Nach einer Woche mit suboptimalen Trainingsbedingungen für die Sulzbacher Jungs wurde der TSV 04 Feucht als echter Prüfstein ausgemacht. Der Grund hierfür, lag in den Erfahrungen der letzten Jahre und im guten Abschneiden der Feuchter gegen den HV Oberviechtach, gegen den unsere Jungen Wilden vor Wochenfrist noch über ein Unentschieden nicht hinaus gekommen waren. Und auch beim Eintreffen in der Halle merkte man, dass der Gastgeber das Spiel in die Kategorie Big-Points einsortiert hatte. Kleine Randnotiz zur Halle: aufgrund fehlender koffeinhaltiger Heißgetränke, richtete ein Elternpaar einen Kaffee-Shuttle für die zahlreich mitgereisten Sulzbacher ein. Vielen Dank!
Doch zum Spiel: ein Auftakt nach Maß gelang dem HCS in der Feuchter Zeidlerhalle und so musste der Trainer aus Feucht schon nach sieben Minuten und bei einem Spielstand von 2:7 für Sulzbach, die erste Auszeit nehmen. Der TSV drohte vom HCS-Angriff überrollt zu werden. Doch die Auszeit zeigte Wirkung und Feucht kam besser ins Spiel. Zudem geriet auf Sulzbacher Seite der Angriff ins Stocken, denn die Jungs vergaßen in dieser einzigen, schwächeren Phase weiter als Mannschaft zu agieren. Feucht hingegen ließ sich auch durch eine Verletzung des Halblinken nicht beirren, der sich bei einem Zusammenprall mit der Sulzbacher Abwehr einen Nasenbruch zuzog. Gute Besserung an ihn vom HC Sulzbach auf diesem Wege. Die Aufholjagd der Feuchter brachte sie bis zum Ende der ersten Halbzeit auf 12:13 an die Sulzbacher Jungs heran.
In der Halbzeitpause scheinen die Trainer Fabian und Birgit Rohrbach dann aber die richtigen Worte gefunden zu haben, denn was folgte ließ die Herzen der mitgereisten Fans höher schlagen. Angriffe wurden nun hochkonzentriert vorgetragen und konsequent zu Ende gespielt bis der am besten postierte Mann frei vor dem Feuchter Schlussmann auftauchte. Rechtsaußen Fabian Kammerl überzeugte in dieser Phase durch eine lupenreine Wurfquote. Und noch einer wusste an diesem Tag auf der halbrechten Seite zu überzeugen: Luca Eichenmüller ging konsequent und im richtigen Bruchteil der Sekunde auf die Lücken in der Feuchter Abwehr, die sich durch das stets torgefährliche Positionsspiel des Sulzbacher Rückraums ergaben. In der Abwehr sorgte die richtige Stimmung für den nötigen Zusammenhalt und nach Elias Lay, parierte nun auch Lorenzo Neder im Sulzbacher Tor prächtig. Auch eine abermalige Auszeit der Feuchter half da nichts mehr und die fairen Gastgeber ergaben sich ihrem Schicksal. Eine sehr faire Geste des Feuchter Trainers war das Zugeständnis eines Treffers von Simon Sehnke an das hintere Torgestänge, den der Unparteiische als vermeintlichen Pfostentreffer ausgemacht hatte. Über den 30. Treffer, erzielt von Felix Schwegler, gelang den Sulzbacher Jungen Wilden vorübergehend sogar ein 14-Tore-Vorsprung. Der 21:33-Endstand resultiert aus einer tollen Mannschaftsleistung, die auch dadurch deutlich wird, dass diesmal alle Feldspieler am Tore werfen beteiligt waren.
So konnte der Sulzbacher Tross auf dem Heimweg gut gelaunt zur gemeinsamen Brotzeit einkehren.
Tor: Lay, Leibig, Neder Feld: Sommer (8), Eichenmüller (7), Kammerl (5), Uschold (4), Sehnke, Kistenpfennig (3), Falk (2), Schwegler (1)