Vor dem Spiel
HCS beim TV Münchberg in der Aussenseiterrolle
Doch die Herzogstädter wittern nach dem Derbysieg Morgenluft
„Da hilft nur ein Blick in die Glaskugel“, so Vorstand Christian Weiß, wenn ihn in dieser Woche jemand nach den Chancen der Sulzbacher Handballer am Samstag beim Gastspiel in Münchberg gefragt hat. Aus der Tabelle kann man die Favoritenrolle zwar klar heraus lesen, doch nach dem Husarenstück im Derby gegen den ASV Cham, traut der Chef seinen Jungs auch in Oberfranken eine Überraschung zu. Die Partie beginnt am Samstag um 19.30 Uhr im Gymnasium Münchberg in der Hofer Straße.
Der bärenstarke Aufsteiger aus der BOL Oberfranken galt jahrelang als Fahrstuhlmannschaft, doch diese Image haben die Münchberger in dieser Saison endgültig abgelegt. Das Spitzenduo der Landesliga Nord aus Landshut und Erlangen ist zwar kaum noch einzuholen, doch im Kampf um den ehrenvollen dritten Platz haben die Gastgeber zurzeit die besten Karten. Wie stark sich die Franken in dieser Saison präsentieren werden, konnten die Herzogstädter schon im Hinspiel in eigener Halle erahnen, als die Truppe von Trainer Christian Seiferth die Gastgeber glatt mit 34:26 Toren schlagen konnte. Besonders die drei tschechischen Brüder Jan, Jakob und Martin Lad, stellten die Sulzbacher Abwehrspieler vor große Probleme. Die erfahrenen Tschechen führen die talentierten Eigengewächse der Münchberger und so konnte Spielertrainer Seiferth eine schlagkräftige Mannschaft formen. Auch letzte Woche trumpfte das Team groß auf und schlug den TV Gerolzhofen in eigener Halle locker mit 37:29.
In der Herzogstadt hofft man die Talsohle hinter sich gelassen zu haben. Der Sieg gegen den Erzrivalen aus Cham macht Mut und bringt Hoffnung für die nächsten Spiele. Zwar ist der Gegner am Samstag eine sehr hohe Hürde, doch die Analyse des Hinspiels zeigt, wie man den Tabellendritten ärgern könnte. Damals war es eine katastrophale Abwehrleistung der Herzogstädter, die den Münchbergern das Torewerfen leicht machte. Am Angriff lag es nicht, denn Michael Waitz und Jiri Smolik schafften es zusammen immerhin 17-mal den Torhüter zu überwinden und da im Hinspiel mit Stefan Ströhl und Thomas Hartmann die beiden standesgemäßen Halbdecker fehlten, wird sich der HCS sicher etwas anders präsentieren können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Torjäger Waitz seine Handverletzung auskuriert hat und dass die Mannschaft mit dem gleichen Siegeswillen wie gegen Cham in diese Aufgabe geht.
HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Ströhl, Burkhardt
Bericht: cwh
