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Saison 2010/2011
Samstag, 30. Oktober 201019:30 Uhr

Damen IgegenASV Dachau

Heim

Damen I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

ASV Dachau

Spielort

Realschule

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Platzt endlich der Knoten? Am Samstag wäre die Gelegenheit - Anwurf 19.30 Uhr

HC-Mädels ersatzgeschwächt gegen den ASV Dachau

Sulzbach (lis). Die Handballerinnen des HC Sulzbach haben am Samstag eine weitere Gelegenheit sich selbst aus dem Tabellenkeller zu katapultieren und den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Zu Gast in der Herzogstadt ist der ASV Dachau, ein Gegner, der wohl eher auf Augenhöhe mit den Sulzbacherinnen ist, als die Gegner der Wochen zuvor. Anwurf ist diesmal eine Stunde später als gewohnt, um 19.30 Uhr in der Realschulhalle. Die Dachauerinnen haben zwei Punkte mehr auf der Habenseite ihres Kontos als der HC Sulzbach. Somit könnte man mit einem Heimsieg mit dem ASV gleichziehen. Die Mannschaft von Trainer Christian Guggenberger , der am Ende der letzten Saison die langjährige Trainerin Marion Peccolo beerbte, musste am vergangenen Wochenende eine bittere 24:28 Heimniederlage gegen den ESV Neuaubing hinnehmen: „Wir haben am Samstag nicht zu unserem Spiel gefunden. Im Angriff war zu wenig Laufbewegung und auch in der Deckungsarbeit waren wir oft zu statisch, so dass Neuaubing immer wieder Lücken fand. Neuaubing präsentierte sich als erwartet schwerer und hochmotivierter Gegner, der mit einer Standardleistung unsererseits nicht zu bezwingen war.“ Gefährlichste Spielerinnen des ASV Dachau sind Linkshänderin Simone Hofmann, die oft durch schnelle Schlagwürfe aus dem Rückraum die Abwehr und den Torwart überrascht, Rückraumspielerin Anne Gerhards, die nach einem Jahr beim Regionalligisten ESV Regensburg wieder nach Dachau zurückgekehrt ist, und die Flügelflitzerin Katrin Lichtlein, die besonders durch ihre Schnelligkeit immer wieder für Torgefahr sorgt. Speziell diese drei gilt es für den HC Sulzbach in den Griff zu bekommen, der in der Abwehr den Grundstock für den Erfolg legen muss. Das Trainergespann Stefan von Frankenberg und Martin Müller plagen zwar derzeit Personalsorgen – Vroni Herrmann fällt weiterhin aus und sehr große Fragezeichen stehen außerdem hinter dem Einsatz von Andrea Himmerer und Diane Rösl – dennoch erwarten sie vom Rest der Mannschaft, dass der Groschen nun endlich gefallen ist. Die Partie gegen Dachau könnte das entscheidende Schlüsselspiel werden, um endlich den Gordischen Knoten zu lösen, der die Spielerinnen zur Zeit mental zu fesseln scheint.

HC Sulzbach:

Tor: Babsi Viechtl, Doris Hänelt; Feld: Franzi Scheidler, Petra Fleißner, Maria Schlosser, Lisa Steiner, Melli Kopp, Tanja Pelikan, Karo Fuchs, Kristina Steiner, Diane Rösl (?) und Andrea Himmerer (?);

Nach dem Spiel

HC Sulzbach erreicht Unentschieden

Da wäre mehr drin gewesen - am Ende geht den HC-Mädels die Puste aus

Sulzbach (lis). Die HC-Handballerinnen haben die Negativserie der letzten Wochen endlich gestoppt und erreichten gegen den ASV Dachau ein 18:18 (12:9) Unentschieden. Dabei wäre durchaus ein Sieg drin gewesen, doch dem HC Sulzbach fehlte am Ende das Quäntchen Glück und so schmerzt das Remis ein wenig, wenn man den gesamten Spielverlauf betrachtet. Die Herzogstädterinnen, die mit einem Schrumpfkader von elf Spielerinnen – darunter zwei Torhüterinnen – antreten mussten, starteten euphorisch in die Partie und erspielten sich schnell eine 3:0 Führung. Durch eine gefestigte 5:1 Abwehrformation gelang es den ASV Dachau frühzeitig zu stören. Angeführt von Anne Gerhards blieb Dachau aber dran und konnte mit vier Toren in Folge die Führung übernehmen. Vor einigen Wochen hätten sich die Sulzbacher Spielerinnen davon durchaus beeindrucken lassen, aber am Samstag zeigte sich, dass das Team von Stefan von Frankenberg und Martin Müller mittlerweile gefestigt ist. Der HC Sulzbach zog die Zügel an und erhöhte wieder auf 8:5. Doch dann traf es die Gastgeberinnen knüppelhart: Spielmacherin Lisa Steiner, die bereits nach 20 Minuten zweimal eine Zweiminutenzeitstrafe kassiert hatte, musste nach unabsichtlichem „Fußspiel“ in der 24. Spielminute mit Rot vom Platz und konnte nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. Doch der Rest der Mannschaft kämpfte vorbildlich und erspielte sich bis zur Halbzeit eine solide 12:9 Führung. Besonders Youngster Tanja Pelikan zeigte eine klasse erste Halbzeit und auch die 20jährige Franzi Scheidler übernahm viel Verantwortung, zog konsequent auf die Lücke und holte so etliche Strafwürfe für ihr Team. Nach dem Seitenwechsel machte sich schnell der Kräfteverschleiß bemerkbar. Maria Schlosser, die die ganze Woche krankheitsbedingt pausieren musste, war sichtlich erschöpft und auch Melli Kopp und Petra Fleißner hätten dringend eine längere Verschnaufspause gebraucht. Doch der Kader war leider nicht ausreichend besetzt und so mussten sie bis zum Ende durchhalten. Die Gäste von ASV-Trainer Christian Guggenberger kamen besser aus der Pause zurück und glichen prompt zum 12:12 aus. Mit einer tollen Abwehrleistung, in der sich besonders Kristina Steiner hervortat, konnte sich der HC Sulzbach aber wieder zurückkämpfen und erzielte drei Tore in Folge zum 15:13. Leider war das HC-Angriffsspiel ohne jegliche Alternativen viel zu statisch und so waren die Angriffe sehr langatmig und stockten durch viele Einzelaktionen. Dennoch gelang es den ASV auf Distanz zu halten und als Diane Rösl nach einem Wurf einer Mitspielerin super nachsetzte und das 17:14 erzielte, schien der Sieg in greifbarer Nähe. Zehn Minuten waren noch zu spielen. Doch der bereits erwähnte Kräfteverschleiß im Sulzbacher Team kostete am Ende einen Punkt. Dachau war konditionell besser aufgestellt und die größeren Wechseloptionen bescherten den Gästen am Ende das 18:18. Der ASV hätte sogar erstmalig nach dem 4:5 wieder in Führung gehen können, scheiterte aber nach einem Gegenstoß am Pfosten des HC-Gehäuses. Im Gegenzug war es der aufopferungsvoll kämpfenden Melli Kopp aber nicht vergönnt mit einem letzten Wurf von der Linksaußenposition zur Matchwinnerin zu werden.

HC Sulzbach: Tor: Babsi Viechtl, Doris Hänelt; Feld: Melli Kopp (8/4), Tanja Pelikan (4), Petra Fleißner (3), Diane Rösl (1), Karo Fuchs (1), Lisa Steiner (1), Franzi Scheidler, Kristina Steiner, Maria Schlosser;