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Saison 2011/2012
Samstag, 21. April 201219:30 Uhr

TSV 2000 RothenburggegenHerren I

Heim

TSV 2000 Rothenburg

25 : 23

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Letzter Strohhalm liegt in Rothenburg

Rohrbach-Truppe will noch einmal Gas geben

Nein es ist noch keine Kaffeefahrt für die Sulzbacher Handballer. Noch sind vier Punkte zu verteilen und da der HC zurzeit drei Punkte hinter den Bayreuthern liegen, gebietet die rechnerische kleine Chance, mit dem nötigen Einsatz in der Tauberstadt anzutreten. Am Samstag um 19.30 Uhr greift die Rohrbach-Truppe, in der Halle an der Bleiche, nach dem buchstäblichen Strohhalm. Trotz der nahezu ausweglosen Situation hoffen die Herzogstädter mit einer weitaus stärkeren Aufstellung als zuletzt gegen Lohr, die Hürde in Rothenburg zu nehmen um die Bayernliga bis zum letzten Spiel spannend zu halten.

Möglich ist dies sicherlich, denn schon im Hinspiel hatten die Oberpfälzer die Mittelfranken am Rand einer Niederlage. Erst in den Schlussminuten verlor man damals noch mit 25:31, dabei lag man kurze Zeit davor noch mit drei Toren in Führung. Doch die beiden Torjäger der Rothenburger, Hannes Kölle und Ilja Ladygin waren doch noch federführend für den Sieg der Franken. Vor dem Hinspiel lag die Truppe von Trainer Helmut Hofmann noch hinter den Herzogstädtern, doch inzwischen hat sich der TSV gerettet. Durch das etwas überraschende 23:23-Remis in Rödelsee ist das Team auch rechnerisch gesichert und kann befreit aufspielen. Ob der Toptorjäger Hannes Kölle, der zuletzt verletzt war, gegen den HC auflaufen wird ist fraglich, doch die Mannschaft hat auch ohne ihren Star eine tolle Rückrunde hingelegt und geht gegen den potentiellen Absteiger als hoher Favorit ins Spiel.

Für die Gäste aus Sulzbach geht es außer dem bereits erwähnten Griff nach dem Strohhalm auch noch um die Ehre. Zu gerne würde man noch den einen oder anderen Punkt einfahren, um sich selbst zu zeigen, dass man bei etwas mehr Glück und etwas weniger Verletzungspech durchaus die Klasse hätte halten müssen. Trainer Christian Rohrbach hofft, dass mit Christoph Baumgärtel, Stefan Ströhl und Peter Englhard drei wichtige Akteure ins Team zurückkehren. Dann wären die Rothenburger auch auf der Papierform nicht so weit außer Reichweite, das man nicht auf einen Überraschungserfolg hoffen könnte.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Smolik, Blödt, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Forster, Baumgärtel, Meyer, Englhard,

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Der HCS lässt sich nicht hängen

Trotz 23:25-Niederlage eine klasse Vorstellung in Rothenburg

Die Sulzbacher Handballer werden in der nächsten Saison wieder in der Landesliga spielen. Die 23:25-Niederlage in Rothenburg beendete die nervigen Rechenexempel der letzten Wochen, denn nun ist alles klar. Damit gibt der HCS am kommenden Samstag im letzten Heimspiel gegen den TSV Rödelsee seine Abschiedsvorstellung in der höchsten bayerischen Spielklasse. Eine Saison, die so gut begann, litt dann doch zu stark an der Verletztenmisere der Herzogstädter, die mit ihrem begrenzten Kader die Ausfälle natürlich nicht kompensieren konnten. Die fiktive Mannschaft, die am Samstag in Rothenburg fehlte, mit Vojtech, Smolik, Waitz, Baumgärtel, Hartmann, Schmidt und Kaspar wäre ein sehr ernst zu nehmender Gegner für das übriggebliebene Häuflein gewesen. Umso ehrenwerter war die Vorstellung bei den eigentlich übermächtigen Mittelfranken.

Die mitgereisten Fans trauten ihren Augen kaum, als die Rohrbach-Truppe einige Minuten vor dem Halbzeitpfiff mit drei Toren in Führung lagen. Wohl wissend, dass der Klassenerhalt nur noch rechnerisch möglich war, spielte die diesmal sehr junge Mannschaft befreit auf und zeigte besonders in spielerischer Hinsicht große Klasse. Besonders die beiden Außenspieler Stefan Ströhl und Marco Forster spielten überragend, aber auch der junge Spielmacher Chris Meyer zeigte dass ihm die Zukunft gehört. Der Mann des Spiels war aber Torhüter Max von Borstel, der den verhinderten Hexer aus Pilsen (Wir gratulieren an dieser Stelle zum Nachwuchs) mehr als nur vertrat. Mit seinen Paraden und einer Fangquote von über 50 Prozent war er federführend daran beteiligt, dass die Gäste einen 14:13-Vorsprung mit in die Pause nahmen.

Natürlich machte sich in der zweiten Hälfte dann doch irgendwann die viel zu dünne Spielerdecke bemerkbar. So übernahmen die Rothenburger, die in Ilja Ladygin einen eiskalten Vollstrecker besaßen, die Führung (19:18). Doch die Herzogstädter blieben dran, weil Sebastian Braun seine gute Form der letzten Wochen bestätigte und die Mannschaft kollektiv über ihre Grenzen ging (21:20, 23:22). Erst als Christopher Meyer und Abwehrstratege Peter Englhard, die auch schon angeschlagen ins Spiel gegangen waren, nicht mehr eingesetzt werden konnten, sicherte sich der Heimverein einen knappen 25:23-Erfolg.

Mit dieser Niederlage endet für den HC Sulzbach vorerst das Thema Bayernliga, dass die Verantwortlichen aber nicht aus den Augen verlieren wollen. Ein Großteil der Mannschaft hat schon Bereitschaft gezeigt, auch in der nächsten Saison in der Herzogstadt zu spielen, und wenn sich das oben bereits erwähnte Lazarett über den Sommer wieder lichtet, können sich die Mannschaften in der Landesliga Nord über einen sehr attraktiven Neuzugang freuen.

HC Sulzbach: von Borstel, Männl (Tor); Ströhl 6, Braun 6, Meyer 5(2), Forster 3, Wertmiller 2, Ott 1, Blödt, Englhard, Krizek

Bericht: cwh