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Saison 2009/2010
Sonntag, 21. Februar 201016:30 Uhr

Herren IgegenHSC 2000 Coburg II

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

HSC 2000 Coburg II

Spielort

Krötensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Bundesligareserve zu Gast in der Herzogstadt

Mit neuem Trainer Christian Rohrbach gegen den HSC Coburg II

Achtung Handballfans, an diesem Wochenende ist einiges anders als gewohnt. Die 1. Mannschaft spielt am Sonntag um 16.30 Uhr in der Krötenseeschule gegen die Reserve des HSC 2000 Coburg und beginnt damit die erhoffte Aufholjagd in der Tabelle mit dem neuen Trainer Christian Rohrbach in ungewohnter Umgebung.

Dem neuen Coach hätte man zu seinem Debüt einen etwas leichteren Gegner gewünscht als die Bundesligareserve aus Oberfranken, die nach anfänglichen Problemen immer besser in Schuss kommt und nun schon auf dem 4. Tabellenplatz zu finden ist. Zuletzt schossen die Coburger hintereinander die starken Teams aus Stadeln und Gerolzhofen aus der Halle und selbst der bis dahin ungeschlagene Topfavorit aus Erlangen musste mit einer 32:29-Niederlage erstmals Federn lassen. Mit diesem Lauf im Rücken machen sich die Franken sogar noch Hoffnung, die beiden Spitzenteams HC Erlangen und TG Landshut einzuholen um das Saisonziel, den Aufstieg in die Bayernliga, doch noch zu realisieren. Da wollen die Verantwortlichen des Zweitligisten die Talentschmiede unbedingt sehen, um die Nachwuchskräfte noch mehr fordern zu können. Für Trainer Andreas Müller und seine Mannschaft zählen also nur noch Siege und so werden sie auch in der Herzogstadt mit viel Selbstbewusstsein auftreten.

Im Sulzbacher Lager hofft man, dass durch den Trainerwechsel ein Ruck durch die Mannschaft geht. Sicherlich werden sich die Akteure an diesem Sonntagnachmittag für den neuen Coach zerreißen, um den Einstieg ihres ehemaligen Mannschaftskameraden nicht zu vermasseln. Christian Rohrbach hat in dieser Woche in einigen persönlichen Gesprächen versucht die Psyche der Spieler aufzurichten, mehr darf man in einer Woche auch nicht erwarten. Immerhin kann der neue Coach aus den Vollen schöpfen. Einzig Torhüter Julian Steiner fällt verletzt aus und so wird wohl wieder Thorsten Güthe ins Team rücken. Die beiden Torhüter und die Abwehr werden wohl auch im Mittelpunkt stehen, wenn es gegen die wurfgewaltigen Oberfranken zu einem Erfolgserlebnis reichen soll. Ob der neue Coach und ehemalige Abwehrchef der Sulzbacher, diesen Mannschaftsteil in so kurzer Zeit schon entscheidend verbessern konnte ist fraglich, doch wenn die Spieler die Situation richtig erkannt haben, sollten sie über sich hinaus wachsen und dann ist auch gegen die favorisierten Coburger einiges möglich. Im Angriff gibt es zum Glück weniger Probleme. Jiri Smolik schießt sich so langsam ein und wenn nun auch noch Michael Waitz seine Blockade lösen kann, ist man in diesem Mannschaftsteil durchaus konkurrenzfähig.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Smolik, Andörfer, Hartmann, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Waitz, Ströhl

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Gelungener Einstand für Trainer Christian Rohrbach

28:27-Heimsieg gegen starke Coburger bringt etwas Luft im Abstiegskampf

Zentnerschwere Steine hörte man am Sonntagnachmittag in der Krötenseehalle fallen, denn Mannschaft, Trainer und auch Vorstand standen unter einem enormen Druck. Der hart umkämpfte 28:27-Heimsieg gegen die favorisierte Bundesligareserve aus Coburg kam da gerade zur rechten Zeit, lässt die Handballfamilie aus Sulzbach wieder etwas durchatmen und bescherte dem neuen Trainer Christian Rohrbach einen märchenhaften Einstand.

In der vergangenen Woche hatten Trainer Rohrbach und Manager Kandziora noch einmal deutlich gemacht, dass die Situation der Herzogstädter mehr als kritisch ist und so sah man vor der Partie sehr entschlossene Spieler in das Spiel gehen. Entsprechend intensiv wurden bereits die ersten Minuten gestaltet. Zwar dauerte es etwas bis die diesmal produktive Nervosität abgelegt wurde, doch ein hellwacher Torhüter Zdenek Vojtech bremste die etwas unbeschwerteren Coburger erst einmal aus. Da auch der Gästekeeper ein Meister seines Fachs war, blieb die Partie in der ersten Viertelstunde sehr torarm, wobei die Gastgeber meist einen Treffer vorlegen konnten (5:5). Erst die erste Zeitstrafe der Coburger sorgte für einen Zweitore-Vorsprung der Sulzbacher. Doch der Gegner kam über den körperlich starken Kreisläufer Stefan Schuhmann immer wieder heran (11:10). Die letzten Minuten der ersten Hälfte gehörten dann aber den Herzogstädtern, denn Trainer Rohrbach holte nun seinen Joker aus dem Ärmel. Nun kam Eduard Wertmiller ins Spiel, der den erkrankten Thorsten Artz vertrat. Der Routinier aus der Zweiten Mannschaft machte alles richtig. Ein Tor warf er selbst, riss einen Strafwurf und spielte zuletzt noch einen tollen Pass auf Marco Forster, der den umjubelten 15:12-Halbzeitstand markierte.

In der Pause lobten die Fans die tolle Einstellung der Mannschaft, hatten aber auch erkannt, dass der körperlich überlegene Gegner aus Oberfranken noch lange nicht geschlagen ist. Das Spiel wurde nun immer umkämpfter und beide Abwehrreihen ließen kaum Treffer zu. Jedes Tor musste hart erarbeitet werden und so war es keine Überraschung, dass die erfahrenen Spieler nun die Verantwortung übernehmen mussten. Ein clever agierender Jiri Smolik und Christoph Baumgärtel mit seinem vielleicht besten Spiel im Sulzbacher Dress suchten nun den Abschluss und wenn gar nichts mehr klappte war da immer noch Thomas Hartmann, der es einfach mal allein versuchte. So konnten die Gastgeber den Drei-Tore-Vorsprung lange halten (21:18, 27:24) und als dann vier Minuten vor Schluss das 28:24 gelang schien der Sieg schon sicher. Doch dann wackelten die Sulzbacher doch noch einmal und die pfeilschnellen Coburger schafften tatsächlich noch den Anschlusstreffer (28:27). Die letzten Sekunden hielten die Sulzbacher Fans noch einmal den Atem an, doch dann war eine denkwürdige Partie zu Ende und das Steine-Rollen konnte beginnen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann 7(1), Smolik 7(3), Baumgärtel 4, Andörfer 3, Wertmiller 3, Forster 2, Waitz 2, Moritz, Ströhl, Nachtmann, Englhard

Bericht: cwh