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Saison 2006/2007
Samstag, 24. März 200716:30 Uhr

Herren IgegenSSG Metten

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

SSG Metten

Spielort

Realschule

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Kultspiel in der Realschulhalle

SSG Metten bürgt für Qualität

Ein Verfolgerduell mit Kultstatus wartet auf die Sulzbacher Fans am Samstag um 16.30 Uhr in der Realschulhalle. Mit der SSG Metten macht ein Landesliga-Urgestein seine Aufwartung in der Herzogstadt und die Historie lässt ein tolles Handballspiel erwarten. Beide Teams präsentierten sich zuletzt in guter Form und auch wenn der Weg nach ganz oben nicht mehr realistisch ist, werden die beiden spielstarken Mannschaften wie immer alles geben.

Im letzten Jahr nur knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt, gehören die Niederbayern in diesem Jahr nur noch zur zweiten Reihe der Liga. Zu weit sind die drei Klassenbesten Indersdorf, Winkelhaid und Landshut schon enteilt. Doch der Dreikampf um den 4. Platz zwischen Burghausen, Metten und den Sulzbachern ist eine Frage der Ehre und so werden die Mettener auch in der Herzogstadt auf Punktejagd gehen. Die erfahrene Mannschaft um Spielertrainer Milan Sedivec hält technisch mit allen Teams der Liga locker mit und wenn sie erst einmal warmgelaufen sind, macht die Lust am Gewinnen den schon etwas in die Jahre gekommenen Cracks immer wieder schnelle Beine. Letzte Woche spielten sie die Bayern aus München mit einem überlegen geführten 32:21-Erfolg an die Wand und sind gut gerüstet für den Besuch in der Oberpfalz.

Doch auch die Gastgeber sind gerüstet für den Schlager. Sebastian Braun und Sebastian Piller haben in der letzten Woche ihre ersten Gehversuche nach der Verletzungspause gemacht und so kann Trainer Ingo Gömmel endlich mal wieder aus den Vollen schöpfen. Letzte Woche in Indersdorf zeigten die Herzogstädter ihre Klasse und lieferten dem Tabellenführer einen heißen Kampf, den die Oberbayern nur knapp mit 30:29 gewinnen konnten. Besonders Thomas Hartmann und Peter Andörfer spielen seit Wochen in Topform und führen ihre jungen Mitspieler in bewundernswerter Weise immer wieder zu Höchstleistungen. So stehen die Chancen in diesem Spiel trotz der um zwei Punkte besseren Platzierung der Niederbayern fünfzig zu fünfzig und da die Gastgeber vor ihren phantastischen Publikum immer noch einige Prozent drauflegen, könnten eben diese Fans wieder einmal zum Zünglein an der Waage werden.

Beste Voraussetzungen also für einen echten Sulzbacher Handballkrimi, der kurz vor der Osterpause noch einmal alle Anhänger des HCS mobilisieren sollte.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech, im Tor; Piller, Braun, Englhard, Rohrbach, Andörfer, Kellner, Hartmann, Waitz, Schmidt, Forster

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Debakel gegen die SSG Metten

Sedivec-Gala beim 29:22-Auswärtserfolg der Niederbayern gegen erschreckend schwache Sulzbacher

Glücklicher HC Sulzbach! Da wird der Gastgeber von der bärenstarken SSG Metten gerade mit 22:29 gedemütigt und doch gehen die zahlreichen Fans zufrieden nach Hause, weil die Herzogstädter inzwischen mehrere Topteams im Einsatz hat, die das Eintrittsgeld rechtfertigen. Die Galavorstellung der Damen beim 17:8-Erfolg gegen den Tabellenführer aus Nabburg machte den Samstag doch noch zu einem Highlight und hätten die Herren der Schöpfung, die so gerne über den Damenhandball lästern, nur 10 Prozent des Kampfgeistes der Mädels gezeigt, wäre es nicht zu solch einer Blamage gekommen. So aber zerlegten die Niederbayern den HCS in all seine Bestandteile.

Als man vor zwei Wochen ebenso glatt gegen den SVW Burghausen verlor, konnte es man noch auf die verletzt fehlenden Spieler schieben, doch diesmal waren sie alle dabei. Zumindest auf dem Papier. Schon nach wenigen Minuten war klar, dass die Herzogstädter heute große Probleme bekommen würden. Gegen die druckvoll agierenden Gäste fehlte bereits in der Anfangsphase die geistige Frische. Immer war man den einen Schritt zu spät und erlaubte den cleveren Mettenern die Chance zum Torwurf. Die nutzten ihre Möglichkeiten eiskalt aus und führten so schnell mit 7:4. Besonders den über vierzigjährigen Spielmacher Milan Sedivec bekam der Mittelblock nie in den Griff. Dass es zur Halbzeit noch eine wage Hoffnung auf Besserung gab, lag an Sebastian Braun und Peter Andörfer, die als einzige etwas Gefährlichkeit ausstrahlten. Dem zwischenzeitlichen 10:11-Anschlußtreffer folgten aber wieder einige katastrophale Fehler und so wechselte man mit 11:15 die Seiten.

In der zweiten Halbzeit erinnerte das Spiel der Gastgeber dann fast schon an Arbeitsverweigerung. Die Abwehr war als solche kaum noch zu bezeichnen und erlaubte dem überragenden Sedivec insgesamt 12 Treffer, nicht schlecht für einen Handballvorruheständler. Nicht nur Trainer Ingo Gömmel raufte sich die Haare, angesichts der technischen Fehler und ausgelassenen Chancen auf Sulzbacher Seite. Auch die treuen Fans fragten sich immer wieder, wo der Siegeswille des Teams aus den vergangenen Monaten war. Als dann mit Sebastian Braun auch noch der letzte gefährliche Werfer das Spiel wegen 3x2-Minuten verlassen hatte, nahm das Debakel seinen Lauf. 17:22, 20:25 und 22:29, so die nackten Zahlen des Spielverlaufs in der zweiten Halbzeit, die keiner näheren Betrachtung mehr verdienen.

Die gebeutelten Sulzbacher Akteure müssen sich nun fragen lassen, ob sie sich im Klaren sind, was sie mit solchen Vorstellungen anrichten. Die Leidensfähigkeit der Sulzbacher Fans ist nicht unendlich und so sollte sich die Mannschaft in den nächsten Wochen noch einmal zusammenreißen und zeigen, dass sie noch Handballspielen können.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Braun 6(2), Andörfer 5, Forster 2, Englhard 2, Schmidt 2, Hartmann 1, Piller 1, Waitz 1, Rohrbach 1, Kellner 1

Bericht: cwh