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Saison 2010/2011
Samstag, 13. November 201016:30 Uhr

Herren IgegenTV Münchberg

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TV Münchberg

Spielort

Realschule

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Schwere Aufgabe für die Rohrbach-Truppe

Gegner aus Münchberg ist im Aufwind

Obwohl sich die Sulzbacher Handballer am letzten Wochenende wegen der ausgefallenen Partie in Indersdorf eine Auszeit nehmen durften, sind sie in der Tabelle wieder einen Platz nach oben gerückt. Denn der selbsternannte Aufstiegsfavorit aus Coburg patzte in Waldbüttelbrunn schon wieder und tauschte so die Plätze mit den Herzogstädtern. Vor der Rohrbach-Truppe liegen nur noch die Überflieger aus Partenstein, doch die sind erst in drei Wochen ein Thema. Aktuell heißt der nächste Gegner TV Münchberg und der verlangt auch schon die volle Konzentration des Sulzbacher Teams. Am Samstag um 16.30 Uhr beginnt dieses Spiel in der Realschulhalle am Erlheimer Weg.

Der Tabellenachte aus Münchberg ist auf dem Papier eigentlich eine lösbare Aufgabe, doch die derzeit mittelmäßige Platzierung täuscht sicher etwas über die echte Leistungsfähigkeit der Truppe von Trainer Christian Seiferth hinweg. Ein schweres Auftaktprogramm und einige verletzte Spieler verhinderten, dass die Oberfranken nahtlos an die letzte Saison anknüpfen konnten. Da war der Aufsteiger am Ende als Tabellendritter, die Überraschungsmannschaft der Liga. Mit der Erfahrung der tschechischen Lad-Brüder mischte der TVM die Liga kräftig auf und auch die Herzogstädter bezogen zweimal unangenehme Prügel bei den Franken. Seit einigen Wochen scheinen sich die Gäste nun gefangen zu haben und schleichen sich langsam an die vorderen Tabellenränge heran. Zuletzt musste der MTV Stadeln die neugewonnene Spielfreude der Münchberger spüren, der sich bei der Seiferth-Truppe eine deftige 18:39-Schlape einhandelte. So werden die Franken mit viel Rückenwind in die Herzogstadt reisen, denn der HCS scheint so etwas wie der Lieblingsgegner der Münchberger zu sein.

Trainer Christian Rohrbach hofft, dass die Pause seine Mannschaft nicht aus dem Rhythmus gebracht hat. Immerhin spielt man, bis auf eine kleine Ausnahme, bisher eine tolle Saison und dieser Lauf sollte ruhig noch einige Wochen andauern. Zumindest konnten die Cracks die eine oder andere kleine Blessur pflegen und so wird der Coach wohl sein Wunschteam auflaufen lassen können. Der letzte Sieg gegen den Tabellenletzten aus Metten, zeigte aber auch einige Konzentrationsmängel auf, die man sich gegen eine Mannschaft vom Kaliber des TV Münchberg nicht leisten kann. Besonders in der Abwehr zeigten sich die Oberpfälzer zuletzt anfällig, aber auch der Angriff lebt noch zu sehr von der Klasse einzelner Spieler. Trainer Rohrbach wünscht sich, dass aus den Individualisten endlich wieder ein Team wird, denn nur dann kann man in den schweren Spielen bis zur Weihnachtspause bestehen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Taktische Meisterleistung gegen den TV Münchberg

HCS beim 31:21-Erfolg in allen Bereichen überlegen

Da hatte selbst der sonst so kritische Trainer Christian Rohrbach nicht mehr allzu viel zu beanstanden. Mit einer Klasseleistung besiegte der HC Sulzbach den TV Münchberg klar mit 31:21 Toren und sichert so seinen komfortablen 2. Tabellenplatz. Eigentlich hatte man den Gegner aus Oberfranken etwas stärker eingeschätzt, doch eine furiose Anfangsphase nahm den Münchbergern schnell den Wind aus den Segeln. Was danach kam war eigentlich nur noch ein Schaulaufen der Herzogstädter vor einem restlos zufriedenen Publikum.

Trainer Rohrbach hatte den Gegner zuvor beobachtet und sein Team glänzend eingestellt. Zur allgemeinen Verwunderung stand so nicht der beste Torschütze der Sulzbacher, Jiri Smolik, sondern Peter Andörfer in der Startformation. Damit stellte der Trainer den abwehrstärkeren Akteur gegen den gefährlichen Spielmacher der Gäste, Jan Lad, der so die gefürchtete zweite Welle nicht in Schwung bringen konnte. Außerdem kannten die Gastgeber scheinbar jeden Spielzug der Franken schon im Voraus. Fünfmal eroberte man so zu Beginn den Ball und da stand es auch schon 5:0, ehe der phantastisch haltende Zdenek Vojtech das erste Mal geschlagen war. Neben dem Hexer aus Pilsen war es auch noch ein anderer Spieler, der die Angriffsaktionen der Gäste stoppte. Pavel Krizek zeigte sein bisher bestes Spiel im Trikot des HCS. Seine Präsenz in der Abwehr, aber diesmal auch sein Druck aus dem Rückraum schafften schnell die Vorentscheidung (9:2). Nur in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit legten die Herzogstädter eine kleine Kunstpause ein und die Gäste witterten beim 12:8 etwas Morgenluft, doch die letzten beide Tore der Gastgeber beruhigten die Fans beim 14:8-Pausenstand.

Nach der Halbzeit zeigte sich wieder einmal, dass die Herzogstädter über einen ausgeglichenen Kader verfügen. Trainer Rohrbach konnte seinen Leistungsträgern nun die nötigen Ruhepausen gönnen, ohne dass der Spielfluss darunter litt. Besonders spielerisch wusste der HC diesmal zu gefallen, was sich auch in den vier Kreisläufertoren des jungen Martin Burkhard widerspiegelt. Die Münchberger hatten dem nichts entgegen zu setzen, auch weil das Duell der Spielmacher diesmal klar an die beiden Sulzbacher Smolik und Andörfer ging. Beim Zwischenstand von 23:12 sah es echt bitter aus für die Oberfranken. Besonders Rechtsaußen Marco Forster hielt das Tempo der Gastgeber atemberaubend hoch. Wenn die Sulzbacher in dieser Phase, besonders bei Gegenstößen, noch etwas sicherer getroffen hätten, wäre der Erfolg wohl noch höher ausgefallen. So konnten die Münchberger die letzten Minuten noch ausgeglichen gestalten, doch am klaren 31:21-Erfolg gab es nichts mehr zu deuteln.

Die taktische Meisterleistung des Trainers und die Spielfreude der Mannschaft waren an diesem Nachmittag eine Nummer zu groß für die Münchberger, die in dieser Form aber sicher nicht das Maß aller Dinge in der Landesliga sind.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Smolik 6(1), Forster 5, Hartmann 4, Burkhard 4, Krizek 4, Braun 2, Waitz 2, Ströhl 2, Andörfer 1, Englhard 1, Wertmiller 1, Moritz

Bericht: cwh