Vor dem Spiel
Schwierige Aufgabe beim HSC Coburg II
Abstiegskampf im Mittelfeld
Mit drei Siegen aus den ersten vier Spielen ist der HCS fast optimal in die Rückrunde gestartet. Wie wichtig diese Erfolge waren, zeigt die Tabelle, denn die Konkurrenz schläft nicht und punktet locker mit. Nun stehen im Februar zwei schwere Auswärtsspiele in Coburg und Bayreuth an, da wird es schwierig den tollen sechsten Tabellenplatz, den die Krizek-Truppe zurzeit belegt, zu verteidigen. Am Sonntag um 16.00 Uhr muss man bei der Bundesligareserve des HSC 2000 Coburg antreten. Die Partie findet in der BGS-Halle in Coburg (Lauterer Str.) statt.
Es könnte so eine gemütliche Saison sein, ja wenn es den SV Anzing und die Tabellensituation in der 3. Liga Süd nicht gäbe. Mit Friedberg II, Ismaning und dem TSV Lohr haben sich die drei Teams am Tabellenende schon gedanklich mit der Landesliga zu befassen. Zehn und mehr Punkte trennen diese Teams vom rettenden Ufer. Doch ab dem Tabellenelften Anzing (14 Punkte) bis zum Fünften Coburg (18 Punkte) streiten sich sage und schreibe sieben Vereine um den vakanten viertletzten (Abstieg)-Rang, der dann scharf wird, wenn aus der 3. Liga mehr als ein bayerischer Verein absteigt. Danach sieht es im Moment leider aus, denn Friedberg und Fürstenfeldbruck zieren das Tabellenende der Südstaffel.
Das Duell der Coburger und der Gäste aus der Herzogstadt ist also nur auf dem ersten Blick ein Duell aus dem gesicherten Mittelfeld, sondern knallharter Abstiegskampf mit allen was dazu gehört. Auch wenn die Oberpfälzer nur einen Zähler hinter den Gastgebern liegen, die Favoritenrolle gehört klar den Oberfranken. Schon im Hinspiel in Sulzbach dominierten die Coburger das Geschehen über weite Strecken und gewannen sicher mit 33:30 Toren. Dass das Team von Trainer Zdenek Vanek nicht viel weiter oben angesiedelt ist, liegt an den oft etwas launischen Auftritten und der Tatsache dass die Superstars Jan Kästner, Haick Karapetjan, Nikola Franke und Konstantin Singwald aus verschiedenen Gründen oft nicht vollzählig zur Verfügung standen.
Die Truppe von Coach Pavel Krizek blieb von solchen Problemen weitgehend verschont und konnte fast immer mit dem besten Kader auflaufen. Sicher auch ein Grund für die gute Platzierung nach zwei Drittel der Saison. Doch wie bereits erörtert ist die Messe noch lange nicht gelesen und so müssen die Torjäger Smolik, Forster Kreyßig und Co. hungrig bleiben. Die Favoritenrolle schiebt man den Coburgern gerne zu, aber die Punkte müssen sich die Gastgeber schon selbst erkämpfen.
HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Toni Kreyßig, Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Marco Forster, Smolik, Benjamin Funke, Florian Funke, Luber, Brockstedt, Klee, Kristian Forster
Bericht: cwh
