Vor dem Spiel
Keine Angst vor dem Angstgegner
TV Gerolzhofen zu Gast in der Realschule
Zum Rückrundenstart treffen am Samstag um 16.30 Uhr in der Realschulhalle zwei Teams aufeinander, die beide mitten im Abstiegsstrudel stehen. Dabei gehörten der Gastgeber aus Sulzbach, aber besonders die Gäste vom TV Gerolzhofen noch in der vergangenen Saison zur vorderen Tabellenhälfte und hatten in dieser Spielrunde einiges vor. Doch diesen Ansprüchen wurden beide Teams nicht gerecht und so beginnt spätestens an diesem Spieltag der knallharte Kampf ums sportliche Überleben. Dabei haben die Unterfranken zurzeit noch die etwas besseren Karten, denn sie liegen zwei Punkte und zwei Plätze vor den Herzogstädtern auf dem 9. Tabellenrang.
Das es bei den Sulzbacher Handballer in dieser Saison nicht so recht läuft, hat verschiedene Gründe. Beim Gast aus Gerolzhofen liegen sie deutlicher auf der Hand. Zu viele Leistungsträger mussten im letzten Jahr den Kader aus beruflichen oder schulischen Gründen verlassen, oder beendeten aus Altersgründen ihre Karriere. Trotzdem starteten die Franken noch recht erfolgreich in diese Runde. Das musste auch der HCS erfahren, der gleich das erste Spiel in Gerolzhofen glatt mit 27:30 verlor. Doch im Laufe der nächsten Wochen zeigte sich, dass Trainer Stephan Dinkel nur einen sehr kleinen Kader zur Verfügung hat. Viele Spiele wurden so recht knapp und unglücklich verloren. Auch die Partie am letzten Wochenende beim ASV Cham ging mit 31:34 nur knapp, nach einem Leistungsabfall in der zweiten Hälfte, an die Bayerwälder. Dafür wollen sich die Geos bei ihrem zweiten Ausflug in die Oberpfalz binnen einer Woche bei den Sulzbachern schadlos halten. Die Historie spricht dabei für den Gast, denn in den bisherigen drei Duellen der beiden Teams, war es jeweils der TVG, der die Halle als Sieger verlassen konnte.
In der Herzogstadt rätselt man in diesen Tagen herum, woran es liegen könnte, dass die Kuether-Truppe nicht auf Touren kommt. Der Kader ist komplett und in jedem Spiel zeigt der eine oder andere Akteur seine individuelle Klasse. Irgendwie schaffen es die Sulzbacher aber nicht zu einer mannschaftlichen Geschlossenheit zu finden. Dann hadert man zu schnell mit sich oder seinen Kameraden, verliert die Konzentration und das Drama nimmt seinen Lauf. Also Jungs, ihr seid ein Team, ihr könnt Handballspielen und ihr könnt jeden Gegner schlagen. Überlasst das Denken und Grübeln den Pferden, die haben größere Köpfe. Mit dieser positiven Einstellung und dem nötigen Kampfgeist müsste doch der erste Erfolg gegen die Unterfranken möglich sein.
HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Smolik, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber, Ströhl, Burkhardt
Bericht: cwh
