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Saison 2011/2012
Samstag, 26. November 201114:30 Uhr

HSG FichtelgebirgegegenDamen I

Heim

HSG Fichtelgebirge

34 : 32

Endergebnis

Gast

Damen I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

HCS beim alten Rivalen

Gegen Fichtelgebirge klarer Außenseiter

(flz) Gegen den alten Rivalen HSG Fichtelgebirge antreten bedeutete für die Damen des HC Sulzbach eigentlich immer, dass man sich auf ein enges Spiel einstellen konnte, das so oder so ausgehen konnte. Wenn die Reise am Samstag (Anwurf 14.30 Uhr) nach Marktredwitz geht, ist der HCS allerdings klarer Außenseiter.

Die Gastgeberinnen um Spielmacherin Vera Hermankova haben nach schwachem Saisonstart fünf Spiele in Folge gewonnen und schweben auf einer Erfolgswelle. Der fünfte Tabellenplatz ist Beweis dafür, dass das Team aus Oberfranken in den letzten Jahren eine formidable Entwicklung genommen hat. Der neue tschechische Trainer Josef Hermanek kann dabei eventuell erstmals wieder auf Jessica Lenhard nach ihrem Fingerbruch zurückgreifen.

Anders die Vorzeichen bei den Herzogstädterinnen, die nach einer miserablen Vorstellung in der Abwehr das Kellerduell gegen Neuaubing verloren und seit nunmehr vier Partien auf Punkte warten. Was zu denken gibt, ist, dass die Trainer nahezu auf den gesamten Kader zurückgreifen können und somit regelmäßig Spielerinnen gezwungenermaßen auf die Tribüne verbannen.

Es gilt, sich in diesem schweren Auswärtsspiel möglichst teuer zu verkaufen und das angeknackste Selbstbewusstsein über eine gute Abwehrleistung zurück zu bekommen. Wirklich wichtig wird es an den nächsten beiden Spieltagen gegen Garitz und Augsburg, wo die Punkte für die Hinrunde eingefahren werden müssen.

Tor: Babsi Viechtl, Nina Aures; Feld: Maria Schlosser, Lisa Steiner, Katharina Eichenmüller, Petra Fleißner, Tanja Frisch, Sandra Christlein, Franzi Scheidler, Franzi Luber, Andrea Himmerer, Tanja Pelikan, Christina Schatz, Steffi Häckl

Nach dem Spiel

HC-Mädels mit leeren Händen

32 Tore reichen nicht für doppelten Punktgewinn - Abwehr dennoch im Aufwind

Sulzbach (lis). Wenn man allein das Ergebnis sieht, scheint die Ursache auf der Hand zu liegen. 34:32 (15:15) lautet das Endergebnis zwischen der HSG Fichtelgebirge und dem HC Sulzbach – offensichtlich eine Partie mit zwei sehr schlechten Defensivleistungen. Allerdings wäre diese Erklärung zu einfach und würde der Leistung des HC Sulzbach nicht gerecht werden. Nach der vermeidbaren Pleite gegen Neuaubing hatte das Team von Klaus Eckl und Martin Müller gegen eine serienstarke HSG-Mannschaft – fünf Siege in Folge – eigentlich nichts zu verlieren, schließlich war man der klare Außenseiter. Und so spielten die Gäste völlig ohne Druck ganz befreit auf und siehe da, es lief relativ gut. Die Abwehr um einen neuen Mitteblock aus Katharina Eichenmüller und Lisa Steiner arbeitete konzentriert und engagiert und sicherte sich viele Ballgewinne. Infolgedessen und durch ein beherztes Auftreten in der Offensive erspielten sich die Sulzbacherinnen eine 5:8 Führung und konnten diese bis zum 11:14 souverän verteidigen. Auch die Siebenmeterquote war ordentlich: sieben von acht Strafwürfen verwandelte Maria Schlosser eiskalt. Dann setzte allerdings die typische Schwächephase ein und die HSG Fichtelgebirge schaffte erstmals nach dem 4:4 den Ausgleich zum 14:14. Bis zur Pause konnte sich kein Team mehr einen entscheidenden Vorteil erspielen und so trennten sich die beiden Kontrahenten mit 15:15 zur Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel folgte ein harter Schlagaustausch beider Mannschaften mit wechselnder Führung auf beiden Seiten. Besonders die provokante und teilweise auch unfaire Art einer Anna-Sophie Wölfel machte dem HC Sulzbach zunehmend zu schaffen, vor allem weil auch die Unparteiischen nicht gewillt waren, das Hin- und Herreißen im Zweifel für den Abwehrspieler zu pfeifen. Hinzu kam auch, dass die Oberpfälzer Torfrauen weit hinter ihrer Normalform blieben. Es schien wie verhext zu sein, denn fast jeder Wurf der HSG war nun ein Treffer und das aus allen Positionen. So kämpfte die HC-Defensive auf verlorenem Posten und konnte nur bis zum 24:24 Schlimmeres verhindern. Als die HSG Fichtelgebirge nach vergebenen Würfen des HC Sulzbach auf 27:24 davonzog, bog der Gastgeber auf die Siegerstraße ein und der HC Sulzbach mühte sich redlich. Fehlt das Glück, kommt oft auch das Pech noch hinzu. Fast schon aberwitzig scheint die Tatsache, dass Spielmacherin Lisa Steiner bei einem Wurf von Linksaußen mit einem Griff in den Wurfarm gefoult wurde, dies aber ungeahndet blieb und auf der Gegenseite wenige Minuten später eine völlig fragwürdige Zweiminutenzeitstrafe kassierte. Dennoch war und ist die Moral des HCS ungebrochen und so kämpfte man bis zum Schlusspfiff und gab stets das Möglichste. Hoch erhobenen Hauptes musste man am Ende einer Mannschaft klein beigeben, die an diesem Tag zwei Sulzbacher Torfrauen vor sich hatte, die einen pechschwarzen Tag erwischt haben und leider kaum einen Beitrag zur durchaus positiven Teamleistung beitragen konnten. Da kommt das spielfreie Wochenende gerade recht, um den Kopf mal wieder frei zu kriegen. In den ausstehenden Spielen der Hinrunde sind vier Punkte nun das Top-Weihnachtsgeschenk, das sich die Mannschaft allein selber machen kann.

HCS: Tor: Babsi Viechtl, Doris Hänelt: Feld: Maria Schlosser (11/7), Lisa Steiner (6), Tanja Frisch (6), Petra Fleißner (4), Sandra Christlein (2), Franzi Scheidler (1), Tanja Pelikan (1), Andrea Himmerer, Katharina Eichenmüller, Lisa Galler, Steffi Häckl;