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Saison 2012/2013
Samstag, 23. Februar 201316:30 Uhr

HSG FichtelgebirgegegenHerren I

Heim

HSG Fichtelgebirge

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Frustabbau im Fichtelgebirge

Bei der HSG muss die Mannschaft Profil zeigen

Der schmerzliche Stachel nach der 26:27-Niederlage letzte Woche im Spitzenspiel gegen den TSV Winkelhaid sitzt immer noch tief. Doch auch die Sulzbacher wissen, dass ein Erfolgserlebnis die beste Medizin für den Frustabbau ist. Gelegenheit dazu hat die Rohrbach-Truppe am Samstag um 16.30 Uhr, wenn die Herzogstädter bei der HSG Fichtelgebirge antreten müssen. Die Partie findet in der Sporthalle Marktredwitz in der Zweigstr. 5 statt. Doch nicht nur die persönliche Wiedergutmachung sollte Motivation sein, sondern auch ein Blick auf die Tabelle. Da liegen die Sulzbacher nur noch zwei Minuspunkte vor den Winkelhaidern und nur wegen des besseren direkten Vergleichs darf man sich theoretisch noch eine Niederlage erlauben. Die sollte man aber so weit wie möglich ans Saisonende schieben, denn das angekratzte Nervenkostüm der Truppe sehnt sich sicher nicht nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Mittelfranken.

Dabei wird es der forsche Aufsteiger aus dem Fichtelgebirge den Gästen sicher nicht leicht machen. Als Tabellensechster hat die HSG zwar nur noch rechnerische Chancen auf einen der beiden ersten Plätze, doch nur die eklatante Auswärtsschwäche in den letzten Wochen verhinderte eine bessere Ausgangslage. In eigener Halle präsentieren sich die Jungs aus Wunsiedel und Marktredwitz meist viel stärker und hat hier schon so manchen Favoriten ein Bein gestellt. Sein Auswärtsgesicht hat die Truppe von Trainer Markus Depolt letzte Woche wieder einmal bei der klaren 25:29-Pleite in Erlangen/Bruck gezeigt. So ist auch bei den Gastgebern Werbung in eigener Sache angesagt und wer würde sich da besser eignen als der Tabellenführer aus der Herzogstadt.

Im Sulzbacher Lager sollte man sich das Hinspiel noch einmal vor Augen halten, als man den Superstar der Gastgeber, den Tschechen Martin Kovar, gut im Griff hatte und so einen relativ einfachen 33:25-Erfolg einfahren konnte. An der Tagesform des Topwerfers, bzw. seines Gegenspielers, wird es dann wohl ankommen, in welche Richtung die Partie ihren Lauf nimmt. Wichtig wird sein, dass die Mannschaft die Anweisungen des Trainers aufnimmt und nicht wieder zu früh auf Einzelkampf-Modus schaltet. Spielerisch müsste das Team locker in der Lage sein den Aufsteiger in die Schranken zu weisen, doch leider schaffen es die Jungs von Trainer Christian Rohrbach in letzter Zeit sehr selten, die ausgemachte Strategie zu verinnerlichen.

Trotz aller kleiner psychischen Barrieren sollte die Mannschaft mit breiter Brust ins schöne Fichtelgebirge fahren. Mit jedem Erfolg spielt man sich selbst wieder frei und erhöht den Druck auf die Verfolger. Dann klappt es auch mit dem Aufstieg!

HC Sulzbach: Vojtech, Prasse (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Waitz, Forster, Schmidt, Kaspar, Kreyßig Björn, Baumgärtel

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

HCS verliert auch bei der HSG Fichtelgebirge

Trainer Rohrbach und Vorstand Weiß beenden die Zusammenarbeit - Pavel Krizek neuer Coach

Die Krise des HC Sulzbach ist nicht mehr weg zu diskutieren. Zwar könnte man die 28:32-Niederlage bei der HSG Fichtelgebirge etwas schön reden, immerhin fehlten mit Baumgärtel, Björn Kreyßig, Waitz, Schmidt, Englhard und Hartmann nicht weniger als sechs Stammkräfte, doch an besseren Tagen hätte man so ein Spiel trotzdem gewonnen. So war die Pleite im Fichtelgebirge am Ende nur noch ein Nebenkriegsschauplatz, denn am Ende fassten Trainer und Vorstand den gemeinsamen Entschluss ein Zeichen zu setzen, um der völlig verunsicherten Mannschaft die Möglichkeit für einen Neustart zu geben.

Vorstand Christian Weiß und Trainer Christian Rohrbach einigten sich, nicht zuletzt auf Wunsch des Coaches, auf eine sofortige Beendigung der Zusammenarbeit. Der Trainer sah keine Möglichkeit mehr, die Reizpunkte in der Mannschaft zu setzen, die man im Meisterschaftskampf benötigt. So endete die Zusammenarbeit mit dem über drei Jahre so erfolgreichen Coach etwas schneller als erwartet, denn Ende der Saison hätte Christian Rohrbach sowieso seine Arbeit beendet. Bis dahin soll nun Pavel Krizek als Spielertrainer die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur bringen. Der erfahrene Tscheche hat sich sofort der Verantwortung gestellt ist auch eine Option für eine längere Zusammenarbeit auf dieser Ebene.

Nun wartet viel Arbeit auf den neuen Trainer, denn am Samstag hat sich wieder einmal gezeigt, dass das Team zurzeit nicht den unbedingten Siegeswillen besitzt, um so eine Partie zu gewinnen. 45 Minuten lang spielten die ersatzgeschwächten Herzogstädter eigentlich einen guten Handball. Da klappten, wie lange nicht die Spielzüge im Angriff und auch die Abwehr zeigte sich bissig und konzentriert. Den Superstar der Gastgeber, den Tschechen Martin Kovar hatte man abgemeldet und im Angriff zeigten sich die beiden Außenspieler Stefan Ströhl und Marco Forster als starke Vollstrecker. Auch der Rückraumschütze Pavel Krizek überzeugte mit einigen schönen Würfen und so überstand man auch eine 4:6-Unterzahlsituation mit viel Routine. Zur Pause war die Partie mit 12:12 völlig ausgeglichen, doch deutete sich schon an, dass die Kräfte der Stammsieben mangels Wechselmöglichkeiten langsam schwinden.

Eine Viertelstunde konnte man dann noch mithalten (22:22), doch wurde hier schon augenscheinlich, dass das nicht mehr lange gutgehen konnte. Besonders in der Abwehr fehlte die Kraft und so fielen die Gegentreffer wie reife Früchte. Nach dem nächsten Zwischenspurt der Gastgeber zum 26:22 brach die Mannschaft dann völlig auseinander. Jetzt fehlte genau dieser Biss, den ein intaktes Team aufbringen kann, um so eine Partie noch zu retten.

So war der 32:28-Endstand für die stark spielende HSG nur logisch, aber eben sehr frustrierend für die Mannschaft und vor allem den Trainer. HC Sulzbach:

Prasse, Vojtech (Tor); Ströhl 9(3), Forster 6, Krizek 4, Smolik 3, Kreyßig Toni 2, Meyer 2, Kaspar 1, Termer 1

Bericht: cwh