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Saison 2012/2013
Freitag, 30. November 201220:15 Uhr

TV 61 Erlangen-BruckgegenHerren I

Heim

TV 61 Erlangen-Bruck

28 : 28

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

HCS will in Erlangen wieder in die Spur zurückkehren

Wiedersehen mit Ex-Sulzbacher Ingo Gömmel

Zur ungewohnten Zeit, am Freitagabend um 20.15 Uhr müssen die Handballer des HC Sulzbach an diesem Wochenende antreten. Die Rohrbach-Truppe ist zu Gast beim Aufsteiger aus der BOL Ostbayern, dem TV Erlangen/Bruck. Die Partie findet in der Emmy-Noether-Halle in der Noether-Str. 49c in Erlangen statt.

Für die Herzogstädter gilt es, bei den Mittelfranken Flagge zu zeigen. Nach der überraschenden Heimniederlage gegen die HSG Lauf/Heroldsberg letzte Woche könnte eine weitere Blöße des Tabellenführers fatale Folgen haben. Denn spätestens dann wäre der Respekt vor dem Klassenprimus verflogen und die Teams der Landesliga würden zur Aufholjagd blasen. Vorstand Christian Weiß fordert ein deutliches Zeichen seiner Mannschaft: „Dass wir nicht mit Null Minuspunkten durch die Landesliga kommen, war mir schon klar, doch die Art und Weise wie die Mannschaft am letzten Samstag aufgetreten ist, macht mir doch etwas Sorgen“.

Der TV Erlangen/Bruck ist dafür aber leider nicht der ideale Aufbaugegner für den Patienten aus der Oberpfalz. Erstens waren die Derbys gegen die Brucker immer schon sehr emotional und spannend und zweitens sitzt mit Ingo Gömmel ein ausgemachter Kenner der Sulzbacher Handballszene als Trainer auf der Bank der Gäste. Der ehemalige Sulzbacher Spieler, Spielertrainer, Trainer und Freund von HCS-Coach Christian Rohrbach hat die Erlanger wieder zurück in die Landesliga geführt und ist auf dem besten Weg aus der Fahrstuhlmannschaft eine feste Größe in der Liga zu machen. Zwar gab es zuletzt zwei kleine Dämpfer mit den Niederlagen in Lauf und Helmbrechts, doch waren diese Spiele sehr knapp und hätten mit etwas Glück auch positiv enden können. Als Tabellenzehnter befindet sich die Mannschaft aus der Universitätsstadt zwar gefährlich nahe an den Abstiegsplätzen, doch sollte das Team um die Torjäger Noppenberger, Egelseer und Riedel stark genug sein sich in den nächsten Wochen noch oben zu orientieren.

Im Sulzbacher Lager hofft man auf das Mitwirken auf den zuletzt verhinderten Björn Kreyßig, dessen Kampfgeist der Mannschaft sicher gut tun würde. Ansonsten gibt der Coach denselben Spielern wie letzte Woche die Chance sich für die Pleite gegen Lauf/Heroldsberg zu rehabilitieren. Jeder Akteur muss ein paar Prozent zulegen und mit der richtigen Einstellung in diese richtungsweisende Partie gehen. Handball wird zuerst im Kopf entschieden und dann erst mit den Händen. Diese Binsenweisheit ist zwar älter als der Böhmerwald, aber immer noch korrekt. Also auf geht’s Sulzbach kämpfen und siegen!

HC Sulzbach: Vojtech, Männl, (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Kreißig Björn, Waitz, Forster, Schmidt, Kaspar, Baumgärtel

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Ohne Shooter nur Magerkost in Erlangen/Bruck

Leistungsgerechtes 28:28-Unentschieden nach zerfahrenen Spiel

Die Sulzbacher Handballer sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Beim hochmotivierten Aufsteiger aus Erlangen/Bruck reichte es nach 60 aufregenden Minuten gerade noch zu einem 28:28-Remis, dass am Ende leistungsgerecht war und mit dem beide Teams leben können. Natürlich hatte man sich im Sulzbacher Lager etwas mehr erhofft, doch ohne die fehlenden Waitz, Krizek und Baumgärtel, die wegen Verletzung, Krankheit und Beruf fehlten, muss man mit dem Punktgewinn zufrieden sein. Denn auch wenn die Leistung der Rohrbach-Truppe nicht der, eines Tabellenführers entsprach, zumindest der Kampfgeist und die Moral stimmte bei der Rumpftruppe, davon konnten sich die zahlreich mitgereisten Fans überzeugen.

Ohne die beiden Werfer Krizek und Waitz musste der Coach einige Veränderungen in der Startsieben vornehmen und so spielte die Mannschaft ohne einen gelernten Halbspieler teilweise mit drei Spielmachern im Rückraum. Da der Trainer der Gastgeber, Ingo Gömmel auch noch den torgefährlichen Tschechen Jiri Smolik manndecken ließ, war an ein geordnetes Aufbauspiel mit den gewohnten Spielzügen nicht zu denken. Kleingruppen waren gefragt und das klappte bei den Kreyßig-Brüdern in der Anfangsphase auch recht gut. Auch das Spiel mit den Außen sah recht vielversprechend aus, doch versäumten es die Sulzbacher Angreifer ihre guten Chancen zu nutzen. Aber auch die Gastgeber glänzten nicht gerade mit Kaltblütigkeit im Abschluss und so quälte sich die erste Halbzeit so dahin. Erst in den Schlussminuten konnten sich die Gäste etwas absetzen und so war der 15:12-Halbzeitstand ein Spiegel der Leistungsfähigkeit zweier etwas verwirrter Mannschaften.

Auch die zweite Hälfte begann nicht besser. Zwar zeigten beide Teams großen Kampfgeist und Willen, doch die Abschlussschwäche vor den Toren blieb das dominierende Element der Partie. Die Gastgeber hatten sich inzwischen auf 20:20 herangeschlichen als dann die Schiedsrichter das müde Spiel etwas beleben wollten. Zwei rote Karten auf Sulzbacher Seite für Jojo Schmidt und Trainer Christian Rohrbach brachten Farbe in die Partie, auch wenn der Coach noch heute rätselt, warum er auf die Tribüne verbannt wurde. Das Spiel war nun hektisch und zerfahren, da besonders auf Sulzbacher Seite der Mix aus Wut, Hilflosigkeit und Verzweiflung kein normales Handballspiel mehr zuließ. So wurde es in den beiden Schlussminuten noch einmal richtig dramatisch, als die Brucker dreimal mit einem Tor in Führung gingen und es dem HC postwendend gelang den Ausgleich zu erzielen. Marco Forster hieß der Held der letzten Sekunden, er war für die drei so wichtigen Tore verantwortlich.

Dann war die unterhaltsame, aber doch recht mäßige Partie zu Ende. Die Herzogstädter können mit dem Punktgewinn gut leben, da auch die anderen Teams aus der Tabellenspitze an diesem Wochenende Federn lassen mussten.

HC Sulzbach: Vojtech, Prasse (Tor); Kreyßig Björn 7(3), Forster 6, Kreyßig Toni 5, Smolik 3(2), Ströhl 2, Kaspar 2, Meyer 2, Schmidt 1, Englhard, Ott

Bericht: cwh