Vor dem Spiel
HCS will in Erlangen wieder in die Spur zurückkehren
Wiedersehen mit Ex-Sulzbacher Ingo Gömmel
Zur ungewohnten Zeit, am Freitagabend um 20.15 Uhr müssen die Handballer des HC Sulzbach an diesem Wochenende antreten. Die Rohrbach-Truppe ist zu Gast beim Aufsteiger aus der BOL Ostbayern, dem TV Erlangen/Bruck. Die Partie findet in der Emmy-Noether-Halle in der Noether-Str. 49c in Erlangen statt.
Für die Herzogstädter gilt es, bei den Mittelfranken Flagge zu zeigen. Nach der überraschenden Heimniederlage gegen die HSG Lauf/Heroldsberg letzte Woche könnte eine weitere Blöße des Tabellenführers fatale Folgen haben. Denn spätestens dann wäre der Respekt vor dem Klassenprimus verflogen und die Teams der Landesliga würden zur Aufholjagd blasen. Vorstand Christian Weiß fordert ein deutliches Zeichen seiner Mannschaft: „Dass wir nicht mit Null Minuspunkten durch die Landesliga kommen, war mir schon klar, doch die Art und Weise wie die Mannschaft am letzten Samstag aufgetreten ist, macht mir doch etwas Sorgen“.
Der TV Erlangen/Bruck ist dafür aber leider nicht der ideale Aufbaugegner für den Patienten aus der Oberpfalz. Erstens waren die Derbys gegen die Brucker immer schon sehr emotional und spannend und zweitens sitzt mit Ingo Gömmel ein ausgemachter Kenner der Sulzbacher Handballszene als Trainer auf der Bank der Gäste. Der ehemalige Sulzbacher Spieler, Spielertrainer, Trainer und Freund von HCS-Coach Christian Rohrbach hat die Erlanger wieder zurück in die Landesliga geführt und ist auf dem besten Weg aus der Fahrstuhlmannschaft eine feste Größe in der Liga zu machen. Zwar gab es zuletzt zwei kleine Dämpfer mit den Niederlagen in Lauf und Helmbrechts, doch waren diese Spiele sehr knapp und hätten mit etwas Glück auch positiv enden können. Als Tabellenzehnter befindet sich die Mannschaft aus der Universitätsstadt zwar gefährlich nahe an den Abstiegsplätzen, doch sollte das Team um die Torjäger Noppenberger, Egelseer und Riedel stark genug sein sich in den nächsten Wochen noch oben zu orientieren.
Im Sulzbacher Lager hofft man auf das Mitwirken auf den zuletzt verhinderten Björn Kreyßig, dessen Kampfgeist der Mannschaft sicher gut tun würde. Ansonsten gibt der Coach denselben Spielern wie letzte Woche die Chance sich für die Pleite gegen Lauf/Heroldsberg zu rehabilitieren. Jeder Akteur muss ein paar Prozent zulegen und mit der richtigen Einstellung in diese richtungsweisende Partie gehen. Handball wird zuerst im Kopf entschieden und dann erst mit den Händen. Diese Binsenweisheit ist zwar älter als der Böhmerwald, aber immer noch korrekt. Also auf geht’s Sulzbach kämpfen und siegen!
HC Sulzbach: Vojtech, Männl, (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Kreißig Björn, Waitz, Forster, Schmidt, Kaspar, Baumgärtel
Bericht: cwh
