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Saison 2015/2016
Samstag, 24. Oktober 201520:00 Uhr

TV 61 Erl-BruckgegenHerren I

Heim

TV 61 Erl-Bruck

39 : 23

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Derby-Spezialist aus Mittelfranken fordert den HCS

Aber auch die Krizek-Truppe fährt mit Spass nach Erlangen-Bruck

Ein bisschen Nostalgie kommt schon auf, wenn die Sulzbacher Handballer am Samstagabend zum Ostbayernderby nach Erlangen fahren. Auch wenn die aktuellen Mannschaften personell nicht mehr viel gemeinsam haben mit den alten Rivalen, die sich vor 5 bis 10 Jahren heiße Kämpfe in der Landesliga geliefert haben. Doch Derby bleibt Derby und so freuen sich die Herzogstädter, nicht nur wegen der kurzen Anreise auf das Spiel gegen den TV Erlangen/Bruck am Samstag um 20.00 Uhr in der Karl-Heinz-Hirsemann-Halle (Schillerstraße 56).

Die Erlanger Südstädter haben ihr erstes Saisonziel schon erreicht, denn das Stadtderby gegen den favorisierten HC Erlangen II wurde in überzeugender Manier gewonnen. Für die aufstrebenden Brucker, die sich gerne in der Rolle des Underdog in der Handballstadt Erlangen sehen, sicher ein Highlight, dass unvergessen bleiben wird. Das war es aber auch schon bis dato mit der Punkteausbeute von ?Brooklyn United?, denn die anderen vier Saisonspiele gingen verloren und so findet sich der Aufsteiger zunächst einmal auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Trainer Ben Ljevar glaubt aber noch an sein Team, das oft nur unglücklich unterlag und teilweise durchaus Bayernligareife abrufen konnte. Was da noch fehlt ist wohl die Erfahrung der jungen Mannschaft, doch so geht es ja meist allen Newcomern, da heißt es die Nerven behalten, die Saison ist ja noch lang.

Gegen den Gegner aus der Oberpfalz rechnen sich die Mittelfranken natürlich etwas aus, sahen einige Experten das Krizek-Team doch schon vor der Saison als sichern Absteiger an. Dummerweise steht der HCS nun mit 6:4-Punkten auf dem 5. Tabellenplatz der Liga, was den Sachverstand der Kritiker nicht gerade hervorhebt. Hilfreich war in dieser Startphase der Runde natürlich, dass die Sulzbacher von größeren Verletzungen verschont blieben, denn der begrenzte Kader kann sich Ausfälle dieser Art leider nicht leisten. Auch wenn die jungen Talente im Team immer größere Fortschritte machen, sind es dann doch meist die Routiniers in der Mannschaft die federführend für den komfortablen Tabellenplatz in diesen Wochen sind. So rechnen sich die Gäste auch diesmal durchaus etwas aus in der Universitätsstadt, auch wenn man sich durchaus der Schwere der Aufgabe bewusst ist.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Toni Kreyßig, Björn Kreyßig, Krizek, Marco Forster, Brockstedt, Smolik, Florian Funke, Benjamin Funke, Luber, Kristian Forster, Meta, Termer

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Debakel beim Aufsteiger

23:39-Niederlage beim TV Erlangen-Bruck wirft Fragen auf

Unerklärliches ist da passiert am Samstagabend als der HC Sulzbach beim Aufsteiger aus Erlangen-Bruck blamabel mit 23:39 verloren hat. Eigentlich spricht das Ergebnis ja eine deutliche Sprache, doch für die zahlreich mitgereisten Fans war der Ausflug in die Universitätsstadt trotzdem ein Buch mit sieben Siegeln.

Das kaum zu lösende Rätsel lautet, wie kann eine Mannschaft Woche für Woche ein völlig anderes Gesicht zeigen. Der auch schon sehr schwachen Vorstellung in Landshut folgte ein Galaauftritt zuhause gegen die DJK Rimpar und man dachte da schon an einen Ausrutscher, der mal passieren kann und schnell wieder korrigiert wurde. Doch dann lassen sich die Krizek-Jungs in Erlangen geradezu abschlachten und der Sulzbacher Handballfan kennt sich überhaupt nicht mehr aus.

Den Spielverlauf kann man sich eigentlich sparen, auch wenn die erste Halbzeit noch in einigermaßen geregelten Bahnen verlief. 5:4 und 8:6 führte der Gastgeber aus Bruck weil sich die Herzogstädter hier schon mit technischen Fehlern das Leben schwer machten. Auch der Halbzeitstand von 16:12 für den Aufsteiger, der mit viel mehr Leidenschaft kämpfte als die leblosen Oberpfälzer, hätte in den zweiten dreißig Minuten noch korrigiert werden können, aber was dann in der zweiten Hälfte geschah, spottet jeder Beschreibung. Außer Toni Kreyßig, der aber mehr oder weniger als Einzelkämpfer agierte, konnte kein Akteur auch nur annähernd seine Normalform erreichen. Rekordverdächtig waren nur die Anzahl der vergebenen Chancen und die übertretenen Würfe. Fast hätte man meinen können, dass die Gäste eine Schuhgröße zu hoch gewählt hätten. Schnell war dann die Messe gelesen. 24:14, 30:20 und 39:23 waren dann die deprimierenden Zahlen an der Anzeigetafel, die dem Spielverlauf leider vollauf gerecht wurden. Beiläufig sei noch erwähnt, dass es die Herzogstädter in sechzig Minuten nicht schafften auch nur einen Strafwurf zu bekommen, auch ein Zeichen über die entsprechende Motivation der Truppe aus der Oberpfalz.

Wie kann man diese Pleite jetzt einordnen? Am Samstag kommt der Vorjahreszweite aus Waldbüttelbrunn in die Krötenseehalle, da können und müssen die Krizek-Jungs zeigen, dass es auch anders geht, sonst ist es vorbei mit der Ruhe in der Herzogstadt und es werden Konsequenzen gezogen, denn so geht?s ja wohl nicht meine Herren.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel (Tor); Toni Kreyßig 11, Florian Funke 5, Smolik 3, Marco Forster 2, Luber 2, Termer, Benjamin Funke, Brockstedt, Kristian Forster, Meta, Krizek

Bericht: cwh