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Saison 2013/2014
Samstag, 25. Januar 201418:30 Uhr

Herren IgegenHC Erlangen

Heim

Herren I

34 : 25

Endergebnis

Gast

HC Erlangen

Spielort

Kroetensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Zwei Teams mit Sieger-Gen

Ostbayernderby verspricht hohen Unterhaltungswert

Das kann ja heiter werden. Wenn am Samstag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle das Ostbayernderby zwischen dem HC Sulzbach und dem HC Erlangen II startet, stehen sich zwei Teams gegenüber, die am letzten Spieltag die bemerkenswertesten Ergebnisse abgeliefert haben. War der 28:26-Erfolg der Herzogstädter beim TSV Ismaning, angesichts der ellenlangen Verletztenliste schon eine kleine Sensation, so toppt dies noch der 31:22-Kantersieg der Erlanger U23 gegen den Favoriten aus Waldbüttelbrunn. Beide Teams scheinen also in Topform zu sein und so wäre alles andere als eine hochklassige Handballparty zwischen den Tabellennachbarn schon eine Enttäuschung. Die beiden Mannschaften gehören zum relativ gesicherten Mittelfeld der Liga, das eigentlich schon beim Tabellenzweiten Unterhaching beginnt und beim Siebten aus Erlangen endet. Tabellenführer Fürstenfeldbruck hat mit dem 41:35-Sieg gegen die Hachinger das Meisterrennen fast schon entschieden, wenn nicht noch etwas Außerordentliches passiert. Hinter den Erlangern klafft dann schon eine Lücke von fünf Punkten zu den Teams die um den Abstieg spielen. Hier ist es noch sehr eng, nur der TSV Winkelhaid hat sich scheinbar schon aufgegeben und spricht nur noch von Schadensbegrenzung.

Die beiden Kontrahenten vom Samstag haben andere Pläne. Nur noch ein paar Punkte fehlen auf dem Konto, dann kann man sich schon gedanklich auf die nächste Saison einstimmen. Für die U23-Mannschaft des Bundesligavereins aus Erlangen wäre das dann die beste Gelegenheit sich zu präsentieren, denn die jungen Franken träumen wohl alle von einer Karriere beim Profiteam. Trainer Stefan Mittag kann aus einem scheinbar unendlichen Reservoir an Talenten auswählen. Die U23 als eigentliche Bayernligamannschaft, eine U21, die in der Landesliga für Aufregung sorgt und die Bundesliga-A-Jugend stehen dem Coach als Kaderschmiede zur Verfügung, da ist die eine oder andere Verletzung eines Spielers viel leichter zu verkraften, als bei der dünnen Personaldecke des HC Sulzbach.

So hat Trainer Pavel Krizek unter der Woche einige A-Jugendlichen zum Training gebeten, denn mit aktuell 9 gesunden Spielern ist kein sinnvoller Trainings- und Spielbetrieb möglich. So dürften wohl am Samstag einige Talente ihr Debüt in der Bayernliga geben, denn mit Stefan Ströhl, Jiri Smolik, Sebastian Schuh und Benny Termer fallen definitiv vier Stammspieler aus. Zumindest auf die Rückkehr von Christoph Baumgärtel hofft der Sulzbacher Coach, denn lange können die verbliebenen Jungs so eine Dauerbelastung wie beim zirkusreifen Kunststück in Ismaning nicht stemmen.

Die Talente aus der A-Jugend können also realistisch auf Einsatzzeiten hoffen und müssen mithelfen die nächsten zwei Wochen möglichst unbeschadet zu bestehen. Dann ist eine dreiwöchige Pause, nach der sich der Kader der Herzogstädter wieder füllen dürfte. Nach realistischen Einschätzungen sind die Franken am Samstag also der Favorit, aber der Krizek-Truppe ist in diesen Wochen so ziemlich alles zuzutrauen.

HC Sulzbach:

Matijevic, Vojtech (Tor) Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Baumgärtel, Forster, Toni Kreyßig, Wedel, Schmidt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Problemloser Erfolg im Ostbayernderby

34:25-Sieg der Sulzbacher Rumpftruppe bringt Sprung auf Platz vier der Bayernliga

Das hat so wahrscheinlich keiner vorhergesehen. Die Zeichen für einen Punktgewinn der Sulzbacher Handballer im Heimspiel gegen den HC Erlangen II standen eher schlecht, doch am Ende trauten die zahlreichen Fans ihren Augen kaum. Mit 34:25 schossen die Krizek-Schützlinge die Mittelfranken förmlich aus der Halle und katapultierten sich damit auf einen traumhaften 4. Tabellenplatz in der Bayernliga. Dabei mussten die Herzogstädter auf fünf verletzte Spieler verzichten und ihren Kader somit mit drei A-Jugendlichen verstärken. Nicht verschweigen wollen wir dabei aber nicht, dass auch beim Gegner einige Leistungsträger fehlten, doch der klare Hinspielerfolg der Erlanger ließ doch eigentlich eine enge Partie erwarten.

Das war aber schnell Geschichte, denn die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr. Bis zum Zwischenstand von 14:5 nach zwanzig Minuten gelang der Sulzbacher Rumpftruppe einfach alles. Die beiden Erlanger Torhüter brachten in dieser Anfangsphase keine Hand an den Ball und so fehlte der jungen Gästetruppe, die auch mit einigen Akteuren aus ihrer Bundesliga-A-Jugend angetreten waren, einfach der nötige Rückhalt. Die gab seinen Vorderleuten der wieder phantastisch haltende Mile Matijevic und da wollten die Feldspieler wohl nicht nachstehen. Auf allen Positionen waren die Herzogstädter gefährlich und so wurden die ersten 12 Tore schon gleichmäßig auf alle sechs Feldspieler verteilt. Erst als die Oberpfälzer vor dem gegnerischen Tor mit dem Zaubern beginnen wollten, ließ der Druck auf die bis dahin völlig überforderten Gegner etwas nach und die Uni-Städter durften bis zur Pause auf 12:18 verkürzen.

Doch in der zweiten Halbzeit machten die Gastgeber wieder ernst. Die Kreyßig-Brüder Toni und Björn, zurzeit sicher in der Form ihres Lebens und wie gewohnt Marco Forster auf Rechtsaußen schraubten das Ergebnis auf 27:17 und die Partie war endgültig entschieden. Gästetrainer Roland Wunder versuchte es in dieser Phase mit einer sehr offensiven Abwehrformation, doch die technisch versierten Sulzbacher lösten auch dieses Problem mit Bravur. Nun setzte Coch Pavel Krizek auch seine A-Jugendlichen ein, die engagiert mitspielten, aber leider etwas Pech im Abschluss hatten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, die Jungs werden ihre ersten Bayernligatore schon bald machen. Dass das Spiel nicht noch deutlicher endete, lag am Ex-Sulzbacher Max Lotter im Tor der Franken, der seine Klasse in der Schlussphase endlich zeigen konnte. Das kam aber viel zu spät und so endete das Ostbayernderby auch in dieser Höhe verdient mit 34:25.

Nun muss man noch eine Hürde am kommenden Sonntag in Coburg nehmen, dann sind drei Wochen Pause. Danach dürfte der eine oder andere verletzte Akteur wohl wieder zur Mannschaft stoßen, die ihren Mitspielern aber mit einem Sieg nach dem anderen, die Leidenszeit versüßt haben.

HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor); Toni Kreyßig 10, Björn Kreyßig 8(4), Forster 5, Schmidt 4, Laugner 3, Krizek 2, Wedel 2, Meta, Rösel, Falk

Bericht: cwh