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Saison 2009/2010
Samstag, 06. Februar 201019:30 Uhr

TV MünchberggegenHerren I

Heim

TV Münchberg

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

HCS beim TV Münchberg in der Aussenseiterrolle

Doch die Herzogstädter wittern nach dem Derbysieg Morgenluft

„Da hilft nur ein Blick in die Glaskugel“, so Vorstand Christian Weiß, wenn ihn in dieser Woche jemand nach den Chancen der Sulzbacher Handballer am Samstag beim Gastspiel in Münchberg gefragt hat. Aus der Tabelle kann man die Favoritenrolle zwar klar heraus lesen, doch nach dem Husarenstück im Derby gegen den ASV Cham, traut der Chef seinen Jungs auch in Oberfranken eine Überraschung zu. Die Partie beginnt am Samstag um 19.30 Uhr im Gymnasium Münchberg in der Hofer Straße.

Der bärenstarke Aufsteiger aus der BOL Oberfranken galt jahrelang als Fahrstuhlmannschaft, doch diese Image haben die Münchberger in dieser Saison endgültig abgelegt. Das Spitzenduo der Landesliga Nord aus Landshut und Erlangen ist zwar kaum noch einzuholen, doch im Kampf um den ehrenvollen dritten Platz haben die Gastgeber zurzeit die besten Karten. Wie stark sich die Franken in dieser Saison präsentieren werden, konnten die Herzogstädter schon im Hinspiel in eigener Halle erahnen, als die Truppe von Trainer Christian Seiferth die Gastgeber glatt mit 34:26 Toren schlagen konnte. Besonders die drei tschechischen Brüder Jan, Jakob und Martin Lad, stellten die Sulzbacher Abwehrspieler vor große Probleme. Die erfahrenen Tschechen führen die talentierten Eigengewächse der Münchberger und so konnte Spielertrainer Seiferth eine schlagkräftige Mannschaft formen. Auch letzte Woche trumpfte das Team groß auf und schlug den TV Gerolzhofen in eigener Halle locker mit 37:29.

In der Herzogstadt hofft man die Talsohle hinter sich gelassen zu haben. Der Sieg gegen den Erzrivalen aus Cham macht Mut und bringt Hoffnung für die nächsten Spiele. Zwar ist der Gegner am Samstag eine sehr hohe Hürde, doch die Analyse des Hinspiels zeigt, wie man den Tabellendritten ärgern könnte. Damals war es eine katastrophale Abwehrleistung der Herzogstädter, die den Münchbergern das Torewerfen leicht machte. Am Angriff lag es nicht, denn Michael Waitz und Jiri Smolik schafften es zusammen immerhin 17-mal den Torhüter zu überwinden und da im Hinspiel mit Stefan Ströhl und Thomas Hartmann die beiden standesgemäßen Halbdecker fehlten, wird sich der HCS sicher etwas anders präsentieren können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Torjäger Waitz seine Handverletzung auskuriert hat und dass die Mannschaft mit dem gleichen Siegeswillen wie gegen Cham in diese Aufgabe geht.

HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Ströhl, Burkhardt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Überraschung blieb aus

Trotz engagierter Aufholjagd 34:31-Niederlage in Münchberg

Da wäre durchaus eine Überraschung möglich gewesen. Wieder einmal reichte eine schwache Phase der Sulzbacher Handballer Mitte der ersten Halbzeit aus, um den Gegner auf die Siegerstraße zu geleiten. Da reichte auch eine fulminante Aufholjagd in der zweiten Hälfte nicht mehr aus, die Punkte blieben beim letztendlich verdienten 34:31-Erfolg auf der Habenseite des Favoriten TV Münchberg.

Die Herzogstädter begannen die Partie etwas später als die Gastgeber. Da stand es schon 3:0, doch dann war auch die Kuether-Truppe aufgewacht und kam über einen stark verbesserten Jiri Smolik zurück ins Spiel (4:4). Überhaupt avancierte der Tscheche in der ersten Halbzeit fast zum Alleinunterhalter, während seine Mitspieler zu verkrampft agierten. Bis zum 9:9 Mitte der ersten Hälfte ging das noch gut, doch dann begann besagter Blackout und die Münchberger setzten sich, geführt vom überragenden Jan Lad so langsam ab. Eine Verletzung von Routinier Thomas Hartmann war nun auch nicht förderlich für das Nervenkostüm der Truppe und so wurde wieder einmal viel zu früh und zu unkonzentriert abgeschlossen. Einzig Rechtsaußen Marco Forster strahlte noch Gefahr aus und hielt den Rückstand zur Pause mit 14:19 in erträglichen Grenzen.

Nach der Halbzeit erwachte dann endlich der Siegeswille im Gästeteam. Leider nur im Angriff, denn die Abwehr fand weiterhin kein Mittel gegen den wurfstarken Tobias Lauterbach und den agilen Jan Lad. Doch vorne konnte man inzwischen dagegenhalten und hielt die Partie bis zum 20:24 ausgeglichen. Jetzt folgte die stärkste Phase der Gäste, die merkten, dass den Hausherren so langsam die Kräfte ausgingen. Wieder war es Marco Forster, der seine Mannschaft mit seiner Schnelligkeit aufweckte und Jiri Smolik, der Struktur ins Sulzbacher Angriffsspiel brachte. Plötzlich stand es 27:27 und die mitgereisten Fans glaubten schon an die Wende gegen einen sichtbar angeschlagenen Favoriten. Doch die Franken wollten einfach nicht aufgeben und kamen mit ihren individuellen Fähigkeiten, unterstützt durch einige technischen Fehler der Gäste, zurück ins Spiel. In der Endphase entwickelte sich ein wahrer Krimi, mit zwei Teams, die sich nichts mehr schenkten. Bis zum 32:31 für den Gastgeber war jetzt alles offen, doch dann schlug sich die Glücksgöttin auf die Seite der Münchberger, die einen glücklichen, aber durch ihre bessere erste Halbzeit auch verdienten 34:31-Heimsieg einfahren konnten.

Die Kuether-Truppe zeigte sich nach der leider erfolglosen Aufholjagd ziemlich geknickt, sollte sich aber an der guten Leistung der zweiten Hälfte orientieren um in den nächsten Spielen den Kampf um den Klassenerhalt weiter aufzunehmen.

HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Smolik 9(2), Forster 9, Moritz 3, Andörfer 2, Ströhl 2, Artz 2, Nachtman 1, Hartmann 1, Waitz 1, Englhard, Burkhardt

Bericht: cwh