Vor dem Spiel
Hält die Serie auch gegen Rothenburg?
HC Sulzbach will im dritten Heimspiel den dritten Sieg
Nach den beiden Heimsiegen gegen Bayreuth und Lohr herrscht bei den Sulzbacher Handballern gute Laune. Mit acht Pluspunkten hat man sich ins Mittelfeld der Bayernliga gekämpft, doch Euphorie ist definitiv fehl am Platz. Vor zwei Jahren hatte man zu dieser Saisonphase schon neun Punkte auf der Habenseite und stieg am Ende trotzdem ab. So werden die Herzogstädter das untere Tabellendrittel nicht aus den Augen verlieren und deshalb sind die Partien gegen direkte Abstiegskandidaten doppelt wichtig. Zu so einem Duell kommt es am Samstag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle, wenn der TSV Rothenburg zu Gast bei den Sulzbachern ist.
Als Tabellenelfter liegen die Tauberstädter drei Plätze, aber auch nur zwei Punkte hinter den Gastgebern und brauchen dringend Erfolge, um nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu geraten. Nach einigen schwächeren Auftritten haben sich die Mittelfranken mit einem beachtlichen 25:25-Remis gegen den TSV Waldbüttelbrunn sportlich zurückgemeldet und wollen, dass dieses Zwischenhoch auch in der Herzogstadt anhält. Trainer Bernd Rösch baut hier vor allem auf seine starke Abwehr um den ungarischen Torhüter Zsolt Kovacs und seine beiden Rückraumschützen Hannes Kölle und Istvan Ulics. Das Rothenburger Urgestein und der ungarische 2m-Mann waren in den letzten Jahren die Lebensversicherung der Franken, die seit 2009 in der Bayernliga spielen und dabei zwar nie ganz oben in der Tabelle angreifen konnten, aber auch nie ernsthaft in Abstiegsgefahr gerieten. Ein routiniertes Team gibt sich also die Ehre in der Oberpfalz und rechnet sich sicher etwas aus, denn in den letzten Duellen in der Bayernliga und auch in der Landesliga Nord, hatten die Tauberstädter meist die Nase vorne, wenn es gegen den HC Sulzbach ging.
So sehen sich die Gastgeber nur angesichts der aktuellen Tabellensituation und des Heimvorteils leicht in der Favoritenrolle. Realistisch gesehen ist diese Partie eher ein Duell auf Augenhöhe, in dem der engagiertere Gegner Erfolg haben wird. Deshalb wird Trainer Pavel Krizek in dieser Woche sein Augenmerk darauf legen, sein Team nach dem Sensationssieg gegen Lohr wieder auf den Boden zurück zu bringen. Selbstbewusstsein in Ordnung, aber bitte auch den nötigen Respekt vor einem brandgefährlichen Gegner. Dabei wäre ein Erfolg am Samstag enorm wichtig, denn in den nächsten Wochen verheißen die kommenden Gegner aus Unterhaching, Fürstenfeldbruck oder Landshut nichts Gutes.
Angst brauchen die Herzogstädter aber auch nicht haben, denn wenn man es schafft, wieder mit spielerischen Mitteln zu agieren, kann man auch gegen die Rothenburger bestehen. Die Krizek-Truppe muss ihre Stärken umsetzen, die darin liegen, dass alle Positionen gleich torgefährlich sind. Hier haben sie meist dem Gegner etwas voraus, wo der Erfolg des eigenen Teams oft in den Händen weniger Superstars liegt.
HC Sulzbach:
Matijevic, Vojtech (Tor) Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Baumgärtel, Schuh, Forster, Schmidt, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel
Bericht: cwh
