Vor dem Spiel
Den Frust von der Seele werfen
Ein starker Auftritt gegen den MTV Stadeln ist Pflicht
Wenn am Samstag um 16.30 Uhr der MTV Stadeln in der Realschulhalle zu Gast ist, sollte dies eigentlich eine kleine Verschnaufpause vor den Wochen der Wahrheit im Februar sein. Denn dann spielt der HCS nacheinander gegen Waldbüttelbrunn, in Roßtal und gegen den HSC Coburg, allesamt die direkten Verfolger der Herzogstädter. Doch nach der Niederlage der Sulzbacher letzte Woche in Helmbrechts, gewinnt die Partie gegen den Tabellenneunten aus Fürth völlig neue Dimensionen. Nun gilt es für die Truppe von Trainer Christian Rohrbach sich den Frust von der Seele zu werfen. Nur mit einer motivierten und spielerisch erstklassigen Leistung kann man sich das Selbstbewusstsein zurückholen, das man in den folgenden Schlagerspielen dringend benötigt.
Nur nicht verkrampfen, heißt die Devise. Der Gast aus Stadeln sollte bei allem Respekt zu schlagen sein, auch wenn der Truppe von Trainer Klaus Jahn am letzten Wochenende eine starke kämpferische Leistung bei der 22:27-Niederlage gegen das Spitzenteam aus Waldbüttelbrunn attestiert wurde. Meist reichten die starken Phasen der Franken aber nicht aus in dieser Saison. Mit den bisher erkämpften acht Punkten liegt man nur ganz knapp vor den Abstiegsrängen. Das Hinspiel in Stadeln hatten die Herzogstädter fest im Griff und siegten ungefährdet mit 31:25 Toren.
Trainer Rohrbach wird seinem Team diese Woche eindringlich erklärt haben, warum man ohne Punkte aus Helmbrechts zurückkehrte, obwohl man über weite Phasen in Führung lag. Die Disziplin und der Siegeswille der Gastgeber entschied eine Partie, die deutlich aufzeigte dass Handball ein Mannschaftssport ist. Das muss wieder in die Köpfe der Aktiven hinein, die zwar als Einzelkönner fast jeder Mannschaft Paroli bieten können, aber viel zu oft das spielerische Element außen vor lässt.
Gegen den Außenseiter aus Mittelfranken muss sich die Mannschaft schnell wieder finden, sonst könnte der Februar ein sehr unangenehmer Monat für die Sulzbacher Handballer werden, denn die Gegner auf den nächsten Tabellenplätzen schlafen nicht. Der Coach wird wohl auch einigen Spielern die Leviten gelesen haben, die in den letzten Wochen ihr Leistungsvermögen nicht abrufen konnten. Jeder darf sich mal hinterfragen, wie oft man in die Situation kommt, als Tabellenführer in der Landesliga Nord aufzutreten. Da sollte man sich schon etwas auf diese Sache konzentrieren können. Wollen wir hoffen, dass sich die Mannschaft am Samstag mit der Unterstützung der Sulzbacher Superfans frei spielt und weiter positive Schlagzeilen produziert.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Braun, Wertmiller, Burkhardt, Krizek
Bericht: cwh
