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Saison 2013/2014
Samstag, 29. März 201418:30 Uhr

Herren IgegenTSV Unterhaching

Heim

Herren I

26 : 24

Endergebnis

Gast

TSV Unterhaching

Spielort

Kroetensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Endlich wieder ein Heimspiel

Punkte gegen Unterhaching wären Gold wert

Endlich wieder ein Heimspiel für die Sulzbacher Handballer in der Bayernliga. Quälend lange zwei Monate mussten Fans und Spieler auf diesen Moment warten, der die Krise beim Tabellensechsten aus der Herzogstadt beenden soll. Vier Auswärtsspiele in Folge und das hinreichend bekannte Verletzungspech bescherten den Sulzbachern 8 Minuspunkte am Stück und den Platz mitten im gut besetzten Abstiegskampf der Liga. Am Samstag um 18.30 Uhr in der hoffentlich gut besuchten Krötenseehalle soll nun neue Kraft getankt werden für den Endspurt der Saison, in dem der HCS noch geschätzte zwei Erfolge benötigt. Zu Gast ist der Tabellendritte aus Unterhaching, der in den nächsten Wochen nur noch zum Spaß Handball spielt, denn nach oben und unten geht für die Münchner nichts mehr.

Trotzdem bleiben die Oberbayern natürlich hoher Favorit. Dafür spricht ein Blick auf die Torjägerliste der Bayernliga, die mit Johannes „Danger“ Borschel einen Spieler der Gäste an der Spitze sieht. Dicht gefolgt vom 2,06 m-Riesen Mathias Salger, der ebenfalls unter den Top-Fünf zu finden ist. Auch die 36:40-Niederlage in der Vorrunde verheißt nichts Gutes und unterstreicht nochmals die Torgefährlichkeit der Unterhachinger Mannschaft. Etwas Hoffnung machen die letzten Ergebnisse der Gäste, die in Coburg und zuhause gegen Waldbüttelbrunn verloren haben und die Tatsache, dass es für die Münchner Vorstädter eigentlich um gar nichts mehr geht.

Das hätten sich die Herzogstädter auch gerne gewünscht, doch die Negativserie der letzten Wochen hat die Krizek-Truppe wieder in Zugzwang gebracht. Nach der selbst verschuldeten Niederlage in Rothenburg war die Moral der Jungs erst einmal auf dem Tiefpunkt und so musste Trainer Krizek wohl einige Einzelgespräche führen, um seine Mannschaft wieder aufzurichten. Da kommt dieses Heimspiel gerade recht, denn vor den eigenen Fans spielt es sich doch etwas leichter als in der Fremde. Bis auf Sebbi Schuh und Urlauber Björn Kreyßig hat der Coach seinen Kader wieder komplett und hofft auf das „Jetzt erst recht“-Gefühl innerhalb der Mannschaft, die genug von den Negativerlebnissen hat. Gefühle allein werden aber gegen den Favoriten aus Haching nicht reichen. Der Coach verlangt, dass sein Team über die Leistungsgrenze hinaus geht, weniger wird nicht geduldet. Die Sulzbacher Spieler hoffen nach der langen Handballabstinenz auf eine stimmungsvoll gefüllte Halle, die dann auch die nötige Lockerheit bringt, die auch im Abstiegskampf benötigt wird.

HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor) Krizek, Laugner, Baumgärtel, Marco Forster, Schmidt, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel, Kristian Forster, Meta

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Wichtige Punkte beim 26:24-Erfolg gegen den TSV Unterhaching

Krizek-Truppe kämpft sich ins Spiel zurück

Nichts für schwache Nerven war das Heimspiel der Sulzbacher Handballer am Samstag gegen den TSV Unterhaching. Die Herzogstädter, die im Abstiegskampf dringend die Punkte brauchten, spielten 45 Minuten lang eine hochklassige und konzentrierte Partie, hätten sich dann fast selbst um die Früchte ihrer Arbeit gebracht und schafften dann doch noch mit einem fulminanten Endspurt den 26:24-Erfolg in einer Partie, die nichts zu wünschen übrig lies.

