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Saison 2013/2014
Samstag, 16. November 201318:30 Uhr

Herren IgegenTSV Rothenburg

Heim

Herren I

29 : 17

Endergebnis

Gast

TSV Rothenburg

Spielort

Kroetensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Hält die Serie auch gegen Rothenburg?

HC Sulzbach will im dritten Heimspiel den dritten Sieg

Nach den beiden Heimsiegen gegen Bayreuth und Lohr herrscht bei den Sulzbacher Handballern gute Laune. Mit acht Pluspunkten hat man sich ins Mittelfeld der Bayernliga gekämpft, doch Euphorie ist definitiv fehl am Platz. Vor zwei Jahren hatte man zu dieser Saisonphase schon neun Punkte auf der Habenseite und stieg am Ende trotzdem ab. So werden die Herzogstädter das untere Tabellendrittel nicht aus den Augen verlieren und deshalb sind die Partien gegen direkte Abstiegskandidaten doppelt wichtig. Zu so einem Duell kommt es am Samstag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle, wenn der TSV Rothenburg zu Gast bei den Sulzbachern ist.

Als Tabellenelfter liegen die Tauberstädter drei Plätze, aber auch nur zwei Punkte hinter den Gastgebern und brauchen dringend Erfolge, um nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu geraten. Nach einigen schwächeren Auftritten haben sich die Mittelfranken mit einem beachtlichen 25:25-Remis gegen den TSV Waldbüttelbrunn sportlich zurückgemeldet und wollen, dass dieses Zwischenhoch auch in der Herzogstadt anhält. Trainer Bernd Rösch baut hier vor allem auf seine starke Abwehr um den ungarischen Torhüter Zsolt Kovacs und seine beiden Rückraumschützen Hannes Kölle und Istvan Ulics. Das Rothenburger Urgestein und der ungarische 2m-Mann waren in den letzten Jahren die Lebensversicherung der Franken, die seit 2009 in der Bayernliga spielen und dabei zwar nie ganz oben in der Tabelle angreifen konnten, aber auch nie ernsthaft in Abstiegsgefahr gerieten. Ein routiniertes Team gibt sich also die Ehre in der Oberpfalz und rechnet sich sicher etwas aus, denn in den letzten Duellen in der Bayernliga und auch in der Landesliga Nord, hatten die Tauberstädter meist die Nase vorne, wenn es gegen den HC Sulzbach ging.

So sehen sich die Gastgeber nur angesichts der aktuellen Tabellensituation und des Heimvorteils leicht in der Favoritenrolle. Realistisch gesehen ist diese Partie eher ein Duell auf Augenhöhe, in dem der engagiertere Gegner Erfolg haben wird. Deshalb wird Trainer Pavel Krizek in dieser Woche sein Augenmerk darauf legen, sein Team nach dem Sensationssieg gegen Lohr wieder auf den Boden zurück zu bringen. Selbstbewusstsein in Ordnung, aber bitte auch den nötigen Respekt vor einem brandgefährlichen Gegner. Dabei wäre ein Erfolg am Samstag enorm wichtig, denn in den nächsten Wochen verheißen die kommenden Gegner aus Unterhaching, Fürstenfeldbruck oder Landshut nichts Gutes.

Angst brauchen die Herzogstädter aber auch nicht haben, denn wenn man es schafft, wieder mit spielerischen Mitteln zu agieren, kann man auch gegen die Rothenburger bestehen. Die Krizek-Truppe muss ihre Stärken umsetzen, die darin liegen, dass alle Positionen gleich torgefährlich sind. Hier haben sie meist dem Gegner etwas voraus, wo der Erfolg des eigenen Teams oft in den Händen weniger Superstars liegt.

