Vor dem Spiel
ASV Dachau mit dem Rücken zur Wand
Oberbayern brauchen die Punkte, doch Sulzbach will mit Kampfgeist dagegenhalten
Viel Lob und durchweg gute Kritiken bekamen die Sulzbacher Handballer in den letzten Spielen. Doch was fehlte waren die Punkte. Auch wenn die Leistung stimmte, nun müssen wieder Zähler her um den guten 4. Tabellenplatz bis zum Saisonende zu verteidigen. Eine gute Gelegenheit dazu bietet sich am Samstag, wenn um 16.30 Uhr der ASV Dachau zu Gast in der Realschulhalle ist.
Die Oberbayern konnten schon im Hinspiel deutlich mit 32:26 besiegt werden und sind als Tabellenneunter natürlich Außenseiter bei den Herzogstädtern. Doch Vorsicht ist geboten. Die Dachauer werden um ihre kleine Chance erbittert kämpfen, stehen sie doch mitten im Abstiegskampf. Zusammen mit der HG Nürnberg teilt man sich im Moment den Relegationsplatz, nur einen Zähler vor den Abstiegsplätzen. Da käme ein Überraschungs-Erfolg bei den Sulzbachern gerade recht, denn der Aufsteiger will natürlich nicht schon nach einem Jahr wieder in die Bezirksoberliga abtauchen. Ein Teilerfolg gelang den Münchener Vorstädtern letzte Woche im Heimspiel, wo man den direkten Konkurrenten aus Eggenfelden wenigstens einen Punkt beim 23:23-Remis abnahm und so die Niederbayern auf Distanz hielt.
Solche Probleme hat der Gastgeber zum Glück nicht. Dank der starken Vorrunde spielt man nur noch um die Ehre und um eine gute Platzierung. Nach dem starken Auftritt am letzten Wochenende beim Tabellenführer SG Regensburg, dass nur sehr unglücklich mit 23:25 verloren wurde, brennen die Herzogstädter darauf, ihren Fans wieder einmal ein starkes Heimspiel mit dem dazugehörigen Sieg zu bieten. Sollte die Grippewelle durch den Frühlingseinbruch endlich vorbei sein, kann das Trainergespann Andörfer und Ströhl auch auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Während man in Regensburg vor allem in der Abwehr glänzen konnte, sind gegen Dachau auch noch andere Tugenden gefragt. Die Oberbayern zeigten sich im Hinspiel anfällig für Tempogegenstöße. Damals war Thomas Hartmann viel zu schnell für seine Gegenspieler und warf 10 blitzsaubere Tore.
Wenn die Moral und der Kampfgeist der Truppe einem Heimspiel entsprechen, dürfte gegen die Dachauer eigentlich nichts anbrennen und die von den Trainern geforderte Serie von acht Punkten aus den letzten vier Spielen könnte am Samstag gestartet werden.
TV Sulzbach:
Vojtech, Güthe (Tor); Munker, Brandt, Hartmann, Stauber, Martinez, Soukop, Waitz, Rohrbach, Kellner, Andörfer P., Gömmel
Bericht: cwh