Die erste Halbzeit sah ein sehr strukturiertes Spiel der Gastgeber, die deutlich engagierter zu Werke gingen, als in den letzten Wochen. Mit dem Herzen in der Abwehr und mit dem Hirn im Angriff konnten die Sulzbacher immer einen Vorsprung von einem oder zwei Toren behaupten. Zwei Linkshänder und der serbische Magier waren federführend dafür verantwortlich, dass sich der Kampfgeist der Krizek-Truppe auch in Zahlen ausdrückte. Mile Matijevic glänzte im Tor und gab der Abwehr um Pavel Krizek und Christoph Baumgärtel die nötige Sicherheit. Im Angriff waren es der deutlich verbesserte Toni Kreyßig und Rechtsaußen Marco Forster, von dem später noch zu reden sein wird, die für die Tore sorgten. Da die Superstars der Gäste, Salger und Borschel in dieser Phase noch nicht das Spiel der Hachinger bestimmen konnten wurde der Vorsprung in die Pause mitgenommen (13:11).

Die Gastgeber begannen die zweite Halbzeit so, wie sie die erste beendet hatten. Konzentriert wurden die Spielabläufe durchgespielt und auch die dadurch entstandenen Chancen wurden eiskalt genutzt. Als es Mitte der zweiten Hälfte 19:15 für die Herzogstädter stand glaubten einige der zahlreichen Fans wohl schon an den ersehnten Erfolg, doch dann machten es die Sulzbacher leider noch einmal spannend. Eine völlig unnötige, wenn auch berechtigte, rote Karte von Jiri Smolik brachte die Oberpfälzer völlig aus dem Tritt. Diese Verwirrung nutzten die Gäste im Stiele einer Spitzenmannschaft clever aus. Nun stachen die Trümpfe aus dem Rückraum, wo der 2,06 m-Riese Mathias Salger nun seine körperlichen Vorteile ausspielte und auch Toptorjäger Johannes Barschel nutzte nun jede Möglichkeit zum Torerfolg. Sechs Tore in Folge machten aus der 19:15-Führung einen 19:21-Rückstand und niemand in der Krötenseehalle hätte noch einen Euro auf die Gastgeber verwettet. Doch die hatten die Rechnung ohne den pfeilschnellen Außen Marco Forster gemacht, der mit zwei Gegenstoßtoren sein Team daran erinnerte, was mit Kampfgeist alles möglich ist. Bezeichnenderweise waren es nun die jungen Sulzbacher Eigengewächse, die den Umschwung schafften. Der Smolik-Vertreter Sebastian Wedel und vor allem der coole Strafwurfschütze Stefan Ströhl brachten die Mannschaft zurück in die Partie. Dramatik dann in der Schlussphase. Beim Spielstand von 24:24 gab es Siebenmeter für die Hachinger. Mile Matijevic krönte seine Leistung und parierte den Strafwurf und im Gegenzug machte Marco Forster den Sieg perfekt. Die Gäste konnten in Unterzahl nicht mehr zurückschlagen und so durfte Sebastian Wedel den viel umjubelten Schlusspunkt in dieser denkwürdigen Partie setzen.

Ein Dank geht hier an die treuen Fans der Sulzbacher Handballer, die vor allem in der kritischen Phase wie eine Wand hinter ihrem Team standen. Mit diesem 26:24-Erfolg sieht es im Kampf um die Abstiegsplätze wieder etwas besser aus, auch wenn man noch nicht alle Sorgen los ist.

HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor); Forster 8, Ströhl 7(4), Toni Kreyßig 5, Laugner 2, Smolik 2, Wedel 2, Kristian Forster, Baumgärtel, Termer, Krizek, Schmidt, Meta

Bericht: cwh