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Saison 2008/2009
Samstag, 11. Oktober 200816:30 Uhr

Herren IgegenTSV 2000 Rothenburg

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TSV 2000 Rothenburg

Spielort

Realschule

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

„Mission impossible“ möglich machen

Titelaspirant TSV Rothenburg zu Gast bei den Herzogstädtern

Der Blick auf die Tabelle der Landesliga Nord wird den Sulzbacher Handballfans auch nach dem dritten Spieltag nicht gefallen. Das hammerharte Auftaktprogramm hinterlässt seine Spuren und so warten die Herzogstädter weiter auf den ersten Sieg der Saison. Leider ist der nächste Gast, der am Samstag um 16.30 Uhr in der Realschulhalle seine Visitenkarte abgibt, nicht gerade ein Aufbaugegner. Im Gegenteil, der Bayernligaabsteiger TSV Rothenburg gilt als heißer Kandidat im Rennen um die Meisterschaft und so bedarf es schon einer besonderen Leistung der zuletzt arg gebeutelten Sulzbacher, um diesem Topteam die Punkte abzunehmen.

Auch der Saisonstart der Mittelfranken verlief nicht ganz so rund wie erwartet. Im ersten Spiel musste man eine überraschende Niederlage beim TV Gerolzhofen hinnehmen, doch über die Stärke dieser Mannschaft weiß man ja auch in der Herzogstadt inzwischen gut Bescheid. Zuletzt demonstrierten die Rothenburger aber ihre Klasse und fegten den TS Herzogenaurach locker mit 40:26 aus der Halle. Nun wollen die Jungs von Trainer Helmut Hofmann die Jagd auf die Tabellenspitze aufnehmen, denn der direkte Wiederaufstieg ist das erklärte Ziel der Tauberstädter. Mit Patrick Egelseer, Muzafer Hadziabdic und Hannes Kölle besitzt das Team drei bärenstarke Torjäger, von denen jeder allein ein Spiel entscheiden kann.

Da wartet auf die Sulzbacher Abwehr eine Herkules-Aufgabe, die sie aber weiterhin ohne den noch ein Spiel gesperrten Thomas Hartmann und den in Gerolzhofen verletzten Peter Englhard meistern muss. Auch der Einsatz von Christoph Baumgärtel ist weiterhin unklar, da der Kreisläufer beruflich kaum abkömmlich ist. Der zuletzt stark spielende Stefan Ströhl wird wohl wieder aus der Reserve aufrücken und auch einen erfahrenen Abwehrstrategen könnte die Truppe wohl noch vertragen. Da drängt sich für das Team von Trainer Ingo Gömmel schon das Motto auf: Jetzt erst recht! Zu verlieren haben die Herzogstädter gegen das Starensemble aus Rothenburg nicht viel. Einzig fehlenden Kampfgeist und Siegeswillen würden die Fans den Akteuren wohl nicht so einfach verzeihen. Vorstand Christian Weiß fordert von seinem Team 120 Prozent, was zwar mathematisch nicht ganz korrekt ist, aber zeigen soll, dass man „nur“ mit einer normalen Leistung in der Landesliga kein Spiel gewinnen kann.

Helfen sollen auch die tollen Sulzbacher Fans um in der Realschulhalle wieder einmal eine „Mission impossible“ doch möglich zu machen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Ströhl, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Braun, Munker, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Leidenschaft und Kampfgeist wurden nicht belohnt

TSV Rothenburg entführt mit 34:33 beide Punkte aus der Herzogstadt

Wenn man erst einmal kein Glück hat, kommt das Pech meistens noch dazu. Auch die beste Saisonleistung reichte den Sulzbacher Handballern nicht zu einem Punktgewinn gegen den hohen Favoriten aus Rothenburg. Mit 34:33 siegte am Ende das etwas cleverere aber auch glücklichere Team und den Gastgebern blieb leider nur die Anerkennung der Fans für eine grandiose Leistung.

Dieses Mal war die Gömmel-Truppe von Anfang an hellwach. Die beeindruckende Rückraumachse der Rothenburger mit Hannes Kölle und Muzafer Hadziabdic war bei den aggressiven Halbdeckern Stefan Ströhl und Sebastian Braun gut aufgehoben. Einzig den hochgewachsenen Linksaußen Patrick Egelseer konnte man nicht so recht unter Kontrolle bringen und so setzten sich die Gäste nach zehn Minuten erstmal mit drei Toren ab (5:8). Doch diesmal brachen die Sulzbacher nicht ein, sondern fighteten zurück. Besonders Rechtsaußen Marco Forster wirbelte die Abwehr der Mittelfranken mächtig durcheinander. Positiv wirkte sich hier auch die Rückkehr von Abwehrchef Christoph Baumgärtel ins Team aus. Der Modellathlet übernahm sofort das Kommando in der Defensive und motivierte seine zuletzt so gebeutelten Nebenleute. Aber auch die Rothenburger zeigten ihre Klasse und ließen nicht locker. Beim Zwischenstand von 12:16 wurde es langsam gefährlich für die Herzogstädter und so kamen einige Glanzparaden von Torhüter Zdenek Vojtech gerade recht. Von ihrem Keeper aufgerüttelt starteten die Gastgeber nun die Schlussoffensive der ersten Halbzeit. Spielmacher Peter Andörfer brachte nun seine Rückraumschützen besser in Position und die dankten es ihm mit Toren oder klugen Anspielen an den starken Kreisspieler Stefan Moritz. So wurde der Rückstand bis zur Pause in eine hauchdünne 18:17-Führung umgewandelt.

In der zweiten Hälfte wurde die Partie noch intensiver, aber auch härter geführt. Da konnten auch die jungen Schiedsrichter eine Menge neuer Erfahrungen mit nach Hause nehmen. Meist lag nun der Gast aus Rothenburg knapp in Führung, doch die Gömmel-Truppe blieb dran. Beeindruckend die Moral der Gastgeber als sie Mitte der zweiten Hälfte aus einem 24:27-Rückstand wieder eine 29:27-Führung erkämpften. Hier hätte man den Laden dicht machen müssen, doch eine Reihe von Zeitstrafen und die Treffsicherheit von Kölle, Egelseer und Co. ließen dies leider nicht zu. Im Gegenteil, jetzt waren es wieder die Franken, die sich einen Vorteil erspielten (30:32). Längst liefen beide Teams nur noch auf Reserve und so war es die etwas geringere Fehlerquote des Bayernligaabsteigers, die am Ende den Ausschlag gab.

Der 34:33-Endstand zu Gunsten der Gäste war natürlich nicht unverdient, denn die Rothenburger zeigten die etwas reifere Spielanlage, doch die Leidenschaft und der Kampfgeist der Sulzbacher hätte ebenfalls mit einem Punkt belohnt werden können.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Nachtman 7(2), Waitz 5(1), Moritz 5, Forster 4, Andörfer 4, Braun 3(3), Artz 2, Munker 1, Ströhl 1, Baumgärtel 1, Stauber

Bericht: cwh