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Saison 2009/2010
Samstag, 28. November 200918:30 Uhr

Damen IgegenHSV Bergtheim

Heim

Damen I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

HSV Bergtheim

Spielort

Realschule

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Meisterschaftsanwärter Bergtheim zu Gast in der Herzogstadt

HSV-Express droht Sulzbach zu überrollen - Kampfgeist gefragt

Sulzbach (lis). David gegen Goliath, so könnte man die Begegnung zwischen den HC-Handballerinnen und dem HSV Bergtheim nennen, der sich selbst das Ziel Regionalliga auf die Fahnen geschrieben hat. Anpfiff der Partie ist am Samstag um 18:30 Uhr in der Sulzbacher Realschulhalle. Das Team von HSV-Trainerlegende Wolfgang Kreisel musste allerdings in der laufenden Spielzeit schon zwei Niederlagen einstecken, so dass man momentan nur auf Rang vier in der Tabelle liegt. Dabei starteten die Bergtheimerinnen, die im letzten Jahr noch Ismaning den Vortritt lassen mussten, gewohnt stark in den Ligabetrieb. Es wurden nie gefährdete und sehr deutliche Siege eingefahren und alle waren sich einig, Bergtheim scheint in dieser Saison unschlagbar zu sein. Doch da hatten sich die Experten und vermutlich auch die Bergtheimerinnen selbst überschätzt, denn gegen Haunstetten und Bayreuth zog man überraschend den Kürzeren Deshalb darf man sich jetzt keinen Ausrutscher mehr erlauben, wenn man am Ende die Meisterschaft in der Bayernliga feiern will. Ganz andere Ziele hat dagegen der HC Sulzbach, der mit dem Klassenerhalt absolut zufrieden wäre. Mit 11:3 Punkten stehen die Herzogstädterinnen auch ganz gut da, Platz drei in der Tabelle. Damit hatte vor Saisonstart keiner gerechnet. Die Bergfahrt des HC Sulzbach wurde allerdings am letzten Wochenende jäh gestoppt, als die HC-Mädels gegen den Aufsteiger HSG Würm-Mitte mit 27:26 unter die Räder kamen. Besonders das Rückzugsverhalten war katastrophal und wenn man sich in diesem Bereich nicht deutlich steigert droht die erste Klatsche. „Uns erwartet ein Gegner, der über 60 Minuten lang Tempo machen kann und über einen spielstarken Kader verfügt, wo auch auf der Bank gleichwertige Spielerinnen auf ihren Einsatz warten! Kreisel kann munter Durchwechseln“ warnt HC-Trainer Jürgen Heubeck vor dem Gegner. Dieses Luxusproblem kennen die Sulzbacherinnen nicht. Die jungen Spielerinnen haben sich gut integriert, aber ihnen fehlt es manchmal noch an Erfahrung und Cleverness. „Wir haben nur eine Chance, wenn wir die Gegenstöße frühzeitig unterbinden, Bergtheim ins Positionsspiel zwingen und mit einer aggressiven Abwehr bekämpfen!“ so die Marschroute, die das Trainergespann Heubeck/Müller vorgibt. Dennoch wird jede Spielerin an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, wenn man den HSV-Express zum entgleisen bringen will. Das dies nicht unmöglich ist, wissen jetzt die Experten und auch der HSV. Die HC-Mädels hoffen auf lautstarke Unterstützung der Zuschauer!

HC Sulzbach:

Tor: Babsi Viechtl, Jenni Ernst; Feld: Andrea Himmerer, Vroni Herrmann, Petra Fleißner, Maria Schlosser, Franzi Scheidler, Lisa Steiner, Melli Kopp, Julia Haske, Tanja Pelikan, Kristina Steiner, Diane Rösl;

