Vor dem Spiel
HC Sulzbach will sich nicht einsumpfen lassen
DJK Waldbüttelbrunn Favorit gegen langsam in Form kommende Herzogstädter
Nach den ersten vier Partien in der noch jungen Bayernligasaison sind die Sulzbacher Handballer mit ihren 4:4 Punkten zwar voll auf Kurs, doch noch lange nicht in der Form, die für den Klassenerhalt reichen sollte. Die beiden direkten Konkurrenten im Abstiegskampf aus Ottobeuren und Coburg konnte man zwar knapp besiegen, doch gegen Gegner aus den oberen Regionen der Liga reicht das durchaus vorhandene individuelle Potential der Mannschaft noch nicht aus. Das Team braucht wohl noch eine gewisse Zeit, um die notwendige Sicherheit und Routine abzurufen, erst dann darf man auch gegen die Topteams aus Bayern auf Punktgewinne hoffen.
So kommt das Auswärtsspiel am Samstagabend bei der DJK Waldbüttelbrunn wohl etwas zu früh für die Herzogstädter, denn obwohl die Unterfranken im Moment auch nur 4:4 Punkte auf dem Konto haben, zählt das Team von Trainer Karoly Kovacs zu den erweiterten Kandidaten im Kampf um den Meistertitel. Die Partie findet um 19.30 Uhr in der Ballsporthalle (Sumpfler 5) in Waldbüttelbrunn statt.
So richtig in die Gänge sind aber auch die „Sumpfler“ noch nicht gekommen. Zwei knappen Niederlagen in Ismaning und Haunstetten stehen zwei Erfolge gegen Erlangen und Coburg gegenüber, wobei die Franken bereits dreimal auswärts antreten mussten. Trainer Kovacs beklagte dabei, dass er nur selten seinen kompletten Kader zur Verfügung hatte. Einzig die beiden Spielmacher der Waldbüttelbrunner, Manuel Feitz und Jozsef Szentgyörgyi zeigen schon Normalform und führen die interne Torjägerliste souverän an. An den letztgenannten Ungarn können sich die Herzogstädter noch gut erinnern, als er, damals noch in den Diensten des TSV Partenstein, die Klingen mit den Sulzbachern in der Landesliga kreuzte.
Diese beiden Ausnahmekönner zu stoppen ist die eine Aufgabe für die Krizek-Truppe, doch die größeren Probleme liegen in der eigenen Mannschaft, die es zuletzt einfach nicht schaffte ihre reichlich herausgespielten Chancen in Zählbares umzuwandeln. Eigentlich gibt es der Angriffsleistung ja nichts auszusetzen, wenn am Ende nicht noch der Ball ins gegnerische Tor müsste. Für die B-Note für den künstlerischen Ausdruck gibt es beim Handball leider noch keine Punkte. Vielleicht hat ja der Erfolg am vergangenen Wochenende gegen den HSC Coburg die Köpfe etwas freigemacht. Dann wittern die Außenseiter aus der Oberpfalz, die voraussichtlich in Bestbesetzung antreten können, auch in „WaBü“ eine Chance, die wie schon erwähnt nur genutzt werden muss.
HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor) Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Baumgärtel, Schuh, Forster, Schmidt, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel
Bericht: cwh
