Vor dem Spiel
Rückrundenstart gegen unbequeme Schwaben aus Ottobeuren
Die Nr. 1 im Allgäu ist besser als ihr Tabellenstand
Die Weihnachtspause war sehr kurz und so starten die Sulzbacher Handballer bereits am Samstag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle in die Rückrunde der Bayernliga. Trainer Pavel Krizek wird darüber froh sein, denn so nehmen seine Cracks den Schwung der letzten Hinrundenspiele mit ins neue Jahr. Die bärenstarken Auftritte zuletzt in Landshut und vor allem gegen den TSV Haunstetten lassen die Herzogstädter optimistisch in die Rückrunde gehen, doch erlaubt der schwierige Spielplan keine Ruhephasen. So starten die Sulzbacher zwar als Favorit gegen den TSV Ottobeuren in die Runde, doch muss sich die Mannschaft sicher sein, dass diese Partie kein Zuckerschlecken wird.
Die Nr. 1 im Allgäu ist als Tabellenzwölfter zwar optisch weit entfernt von den Oberpfälzern, doch die Schwaben sind noch gut im Rennen um die Nichtabstiegsplätze, denn zum 8. Platz fehlen ganze drei Punkte. Auch das spannende Hinrundenspiel, dass der HC knapp mit 27:26 für sich entscheiden konnte, deutet auf einen offenen Kampf hin. Überhaupt sind außer den schon abgeschlagenen Winkelhaidern alle Teams leistungsmäßig sehr nahe beisammen und so werden auch die Ottobeurer nicht ohne Hoffnung nach Sulzbach reisen. Oft wurden die Schwaben unter Wert geschlagen, doch die Ottobeurer haben große Erfahrung im Abstiegskampf und mit ihren vier Ungarn und dem Ex-Profi Elmar Romanesen genügend Erfahrung um eine bessere Rückrunde zu spielen. Zuletzt gab es aber eine deftige Schlappe für die Jungs von Trainer Thomas Lang, als man beim Spitzenteam aus Waldbüttelbrunn bei der 28:36-Niederlage nicht den Hauch einer Chance hatte.
Der Sulzbacher Coach hat seine Jungs nach der kurzen Pause in einigen harten Trainingseinheiten wieder auf Normalgewicht gebracht und will gegen die Allgäuer bedingungslosen Einsatz sehen. Ein gelungener Start wäre die halbe Miete um das Saisonziel endgültig unter Dach und Fach zu bringen. Doch die Herzogstädter können mit breiter Brust in diese Partie gehen, denn besonders die Abwehr zeigte sich zuletzt gefestigt. Verantwortlich dafür ist natürlich die Sicherheit, die von den beiden Torhütern ausgestrahlt wird. Ganz egal ob der Hexer aus Pilsen oder der serbische Magier im Gehäuse steht, die Keeper strahlen die Ruhe aus, die das Team braucht. Im Angriff baut der Trainer weiter auf seine breite Auswahl von Torjägern. Einer hat immer einen guten Tag und so ist das Team nur schwer auszurechnen. Sicher der größte Trumpf, den die Sulzbacher in der Vorrunde ausspielen konnten.
So hoffen die Fans, die zuletzt immer hochzufrieden die Halle verlassen durften, auf einen weiteren Heimsieg, denn auch wenn wir den wackeren Schwaben alles Gute für die Rückrunde wünschen, ihre Aufholjagd sollten sie bitte erst nach dem Sulzbach-Spiel beginnen.
HC Sulzbach: Vojtech, Matijevic (Tor) Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Ströhl, Wedel, Baumgärtel, Schuh, Forster, Schmidt, Smolik, Toni Kreyßig
Bericht: cwh