Nach dem Spiel

HC-Mädels verpassen Sensation gegen HSV Bergtheim

Favorit ins Straucheln gebracht aber am Ende nicht belohnt worden

Sulzbach (lis). Die Sulzbacher Handballerinnen verpassten am Samstag denkbar knapp die große Sensation: Gegen den Meisterschaftsfavoriten HSV Bergtheim konnten die Herzogstädterinnen bis zur 50. Spielminute mithalten, ehe sie im Schlussspurt unglücklich mit 24:25 (12:15) den Kürzeren zogen. Die Oberpfälzerinnen starteten selbstbewusst in die Partie und erspielten sich prompt eine 3:1 Führung, ehe die Gäste nach verschlafenen Anfangsminuten zum 4:4 ausgleichen konnten. Für die meiste Gefahr sorgte dabei HSV-Angreiferin Caroline Roth, die mit sieben Treffern auch die erfolgreichste Schützin der Gäste war und die HC-Defensive einige Male überlistete. Dennoch ließen sich die Sulzbacherinnen nicht abschütteln und boten Bergtheim Paroli. Im Angriff zeigten die HC-Mädels eine solide Leistung und warteten geduldig auf ihre Chancen. Rückraumspielerin Maria Schlosser übernahm in der Anfangsphase oft die Verantwortung und erzielte wichtige Treffer aus der zweiten Reihe. In der Folgezeit wurden dann die Außenspielerinnen des HC Sulzbach öfters in Szene gesetzt, die erfolgreich den Ball im Netz versenkten, so dass sich die Abwehrreihe der Gäste nur schlecht auf das HC-Positionsspiel einstellen konnte. Auch das Rückzugsverhalten war nicht mit dem der letzten Woche zu vergleichen und Bergtheim kam nicht wie gewohnt zu den einfachen Toren über ihr favorisiertes Tempogegenstoßspiel. In der Defensive agierten die Sulzbacherinnen kämpferisch und mit vollen Einsatz. Das Team von HSV-Ersatztrainerin Franziska Kreisel musste sich gehörig anstrengen und konnte sich nicht entscheidend absetzen. Kurz vor dem Seitenwechsel stand es noch 11:11, ehe ein kleiner Durchhänger der Gastgeberinnen Bergtheim auf 11:15 davonziehen ließ. Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte der HC Sulzbach noch einmal auf 12:15 verkürzen. Nach dem Seitenwechsel hielten die Bergtheimerinnen Sulzbach in den ersten zehn Minuten noch auf Abstand (13:17; 16:20). Doch dann begann die sensationelle Aufholjagd der HC-Mädels. Angeführt von Spielmacherin Lisa Steiner kämpften sich die Gastgeberinnen auf 20:20 heran. Torfrau Jenni Ernst parierte wie ein Weltmeister und der Favorit kam ins Straucheln. In dieser Phase vergaben die Bergtheimerinnen unter anderem einen Strafwurf gegen die reaktionsschnelle Babsi Viechtl im HC-Gehäuse. Doch dann fehlte dem HC Sulzbach das Glück des Tüchtigen. Einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen gegen Lisa Steiner, die in der 46. Minute nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte sah, und auch später gegen Melli Kopp (56. Minute) spielten Bergtheim in die Karten. Der Favorit konnte nun gegen die in Unterzahl agierenden Sulzbacherinnen auf 20:23 erhöhen. Doch angefeuert von einem super Publikum stemmten sich die HC-Mädels noch einmal mit letzter Kraft gegen die Niederlage. Zwei Tore in Folge bescherten den 22:23 Anschlusstreffer. Doch wie gesagt, das Glück war diesmal nicht auf der Seite der Oberpfälzerinnen. Am Ende mussten sie sich nach einer super Mannschaftsleistung dem Favoriten mit 24:25 geschlagen geben. „Der leidenschaftliche Kampf ist nicht belohnt worden. Ein Unentschieden wäre sicherlich gerechter gewesen!“ so das Trainergespann Heubeck/Müller nach dem Spiel. Die Spielerinnen waren sichtlich enttäuscht, boten den Zuschauern aber ein sehenswertes und spannendes Bayernligaspiel auf hohem Niveau.

HC Sulzbach:

Tor: Babsi Viechtl, Jenni Ernst; Feld: Maria Schlosser (8/2), Melli Kopp (5/2), Julia Haske (4), Lisa Steiner (3), Vroni Herrmann (3), Diane Rösl (1), Kristina Steiner, Franzi Scheidler, Tanja Pelikan;