Vor dem Spiel
Tabellenführer Sulzbach beim Schlußlicht Metten
Klare Sache, oder etwa nicht?
Nach dem so erfolgreichen letzten Wochenende mit dem 29:27-Erfolg im Spitzenspiel gegen den HSC Coburg, wartet auf die Sulzbacher Handballer noch eine schwere Auswärtshürde, bevor es in die dreiwöchige Faschingspause geht. Am Samstag um 17.00 Uhr ist die Rohrbach-Truppe zu Gast beim alten Rivalen in Metten, den man aus den vergangenen Zeiten der Landesliga Mitte schätzen gelernt hat. Die Partie findet in der St.Benedikt-Halle in der Abteistr. 4a statt.
Ein Blick auf die Tabelle der Nord-Liga löst bei den Sulzbacher Cracks Wohlgefallen aus, denn scheinbar wollen die gegnerischen Teams die Herzogstädter am liebsten mit eigener Mithilfe in die Bayernliga abschieben. Nur die Coburger Bundesligareserve wehrte sich in der Realschulhalle mit Händen und Füßen, doch dieses Problem lösten die Bergstädter dann selbst. Schützenhilfe bekam der HC dann aus der Oberpfalz, denn der ASV Cham zerstörte mit dem Sieg gegen Partenstein wohl alle Aufstiegsträume der Unterfranken. Kampflos verabschiedete sich sogar die DJK Waldbüttelbrunn aus dem Meisterschaftsrennen. Sie traten gegen den TV Roßtal wegen der Erkrankung einiger Spieler nicht an, spielten aber dummerweise mit der Reserve am selben Tag. Diesen Faupax bestrafte die Spielleitung mit einem X:0-Sieg der Mittelfranken, die als einziger Topclub neben den Sulzbachern punkten konnten. Somit liegt der HCS nunmehr bereits vier Punkte vor dem 2. und sogar schon sieben Punkte vor dem 3. Tabellenplatz und hat die Meisterschaft oder zumindest die Relegation jetzt nur noch in der eigenen Hand.
Doch Trainer Christian Rohrbach sieht solche Rechenexempel mit Argwohn und warnt vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten aus Metten. „Die Klosterstädter haben nach der Winterpause eine beeindruckende Aufholjagd gestartet und sind wohl nicht mehr mit dem Hinrunden-Team zu vergleichen.“ So der Chefcoach. Damals gewann der Tabellenführer klar mit 34:21 gegen einen in der zweiten Halbzeit stark abbauenden Gegner. Mit dem tschechischen Neuzugang Korander und der Reaktivierung von Trainer Roman Becvar als Spielmacher, haben die Niederbayern eine viel höhere Qualität im Kader und werden von den Experten besser eingeschätzt, als es der immer noch letzte Tabellenplatz aussagt.
Für die Herzogstädter gilt es nun dies zu verinnerlichen, denn wenn der sicher hoch motivierte Gegner unterschätzt wird, könnte es ein böses Erwachen für die Gäste geben. Da Thomas Hartmann noch einmal pausieren muss, wird wohl die Erfolgsmannschaft der letzten Wochen auflaufen. Die sollte bei allem Respekt vor dem Gegner im Normalfall stark genug sein um das Schlusslicht zu schlagen und das wäre vor der langen Pause das beste Argument um die Motivation hoch zu halten.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun, Schmidt
Bericht: cwh
