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Saison 2011/2012
Samstag, 05. November 201115:30 Uhr

Herren IgegenHSC 2000 Coburg II

Heim

Herren I

36 : 38

Endergebnis

Gast

HSC 2000 Coburg II

Spielort

Krötensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Landesliga-Nostalgie in der Bayernliga

Alter Rivale aus Coburg zu Gast in der Krötenseehalle

Schöne Erinnerungen an die letzte erfolgreiche Landesligasaison kommen auf, wenn die beiden Aufsteiger der Nordstaffel zum ersten Mal in der Bayernliga zusammentreffen. Der HSC Coburg II ist am Samstag um 15.30 Uhr zu Gast in der Krötenseehalle bei der Rohrbach-Truppe, die ihren Heimnimbus bewahren will. Nach der sehr durchwachsenen Leistung in Simbach müssen die Herzogstädter in ihrem Wohnzimmer wieder Gas geben, denn die Drittliga-Reserve ist gefährlicher als es der derzeitige Tabellenplatz aussagt.

Zwar liegen die Schützlinge von Trainer Ralf Baucke auf dem vorletzten Rang der Liga und konnten bisher nur gegen den TSV Rothenburg punkten, doch das Auftaktprogramm der Oberfranken wollte es auch, dass die Coburger am Anfang gegen fast alle Topfavoriten antreten mussten. Natürlich spielt auch der Abstieg der 1. Mannschaft aus der 2. Liga eine Rolle, denn einige Akteure aus dem Aufstiegsteam müssen nun in der Ersten aushelfen und können nur dann in der Reserve spielen, wenn die Spiele nicht zeitgleich sind. Am Samstag spielen beide Teams am gleichen Tag und so werden wohl keine Bundesligacracks in der Kröte auflaufen. Doch auch der Rest der Truppe ist gefährlich genug. Vor allem für die jungen Spieler ist jede Partie ein Casting für die Erste, denn da wollen sie ja alle einmal landen. Geführt wird die Mannschaft von Routinier Stefan Schuhmann, der als ständiger Unruheherd am Kreis und als Abwehrchef der auffälligste Akteur der Franken ist.

Ein ebenso wichtiger Spieler fehlt auf Sulzbacher Seite, denn Thomas Hartmann wird nach seiner Verletzung noch einige Wochen ausfallen. Schwerstarbeit also wieder für Stefan Ströhl, der zum Glück der konditionsstärkste Spieler der Herzogstädter ist und das riesige Pensum auf Linksaußen und in der Abwehr locker stemmen kann. Doch an Personalien sollte man die Leistungsfähigkeit der Truppe nicht festmachen. Letzte Woche in Simbach fehlte der Siegeswille, das sollte und wird in eigener Halle ganz anders sein. Da jeder Spieler noch reichlich Luft nach oben hat, muss die Zielsetzung für den Samstag ein Sieg sein. Alles andere wäre gegen den Tabellenvorletzten eine Enttäuschung.

Auch Vorstand Christian Weiß fordert die Punkte, denn er weiß, wie schnell die Formkurve durch Verletzungen oder eine Niederlagenserie nach unten gehen kann. „Jeden Zähler, den wir in der Vorrunde holen, brauchen wir in der Rückrunde nicht hinterher laufen. Erst wenn die 20-Punkte-Marke erreicht ist, die aller Voraussicht für den Klassenerhalt benötigt wird, können wir uns zurücklehnen“, so der Chef.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Schmidt, Kaspar, Waitz, Smolik, Blödt, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

36:38-Heimniederlage gegen den HSC Coburg II

Desolate Abwehr und ein fränkischer Derwisch Grund für die Pleite

Lange Gesichter gab es am Samstagnachmittag in der mit 500 Fans gut gefüllten Krötenseehalle. Der HC Sulzbach hatte soeben nicht nur die Partie gegen den HSC Coburg II mit 36:38-Toren verloren, sondern trauerte auch seinem Heimnimbus nach, der nun Geschichte ist. Zwar ist der HCS als Tabellensechster immer noch gut platziert, doch der Abstand auf die Abstiegsränge wird von Woche zu Woche geringer und so schmerzt die Niederlage gegen den Tabellenvorletzten umso mehr.

Trainer Christian Rohrbach hatte schon vor der Partie gewarnt, dass die Oberfranken alles andere als ein leichter Gegner sein werden. Da die 1. Mannschaft der Coburger nun doch spielfrei war, konnte Trainer Ralf Baucke sein Team mit Hajck Karapetjan und Nikola Franke aus dem Bundesligakader verstärken und besonders der Derwisch Karapetjan war für die praktisch nicht vorhandene Abwehr der Herzogstädter eine nicht zu fassende Größe. 16 Tore erzielte der Ausnahmespieler, da braucht man kein Mathegenie zu sein, um zu erahnen, wie das Spiel bei normaler Aufstellung der Franken gelaufen wäre. Doch diese Ausreden helfen nicht weiter, denn die Pleite gegen die hochmotivierten Gäste geht auf die eigene Kappe. Zwar konnte der Angriff mit einem gut aufgelegten Basti Braun durchaus überzeugen, doch was helfen 36 erzielte Tore, wenn sich die Abwehr schon in vorweihnachtlicher Geberlaune befindet. Obwohl einen die beiden Keeper der Gastgeber leidtun konnten, reichte es nach einem munteren Scheibenschießen der beiden Teams noch zu einer 20:19-Pausenführung. Besonders die letzten zehn Minuten machten dabei Hoffnung, als der Coach seine erste Sieben komplett auf die Bank setzte und die „Reservisten“ aus einem 3-Tore-Rückstand noch die knappe Führung herauswarfen.

Nach der Pause änderte sich nicht viel. Beide Abwehrreihen waren immer noch im Tiefschlaf und so dominierten die Torjäger weiterhin die Szene. Karapetjan, Franke und der exzellent eingesetzte Kreisläufer Stefan Schuhmann konnten immer noch machen was sie wollten, doch auch auf Sulzbacher Seite gab es mit Sebastian Braun, Pavel Krizek und Michal Kaspar torhungrige Akteure. Zwischenzeitlich führte der Gast zwar einmal mit drei Toren (25:28), doch fünf Minuten vor Ende schien beim Stand von 35:32 die wilde Partie doch noch ein Happy-End für die Gastgeber zu bekommen. Doch die Story ging nicht gut aus. Die Gäste hatten am Ende den längeren Atem und da die Herzogstädter jetzt auch noch ihre Chancen kläglich vergaben feierten die Coburger am Ende einen durchaus verdienten 38:36-Sieg.

Trainer Christian Rohrbach sprach danach von konditionellen Schwächen seines Teams, das weit weniger Trainingsaufwand betreiben kann wie die Kaderspieler des Drittligisten. Dies rächte sich in den letzten Minuten, in denen die Franken die entscheidenden Big-Points setzten.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Braun 9(5), Kaspar 6, Smolik 6, Waitz 5(1), Krizek 5, Ströhl 2, Forster 2, Blödt 1, Hausner, Wertmiller, Englhard, Burkhardt

Bericht: cwh