Vor dem Spiel
Landesliga-Nostalgie in der Bayernliga
Alter Rivale aus Coburg zu Gast in der Krötenseehalle
Schöne Erinnerungen an die letzte erfolgreiche Landesligasaison kommen auf, wenn die beiden Aufsteiger der Nordstaffel zum ersten Mal in der Bayernliga zusammentreffen. Der HSC Coburg II ist am Samstag um 15.30 Uhr zu Gast in der Krötenseehalle bei der Rohrbach-Truppe, die ihren Heimnimbus bewahren will. Nach der sehr durchwachsenen Leistung in Simbach müssen die Herzogstädter in ihrem Wohnzimmer wieder Gas geben, denn die Drittliga-Reserve ist gefährlicher als es der derzeitige Tabellenplatz aussagt.
Zwar liegen die Schützlinge von Trainer Ralf Baucke auf dem vorletzten Rang der Liga und konnten bisher nur gegen den TSV Rothenburg punkten, doch das Auftaktprogramm der Oberfranken wollte es auch, dass die Coburger am Anfang gegen fast alle Topfavoriten antreten mussten. Natürlich spielt auch der Abstieg der 1. Mannschaft aus der 2. Liga eine Rolle, denn einige Akteure aus dem Aufstiegsteam müssen nun in der Ersten aushelfen und können nur dann in der Reserve spielen, wenn die Spiele nicht zeitgleich sind. Am Samstag spielen beide Teams am gleichen Tag und so werden wohl keine Bundesligacracks in der Kröte auflaufen. Doch auch der Rest der Truppe ist gefährlich genug. Vor allem für die jungen Spieler ist jede Partie ein Casting für die Erste, denn da wollen sie ja alle einmal landen. Geführt wird die Mannschaft von Routinier Stefan Schuhmann, der als ständiger Unruheherd am Kreis und als Abwehrchef der auffälligste Akteur der Franken ist.
Ein ebenso wichtiger Spieler fehlt auf Sulzbacher Seite, denn Thomas Hartmann wird nach seiner Verletzung noch einige Wochen ausfallen. Schwerstarbeit also wieder für Stefan Ströhl, der zum Glück der konditionsstärkste Spieler der Herzogstädter ist und das riesige Pensum auf Linksaußen und in der Abwehr locker stemmen kann. Doch an Personalien sollte man die Leistungsfähigkeit der Truppe nicht festmachen. Letzte Woche in Simbach fehlte der Siegeswille, das sollte und wird in eigener Halle ganz anders sein. Da jeder Spieler noch reichlich Luft nach oben hat, muss die Zielsetzung für den Samstag ein Sieg sein. Alles andere wäre gegen den Tabellenvorletzten eine Enttäuschung.
Auch Vorstand Christian Weiß fordert die Punkte, denn er weiß, wie schnell die Formkurve durch Verletzungen oder eine Niederlagenserie nach unten gehen kann. „Jeden Zähler, den wir in der Vorrunde holen, brauchen wir in der Rückrunde nicht hinterher laufen. Erst wenn die 20-Punkte-Marke erreicht ist, die aller Voraussicht für den Klassenerhalt benötigt wird, können wir uns zurücklehnen“, so der Chef.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Schmidt, Kaspar, Waitz, Smolik, Blödt, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner
Bericht: cwh
