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Saison 2004/2005
Samstag, 05. März 200517:00 Uhr

TSV NiederraunaugegenMJA

Heim

TSV Niederraunau

:

Noch kein Ergebnis

Gast

MJA

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Vorbericht

Am drittletzten Spieltag steht für die SG Auerbach-Sulzbach eine wichtige und gleichzeitig unangenehme Auswärtsbegegnung auf dem Plan. Am Samstag um 17.00 hat man beim Tabellenfünften TSV Niederraunau in Krumbach anzutreten. Dabei stehen die Gäste weiter unter Siegesdruck, in der entscheidenden Phase will man sich keine Blöße mehr geben.

Wie die SG ist auch Niederraunau seit Gründung der eingleisigen Bayernliga vor drei Jahren in der höchsten bayerischen Spielklasse vertreten. Dabei schlossen die Schwaben bisher immer mit Mittelfeldplatzierungen ab und auch in diesem Jahr blieb ihnen der Sprung ganz nach vorne versagt. Dabei begannen sie die Saison mit vier Siegen in Folge furios. Der Einbruch kam nach einer unglücklichen 26 : 27 Niederlage in Friedberg, in den folgenden zehn Spielen konnte man nur noch 5 Punkte für sich verbuchen. Dabei hatte die eigentlich gut und ausgeglichen besetzte Mannschaft auch mit einer Vielzahl von Erkrankungen und Verletzungen Pech. Hauptmanko des TSV ist seine Auswärtsschwäche. Zu Hause hingegen spielt man deutlich besser, hier gab man in dieser Saison bisher nur zwei Spiele ab. Zuletzt hatte der TSV Friedberg in Niederraunau schwer zu kämpfen, um in einer ruppigen Partie mit drei roten Karten gegen die Gastgeber zwei Punkte zu entführen.

Der Tabellenführer ist also gewarnt. Man wird sich auf einen harten Kampf einstellen müssen, für einen Sieg so im Vorbeigehen ist dieser Gegner zu stark. Gleichzeitig geht die SG aber auch mit viel Selbstvertrauen in die Partie. In den bisherigen sechs Pflichtspielen gegeneinander gingen sechsmal beide Punkte in die Oberpfalz, auch im Hinspiel behielt man mit 36 : 25 Toren die Oberhand. Dabei bot die Mannschaft eines ihrer besten Spiele in dieser Saison und eine Leistung auf diesem Niveau wird auch am Samstag nötig sein, um sicher einen Sieg einzufahren. Personell ist alles im grünen Bereich: Für die Spieler mit Doppeleinsätzen ist es das erste Spiel an diesem Wochenende und auch Maxi Hofmann ist nach seiner Schlüsselbeinprellung wieder einsetzbar. Somit steht den Trainer Renner und Schnödt wieder der komplette Spielerkader zur Verfügung.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Englhard, Kellner, Schmidt, Waitz, Deinzer, Herold, Hofmann, Schnabl, Schnödt, Tannenberger, Weiss

Nach dem Spiel

Schuss vor dem Bug

TSV Niederraunau - SG Auerbach-Sulzbach 24 : 23 (10 : 13)

Eine ebenso unerwartete wie unnötige Niederlage musste die SG Auerbach-Sulzbach beim TSV Niederraunau hinnehmen. Trotz einer eher unterdurchschnittlichen Leistung waren ausreichend Gelegenheiten für einen Sieg vorhanden, man scheiterte allerdings am glänzend reagierenden Torhüter der Gastgeber und der eigenen ungenügenden Chancenverwertung. Trotz dieser Niederlage ist der Meisterschaftszug nicht abgefahren, die Entscheidung wird wohl am letzten Spieltag beim Gastspiel in Friedberg fallen.

Die Anfangsminuten der Partie gehörten den Gastgebern, die mit 3 : 1 vorlegten. Bereits in dieser Phase war den Gästen anzumerken, dass sie im Angriff einen ihrer schlechteren Tage erwischt hatten. Immerhin stabilisierte sich aber dann die Abwehr und auch im Abschluss zeigte man sich in dieser Phase konzentriert. Dies war die Basis für eine 10 : 4 Führung bis zur 18. Minute und zu diesem Zeitpunkt schien das Spiel den erwarteten Gang zu nehmen. Ein Torwartwechsel bei den Gastgebern bewirkte dann die entscheidende Wende. Der Trainer des TSV brachte Armin Hessheimer und ab diesem Zeitpunkt schien das gegnerische Tor für die SG wie vernagelt. Allein dem wieder überzeugenden Michael Waitz gelang es noch ins Schwarze zu treffen, bis zur Halbzeit war dies aber nur noch drei Mal der Fall. Neben neuem Selbstbewusstsein brachte jede von der SG vergebene Chance Ballgewinne für den TSV und diese nutzte er sehr konsequent zur Reduzierung des Rückstands bis auf 10 : 13 zur Pause.

Der Auftakt in Halbzeit 2 verlief dann so wie die 1. Halbzeit geendet war. Gleich beim ersten Angriff führten drei Versuche aus aussichtsreicher Position nicht zum Erfolg und diese Abschlussschwäche sollte bis zum Ende Bestand haben. Für ein Tor benötigten die Oberpfälzer mindestens drei Chancen und manchmal wirkte es schon fast kurios, wie zum Beispiel ein bereits auf dem Boden liegender Torhüter Hessheimer immer noch abwehren konnte. Die immer befreiter und selbstbewusster aufspielenden Schwaben nutzten ihrerseits ihre Chancen deutlich besser und gingen beim 16 : 15 erstmals wieder in Führung. Die Entscheidung fiel dann kurz vor Schluss, als die Gastgeber erstmals mit zwei Toren in Führung gehen konnten. Den sichtlich konsternierten Gästen fehlte an diesem Tag ganz einfach die Substanz und die Entschlossenheit, das Spiel noch einmal zu drehen. Zwar gelang beim 24 : 23 der Anschlusstreffer und man kam eine halbe Minute vor dem Ende noch einmal in Ballbesitz, doch der letzte Angriff war symptomatisch für viele Angriffe des Spiels: Zunächst vergab man zwei Würfe freistehend vor dem Torhüter und auch der letzte Rückraumwurf wurde eine sichere Beute des Niederrauner Schlussmanns. Obwohl diese Niederlage schmerzt, ist man doch für die beiden letzten noch ausstehenden Spiele optimistisch. Eine derartige Häufung von Fahrkarten hat die Mannschaft bisher noch nie gezeigt und es ist besser, dass dies in Niederraunau und nicht in Friedberg passiert ist. Dass das Gezeigte nicht dem wahren Potenzial der Mannschaft entspricht konnten einige Spieler bereits am Folgetag beim Einsatz in der Herrenmannschaft des ASV Auerbach unter Beweis stellen.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Schnabl, Tannenberger (1), Herold (1), Schnödt (1), Hofmann (5/2), Weiss (1), Deinzer (1), Kellner (2), Waitz (11/3)