HC Sulzbach:

Matijevic, Vojtech (Tor) Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Baumgärtel, Schuh, Forster, Schmidt, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Vojtech-Show gegen enttäuschende Mittelfranken

29:17-Kantersieg gegen den TSV Rothenburg katapultiert den HCS auf Platz fünf der Tabelle

Einen völlig ungewohnten Spieltag erlebten die zahlreich erschienenen Fans am Samstag in der Krötenseehalle bei der Partie des HC Sulzbach gegen den TSV Rothenburg. War man bisher gewohnt, dass sich die Mannschaft am oberen Limit ihrer Leistungsfähigkeit bewegen musste, um die Punkte in der Bayernliga einzufahren, so reichte diesmal eine solide Vorstellung, um die Mittelfranken mit einem doch etwas umfangreicheren Paket nach Hause zu schicken. 29:17 hieß es am Ende gegen einen zwar etwas ersatzgeschwächten, aber doch mit ihren Toptorjägern angereisten Rothenburger, die wohl auch am Tag nach dem Spiel noch nicht genau wussten, was da in der Oberpfalz geschehen ist.

Doch die Auflösung ist ganz einfach. Die Franken hatten das Pech, gerade an dem Tag in Sulzbach spielen zu müssen, an dem der inzwischen 39-jährige Hexer aus Pilsen, Zdenek Vojtech, seine wohl stärkste Leistung im Trikot der Herzogstädter ablieferte. Seine spektakulären Paraden waren es dann auch, die für Stimmung in der Halle sorgten. Ansonsten war das Spiel fast etwas langweilig, denn echte Gegenwehr der Gäste erkannte man nur in der ersten Halbzeit, wo die Partie bis zum 9:7-Zwischenstand relativ ausgeglichen verlief. In dieser Phase zeigten die Rothenburger, dass sie auch über eine starke Defensive verfügen und so war der 13:9-Pausenstand eher arm an Toren, zumindest für ein Bayernligaspiel. Die besseren Anlagen zeigten aber auch hier schon die Gastgeber, bei denen die Rückraumschützen Smolik und Schuh ihr Visier viel besser eingestellt hatten, als die hochgelobte Rückraumachse der Gäste mit Hannes Kölle und dem Ungarn Istvan Ulics. Der starke Torhüter der Herzogstädter eröffnete dann auch immer wieder Chancen zum Konter, die vom pfeilschnellen Marco Forster sicher verwandelt wurden.

Trotzdem blieben zur Halbzeit noch Zweifel, ob die Partie denn schon entschieden wäre, die aber schnell ausgeräumt wurden. Spätestens nach dem 20:14 war klar, dass diese Partie abgehakt werden kann. Toni Kreyßig führte klug Regie, der Rückraum blieb torgefährlich und die Achse Vojtech-Forster funktionierte noch besser als in der ersten Halbzeit. In der Abwehr räumten Pavel Krizek und Christoph Baumgärtel alles ab und wenn dann doch ein Ball auf das Tor kam, arbeitete der Hexer weiter an seiner Legende. Zum Ende des Spiels durften dann auch noch die jungen Cracks der Herzogstädter in die Partie eingreifen. Jojo Schmidt, Sebastian Wedel und Benny Termer nutzten die Gunst der Stunde sich dem Trainer und den Fans zu präsentieren und erzielten die letzten Tore zum etwas zu hoch ausgefallenen 29:17-Endstand.

Danach feierten die Zuschauer das Team und das Team seinen überragenden Torhüter, der an diesem Tag allein das Eintrittsgeld wert war. Damit haben die Herzogstädter das Optimum von sechs Punkten aus der Serie von drei Heimspielen in Folge geholt und können jetzt ohne Druck in die Partien gegen die Topteams aus Unterhaching, Landshut und Fürstenfeldbruck gehen.

HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor); Smolik 8(3), Forster 6, Schuh 4, Toni Kreyßig 3, Krizek 2, Wedel 2, Termer 2, Björn Kreyßig 1, Schmidt 1, Laugner, Baumgärtel, Ströhl

Bericht: cwh