Vor dem Spiel
"Heimspiel" in Milbersthofen
Viele Fans begleiten den HCS zum Verfolgerduell
Noch ist die Tabelle der Landesliga Mitte nach vier Spieltagen nicht so recht aussagefähig, aber eins wird schon klar: Die Liga ist so ausgeglichen wie nie. Jeder kann jeden schlagen und so wird verbissen um den Erfolg gekämpft, denn alle rechnen sich Chancen aus, zumindest die Qualifikation zur zweigleisigen Staffel zu schaffen. Die Sulzbacher Handballer können sich nach dem gelungen Start mit 6:2-Punkten zur Zeit zwar über einen Spitzenplatz freuen, doch wartet am Sonntag mit dem TSV Milbertshofen ein Gegner auf die Herzogstädter, der nur mit einer ähnlich überragenden Leistung wie letzte Woche beim 33:29-Erfolg über den ASV Cham zu schlagen ist. Das Spiel findet um 16.00 Uhr in der Sporthalle des TSV Milbertshofen statt.
Die Oberbayern wurden vor der Saison von vielen Experten als Meisterschaftsfavorit Nummer 1 gehandelt. Trainerfuchs Arno Klug hat eine hat eine gut strukturierte Mannschaft aus jungen und erfahrenen Spielern mit hohen technischen Fähigkeiten. Außerdem besitzt er mit Gunnar Schöbel einen Shooter, der kaum zu bremsen ist. Trotzdem stehen bei den Münchnern auch schon zwei Pleiten zu Buche, wobei besonders die deutliche Heimpleite gegen den TB Roding etwas überraschte. Die knappe 27:29-Niederlage in Metten am letzten Wochenende ist schon eher zu erklären, weiß man doch auch im Sulzbacher Lager um die Heimstärke der Klosterer. Trotzdem tragen die Münchner Vorstädter in diesem Match die Bürde des Favoriten, denn in eigener Halle dürfen sich die Milbertshofener keinen Ausrutscher mehr leisten, um nicht zu schnell den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren.
Die Herzogstädter fahren mit breiter Brust in die Landeshauptstadt, haben sie doch zuletzt ohne die Leistungsträger Hartmann, Baumgärtel und Güthe den gefürchteten ASV Cham locker besiegt. Diesmal hofft Coach Ingo Gömmel jedoch auf einen kompletten Kader, denn Milbertshofen dürfte ein ganz anderes Kaliber als die etwas schwächelnde Chamer Truppe sein. Besonders die Kreise des schon erwähnten Gunnar Schöbel müssen die Herzogstädter eingrenzen. Inzwischen beherrschen die Sulzbacher ja die offensive und die defensive Abwehrvariante und können auf die jeweilige Spielsituation sehr gut reagieren. Im Angriff hofft man, dass die Rückraumschützen Michael Waitz und Sebastian Braun mit derselben Dynamik wie gegen Cham zu Werke gehen.
An Unterstützung wird es der Mannschaft diesmal auch in der fremden Halle nicht fehlen, denn der eingesetzte Fanbus ist bereits voll besetzt und so könnte es zu einem Heimspiel in Milbertshofen kommen.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech, im Tor; Munker, Baumgärtel, Braun, Englhard, Stauber, Andörfer, Hartmann, Waitz, Brandt, Forster, Nachtman
Bericht: cwh
