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Saison 2011/2012
Sonntag, 23. Oktober 201116:30 Uhr

Herren IgegenTSV Ottobeuren

Heim

Herren I

30 : 27

Endergebnis

Gast

TSV Ottobeuren

Spielort

Krötensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Abwehrbollwerk zu Gast in der Herzogstadt

Gegen den TSV Ottobeuren wartet viel Arbeit auf die Rohrbach-Truppe

In den ersten Partien der noch jungen Bayernligasaison konnten die Sulzbacher Handballer immer gut damit leben, die Favoritenbürde dem jeweiligen Gegner zu zustecken. Wenn allerdings der Tabellenzwölfte TSV Ottobeuren beim Sechsten dem HC Sulzbach antreten muss, sind die Rollen eigentlich klar in der anderen Richtung verteilt. Wenn, ja wenn da nicht der sensationelle 28:25-Erfolg der Schwaben letzte Woche gegen den Aufstiegsaspiranten TSV Rödelsee gewesen wäre. Dieses deutliche Lebenzeichen der Allgäuer sollte Warnung genug für das Team von Trainer Christian Rohrbach sein. Die Mannschaft hat aber längst erkannt, dass es in der höchsten bayerischen Spielklasse keine einfachen Gegner gibt und die Punkte nur mit voller Konzentration erobert werden können. Die Partie findet am Sonntag um 16.30 Uhr in der Krötenseehalle statt, wo die Herzogstädter wieder auf einen ähnlichen Fanzulauf wie in den ersten Heimspielen hoffen.

Die Gäste, die seit 1998 entweder in der Bayernliga, oder sogar sechs Jahre lang in der Regionalliga angesiedelt waren, sind natürlich eine feste Größe im bayerischen Handball. Doch in dieser Saison ist der Start so richtig misslungen. Bis zum Überraschungssieg gegen Rödelsee hatten die Jungs des Trainergespanns Koskue und Lang noch keinen Zähler geholt und da kam der Befreiungsschlag gerade zur rechten Zeit. Neben diesem Paukenschlag zeigt auch ein Blick aufs Torverhältnis, dass die Allgäuer viel besser sind, als es der Tabellenstand ausdrückt. Die Gäste kommen mit den zweitwenigsten Gegentoren in die Herzogstadt und damit ist klar dass den Sulzbachern eine erfahrene und knallharte Abwehr gegenüber steht. Im Angriff fehlt zwar der herausragende Shooter, doch sind einige torgefährliche Akteure in der Mannschaft, die weiterhin auf den gesperrten Achim Wittlinger verzichten muss.

Das Team von Trainer Rohrbach muss vor allem viel Geduld aufbringen, um die kompakt stehenden Gäste müde zu spielen. Nicht so ganz einfach, denn mit Jiri Smolik und Michael Waitz stehen zwei Torjäger auf dem Feld, die es gewohnt sind in jeder Situation den Abschluss zu suchen. Vielleicht ist hier der Weg über die so treffsicheren Außen und Kreisläufer der richtigere Weg, denn die mussten sich in den letzten Spielen ihre Chancen meist selbst erspielen. Trainer Rohrbach kann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, bei dem zwar Woche für Woche ein paar Akteure angeschlagen oder erkrankt sind, die sich aber immer durchbeißen und ihren Mann stehen. Der Erfolg der letzten Wochen lässt die Schmerzen scheinbar leichter ertragen. Falls es der Coach schafft, die Mannschaft mental auf einen sehr unangenehm zu spielenden Gegner einzustellen, ist ein Sieg gegen die Schwaben drin und der Höhenflug des HCS könnte weitergehen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Kaspar, Waitz, Smolik, Blödt, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

HCS punktet munter weiter

Auch der TSV Ottobeuren lässt beim 30:27-Erfolg der Rohrbachtruppe die Zähler in der Herzogstadt

Der HC Sulzbach bleibt auch im vierten Heimspiel ohne Niederlage und befindet sich als aktueller Tabellenfünfter in illustrer Gesellschaft aller Topfavoriten mitten in der Spitzengruppe der Bayernliga. Nach knapp einem Viertel der Saison hat der freche Aufsteiger bereits neun Zähler gesammelt und damit eigentlich schon das Soll für die Hinrunde erfüllt. Diesmal holte sich die Rohrbach-Truppe die Punkte gegen einen stark aufspielenden TSV Ottobeuren, der aber erst in den Schlussminuten mit 30:27 besiegt werden konnte.

Dass es gegen die erfahrenen Allgäuer schwer werden würde, wusste man in der Herzogstadt schon vorher, aber mit so viel Gegenwehr hatten die Experten dann doch nicht gerechnet. In den ersten Minuten war das Team von Trainer Koskue die klar bessere Mannschaft, die es mit ballsicherem Spiel immer wieder schaffte den brandgefährlichen Rechtsaußen Stefan Bartenschlager frei zu spielen. Dieser einfache aber effektive Spielzug reichte aus, dass die Gastgeber bis zur zehnten Minute brauchten um erstmals in Führung zu gehen (6:5). Die beiden Torhüter Zdenek Vojtech für die Sulzbacher und Zoltan Varga im Gehäuse des TSV Ottobeuren waren die stärksten Akteure in dieser Phase, die von vielen Fehlversuchen der Rückraumschützen geprägt war. So quälte man sich etwas über die Runden. Keine Mannschaft konnte mit mehr als einem Tor in Führung gehen und so spiegelte der 13:13-Pausenstand die durchwachsenen Leistungen der beiden Teams wieder.

Erst so ab der vierzigsten Minute nahm das Spiel dann so richtig Fahrt auf. Jetzt waren es doch zwei Rückraumschützen, die sich ein packendes Duell lieferten. Linkshänder Michael Waitz von den Gastgebern und Rechtshänder Andras John von den Gästen trafen in Abwehr und Angriff direkt aufeinander und schenkten sich in Sachen Effektivität beim Torwurf so gut wie nichts. Die Tatsache, dass sich beide natürlich in der Abwehr nicht mit Ruhm bekleckerten, verschweigen wir höflich, denn vor dem Tor des Gegners zogen die Kunstschützen eine Show ab, die höchstes Bayernliganiveau hatte. Da der Sulzbacher Kanonier leicht die Nase vorn hatte, führten die Gastgeber Mitte der Halbzeit erstmals mit drei Treffern (23:20) und als man diesen Vorsprung bis sechs Minuten vor Schluss auf 28:23 ausbauen konnte, glaube manch einer schon, dass die Messe gelesen sei. Doch die Schwaben hatten ihren Kampfgeist noch nicht verloren und nutzten einige Fehler der Herzogstädter aus. Plötzlich waren die Gäste beim 28:27 wieder auf Schlagdistanz und die ca. 600 Fans mussten noch einmal zittern. Erst ein Traumpass von Marco Forster auf das Geburtstagskind Stefan Moritz, besiegelte die hart erkämpfte 30:27-Niederlage der Gäste.

Trainer Rohrbach zeigte sich mit dem Ergebnis, aber nicht mit der Leistung einiger Akteure zufrieden. Doch er entschuldigte die etwas schwächere Effektivität einiger seiner Jungs, die in den letzten Wochen noch die Sieggaranten waren. Auch Superhelden brauchen mal eine Pause und einer ist ja immer dabei, der den kleinen aber feinen Unterschied macht.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Waitz 10(1), Ströhl 4, Forster 3, Braun 3(1), Hartmann 2, Krizek 2, Hausner 2, Moritz 2, Smolik 2(1), Wertmiller, Blödt, Kaspar

Bericht: cwh