiterem Himmel der 26:26 Ausgleich fiel. Auf der Bank meldete sich Lisa Steiner trotz Schmerzen zurück und sorgte im nächsten Angriff für das 26:27 für den HC Sulzbach. Jetzt schlug die Stunde von Flügelflitzerin Vroni Herrmann – die an diesem Tag Gold wert war. Mit fünf Treffern war sie an diesem Tag neben Petra Fleißner nicht nur erfolgreichste Werferin, sondern sie besiegelte nach einem sensationellem Konterpass von Torfrau Jenni Ernst die endgültige Niederlage für den ASV Dachau, als sie eiskalt am ASV-Kreis verwandelte. Den Dachauerinnen gelang zwar Sekunden vor Schluss noch das 27:28, doch dann war das Spiel aus und Sulzbach feierte den vierten Sieg im vierten Sieg und sicherte sich Rang vier in der Tabelle.

HC Sulzbach:

Tor: Babsi Viechtl, Jenni Ernst; Feld: Vroni Herrmann (5), Petra Fleißner (5), Maria Schlosser (5/1), Lisa Steiner (4), Melli Kopp (3/1), Franzi Scheidler (2), Kristina Steiner (2), Tanja Pelikan (1), Julia Haske (1), Marina Mühlberger, Diane Rösl;