Vor dem Spiel
Frustabbau im Fichtelgebirge
Bei der HSG muss die Mannschaft Profil zeigen
Der schmerzliche Stachel nach der 26:27-Niederlage letzte Woche im Spitzenspiel gegen den TSV Winkelhaid sitzt immer noch tief. Doch auch die Sulzbacher wissen, dass ein Erfolgserlebnis die beste Medizin für den Frustabbau ist. Gelegenheit dazu hat die Rohrbach-Truppe am Samstag um 16.30 Uhr, wenn die Herzogstädter bei der HSG Fichtelgebirge antreten müssen. Die Partie findet in der Sporthalle Marktredwitz in der Zweigstr. 5 statt. Doch nicht nur die persönliche Wiedergutmachung sollte Motivation sein, sondern auch ein Blick auf die Tabelle. Da liegen die Sulzbacher nur noch zwei Minuspunkte vor den Winkelhaidern und nur wegen des besseren direkten Vergleichs darf man sich theoretisch noch eine Niederlage erlauben. Die sollte man aber so weit wie möglich ans Saisonende schieben, denn das angekratzte Nervenkostüm der Truppe sehnt sich sicher nicht nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Mittelfranken.
Dabei wird es der forsche Aufsteiger aus dem Fichtelgebirge den Gästen sicher nicht leicht machen. Als Tabellensechster hat die HSG zwar nur noch rechnerische Chancen auf einen der beiden ersten Plätze, doch nur die eklatante Auswärtsschwäche in den letzten Wochen verhinderte eine bessere Ausgangslage. In eigener Halle präsentieren sich die Jungs aus Wunsiedel und Marktredwitz meist viel stärker und hat hier schon so manchen Favoriten ein Bein gestellt. Sein Auswärtsgesicht hat die Truppe von Trainer Markus Depolt letzte Woche wieder einmal bei der klaren 25:29-Pleite in Erlangen/Bruck gezeigt. So ist auch bei den Gastgebern Werbung in eigener Sache angesagt und wer würde sich da besser eignen als der Tabellenführer aus der Herzogstadt.
Im Sulzbacher Lager sollte man sich das Hinspiel noch einmal vor Augen halten, als man den Superstar der Gastgeber, den Tschechen Martin Kovar, gut im Griff hatte und so einen relativ einfachen 33:25-Erfolg einfahren konnte. An der Tagesform des Topwerfers, bzw. seines Gegenspielers, wird es dann wohl ankommen, in welche Richtung die Partie ihren Lauf nimmt. Wichtig wird sein, dass die Mannschaft die Anweisungen des Trainers aufnimmt und nicht wieder zu früh auf Einzelkampf-Modus schaltet. Spielerisch müsste das Team locker in der Lage sein den Aufsteiger in die Schranken zu weisen, doch leider schaffen es die Jungs von Trainer Christian Rohrbach in letzter Zeit sehr selten, die ausgemachte Strategie zu verinnerlichen.
Trotz aller kleiner psychischen Barrieren sollte die Mannschaft mit breiter Brust ins schöne Fichtelgebirge fahren. Mit jedem Erfolg spielt man sich selbst wieder frei und erhöht den Druck auf die Verfolger. Dann klappt es auch mit dem Aufstieg!
HC Sulzbach: Vojtech, Prasse (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Waitz, Forster, Schmidt, Kaspar, Kreyßig Björn, Baumgärtel
Bericht: cwh
