Vor dem Spiel
Endlich wieder ein Heimspiel
Punkte gegen Unterhaching wären Gold wert
Endlich wieder ein Heimspiel für die Sulzbacher Handballer in der Bayernliga. Quälend lange zwei Monate mussten Fans und Spieler auf diesen Moment warten, der die Krise beim Tabellensechsten aus der Herzogstadt beenden soll. Vier Auswärtsspiele in Folge und das hinreichend bekannte Verletzungspech bescherten den Sulzbachern 8 Minuspunkte am Stück und den Platz mitten im gut besetzten Abstiegskampf der Liga. Am Samstag um 18.30 Uhr in der hoffentlich gut besuchten Krötenseehalle soll nun neue Kraft getankt werden für den Endspurt der Saison, in dem der HCS noch geschätzte zwei Erfolge benötigt. Zu Gast ist der Tabellendritte aus Unterhaching, der in den nächsten Wochen nur noch zum Spaß Handball spielt, denn nach oben und unten geht für die Münchner nichts mehr.
Trotzdem bleiben die Oberbayern natürlich hoher Favorit. Dafür spricht ein Blick auf die Torjägerliste der Bayernliga, die mit Johannes „Danger“ Borschel einen Spieler der Gäste an der Spitze sieht. Dicht gefolgt vom 2,06 m-Riesen Mathias Salger, der ebenfalls unter den Top-Fünf zu finden ist. Auch die 36:40-Niederlage in der Vorrunde verheißt nichts Gutes und unterstreicht nochmals die Torgefährlichkeit der Unterhachinger Mannschaft. Etwas Hoffnung machen die letzten Ergebnisse der Gäste, die in Coburg und zuhause gegen Waldbüttelbrunn verloren haben und die Tatsache, dass es für die Münchner Vorstädter eigentlich um gar nichts mehr geht.
Das hätten sich die Herzogstädter auch gerne gewünscht, doch die Negativserie der letzten Wochen hat die Krizek-Truppe wieder in Zugzwang gebracht. Nach der selbst verschuldeten Niederlage in Rothenburg war die Moral der Jungs erst einmal auf dem Tiefpunkt und so musste Trainer Krizek wohl einige Einzelgespräche führen, um seine Mannschaft wieder aufzurichten. Da kommt dieses Heimspiel gerade recht, denn vor den eigenen Fans spielt es sich doch etwas leichter als in der Fremde. Bis auf Sebbi Schuh und Urlauber Björn Kreyßig hat der Coach seinen Kader wieder komplett und hofft auf das „Jetzt erst recht“-Gefühl innerhalb der Mannschaft, die genug von den Negativerlebnissen hat. Gefühle allein werden aber gegen den Favoriten aus Haching nicht reichen. Der Coach verlangt, dass sein Team über die Leistungsgrenze hinaus geht, weniger wird nicht geduldet. Die Sulzbacher Spieler hoffen nach der langen Handballabstinenz auf eine stimmungsvoll gefüllte Halle, die dann auch die nötige Lockerheit bringt, die auch im Abstiegskampf benötigt wird.
HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor) Krizek, Laugner, Baumgärtel, Marco Forster, Schmidt, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel, Kristian Forster, Meta
Bericht: cwh
