Zum Inhalt springen
Zurück zum Spielplan
Saison 2004/2005
Samstag, 18. Dezember 200416:30 Uhr

Herren IgegenSG DJK/SC Regensburg

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

SG DJK/SC Regensburg

Spielort

Realschule

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Oberpfalzderby das ultimative Spitzenspiel

SG Regensburg kommt als Tabellenführer zum Verfolger aus der Herzogstadt

Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätten die Sulzbacher Handballer ihren Fans gar nicht machen können. Die Dramaturgie des Spielplans wollte es so, das am letzten Spieltag vor der Winterpause der Tabellenzweite aus Sulzbach den großen Meisterschaftsfavoriten und Tabellenführer SG Regensburg in der Realschulhalle empfängt. Der Showdown beginnt am Samstag um 16.30 Uhr und soll zum Höhepunkt einer tollen Vorrunde der Herzogstädter werden.

Mit den Domstädtern präsentiert sich das absolute Spitzenteam der Liga den Sulzbacher Fans. Seit vielen Jahren immer knapp am Aufstieg gescheitert, kann die Truppe von Trainerfuchs Moser diesmal wohl keiner stoppen. 9 Spiele hat die Spielgemeinschaft hinter sich und neunmal gingen die Regensburger als Sieger vom Platz. Diese makellose Bilanz wollen sie natürlich auch nach dem Oberpfalzderby behalten. Garant für den grenzenlosen Optimismus des Teams ist der, seit Jahren beste Torjäger der Landesliga, Radek Matousik, der auch in dieser Saison noch von keiner Abwehr auszuschalten war. Nur wer den wurfstarken Tschechen einigermaßen kontrollieren kann, hat eine kleine Chance dem Titelanwärter ein Bein zu stellen.

Die Gastgeber können in diesem Spitzenspiel nur gewinnen. Mit den bereits gesammelten 14 Punkten spielten sie die beste Vorrunde seit dem Wiederaufstieg vor drei Jahren und haben ihr Ziel bereits erreicht. Doch die Mannschaft ist heiß auf den Tabellenführer und will dem Geleisteten noch das Sahnehäubchen aufsetzen. Motivieren brauchen die Trainer Andörfer und Ströhl ihr Team also diesmal nicht. Da außer Marco Martinez alle Mann an Bord sind stehen die Chancen nicht einmal so schlecht, denn in der Hölle von Erlheim ist alles möglich. Gerade recht kam da letzte Woche die schwache Vorstellung des Teams in Nürnberg, denn einige Spieler wollen zeigen, daß diese Leistung nicht der Stand der Dinge ist und daß sich die Mannschaft am Gegner steigern kann. Im Brennpunkt wird wohl wieder einmal das Duell zwischen dem Scharfschützen Matousik und unserem Hexer Zdenek Vojtech stehen. Wenn dem Torhüter zu Beginn einige Saves gelingen, ist er durchaus in der Lage seinem Team den nötigen Rückhalt zu geben.

So erwartet die Fans ein echter Klassiker, in dem die Gäste zwar haushoher Favorit sind, aber in dem die Gastgeber mit einer geschlossenen und begeisternden Mannschaftsleistung ihre Chance suchen werden.

TV Sulzbach: Vojtech, Güthe (Tor); Munker, Brandt, Hartmann, Stauber, Ott, Soukop, Waitz, Rohrbach, Gömmel, Andörfer, Reinelt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Tabellenführer eine Nummer zu groß

SG Regensburg siegt verdient, aber am Ende zu hoch mit 31:22 gegen die Herzogstädter

Vierzig Minuten lang durften die 500 Zuschauer gemeinsam mit ihrer Mannschaft auf eine Sensation hoffen. Dann brach der Widerstand der Gastgeber und der Favorit aus Regensburg konnte das Spitzenspiel der Landesliga für sich entscheiden. Der 31:22 Erfolg der SG Regensburg war zwar am Ende zu hoch, aber verdient, denn die Domstädter präsentierten sich als echtes Spitzenteam und war den Herzogstädtern in Punkto Cleverness und Siegeswillen in der entscheidenden Phase überlegen.

Der Beginn des Spiel gehörte den Sulzbachern. Die Gäste zeigten sich doch etwas beeindruckt von der Kulisse und selbst ihr Superstar Matousik scheiterte mit seinen Würfen am hochmotivierten Zdenek Vojtech im Sulzbacher Tor. Bis zum 4:3 dauerte die Führung der Herzogstädter, weil der Torjäger durch den offensiv deckenden Peter Andörfer und den robusten Petr Soukup aus dem Spiel genommen wurde. Leider versäumten es die Schützlinge der Trainer Andörfer und Ströhl in dieser Phase weiter davon zu ziehen, denn im Angriff wurden zu viele Chancen ausgelassen. So kämpften sich die Gäste schnell heran und übernahmen ihrerseits die Führung (5:8). Hier zeigte sich, dass die Regensburger keine One-Man-Show des Radomir Matousik mehr ist, sondern ein Team, in dem alle Spieler torgefährlich sind. Doch auch die Sulzbacher bestätigten ihren guten Tabellenplatz und arbeiteten sich mit einigen gelungenen Einzelaktionen wieder heran. Der Halbzeitstand von 10:11 entsprach dann auch exakt dem Spielverlauf in diesem spannenden Spitzenspiel.

Der Krimi ging auch nach der Pause weiter. Die Domstädter glänzten weiterhin mit traumhaft sicheren Kombinationen und die Sulzbacher schlugen mit ihrer individuellen Klasse zurück. Mehr als zwei Tore Vorsprung gönnte man dem Tabellenführer nie und beim Stande von 17:17 roch es noch nach einer Sensation. Doch jetzt begann die entscheidende Phase der Partie. Eine sehr kleinliche Zeitstrafe an Peter Andörfer nutzte der nun endlich mit mehr Platz ausgestattete Matousik zu drei schnellen Toren. Die Gastgeber konnten sich von diesem Schock nicht mehr erholen und begannen ihre Linie zu verlieren. Viel zu überhastet wurde jetzt abgeschlossen und die schwachen Würfe waren eine sichere Beute des starken Regensburger Torhüters Robert Vuskovic. Es kam wie es immer in solchen Spielen kommt. Jeder Ballverlust wurde von den selbstbewussten und ballsicheren Gegnern bestraft und der Rückstand erhöhte sich im Minutentakt. Im Gefühl der sicheren Niederlage ergaben sich die zuvor wacker kämpfenden Gastgeber viel zu schnell ihrem Schicksal und so wurde es am Ende noch ein Kantersieg für die Regensburger.

Nach dem 31:22-Endstand waren zwei Dinge klar. Die Bäume wachsen auch für die Herzogstädter nicht in den Himmel, doch das Team des Trainergespanns Ströhl/Andörfer kann trotzdem auf eine glänzende Vorrunde zurückblicken. Die Regensburger zeigten eindrucksvoll, das sie in dieser Saison von niemanden zu stoppen sind und werden sich nach vielen vergeblichen Anläufen wohl diese Mal den Titel nicht mehr nehmen lassen.

Tore Sulzbach: Rohrbach 7(4), Brandt 3, Waitz 3, Hartmann 3, Gömmel 2, Soukup 2, Stauber 1, Munker 1

Bericht: cwh