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Saison 2015/2016
Samstag, 05. Dezember 201518:00 Uhr

HSC 2000 CoburggegenHerren I

Heim

HSC 2000 Coburg

35 : 22

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Nächste "Mission impossible"

Schwere Auswärtshürde beim Tabellenführer aus Coburg

Es wird nicht einfacher für die Handballer aus der Herzogstadt. Nach der Reise zum Tabellenzweiten Friedberg muss man nun beim Tabellenführer der Bayernliga, dem HSC Coburg II antreten. Angesichts der aktuellen Tabellensituation und des dezimierten Kaders der Krizek-Truppe ist das wieder einmal eine praktisch unlösbare Aufgabe, vor der die Sulzbacher stehen. Das Spiel startet am Samstagabend um 19.00 Uhr in der Angersporthalle (Schützenstr. 2a) in Coburg.

Die Gastgeber aus Oberfranken verfolgen einen Masterplan, der völlig klar ist. Nach einigen Jahren Akklimatisation in der Bayernliga soll nun der nächste Sprung gelingen. Als Reserve eines Zweitligisten, der ambitioniert das Ziel ?Beste Liga der Welt? ansteuert, sollte es für die B-Mannschaft dann schon die dritte Liga sein. Man verstärkt die schon immer talentierten Nachwuchsspieler mit einigen Ex-Profis aus dem Bundesligakader (Ronny Göhl und Johan Andersson) und macht aus einem typischen Mittelfeld-Team den Topfavoriten der Liga. Nur einen kleinen Ausrutscher Anfang der Saison in Anzing erlaubten sich die Jungs von Trainer Ralf Baucke, danach reihte sich Erfolg an Erfolg und das dürfte auch am Samstag nicht anders werden. Waren es in den vergangenen Jahren meist sehr enge Partien gegen die Vestestädter, die in der Regel vom besten Torschützen der Franken, Hajk Karapetjan entschieden wurden, ist die Leistungsdichte der Gastgeber nun viel höher und so kann man eine Überraschung der Oberpfälzer am Samstagabend beruhigt ins Reich der Fabel ablegen.

Trainer Pavel Krizek hofft, dass sich wenigstens die Personalsituation etwas entspannen wird. Mit Marco Forster ist wohl wieder zu rechnen und auch Florian Funke dürfte die eine Woche Training nach seiner Krankheit gut getan haben. Sicher fehlen wird Torjäger Jiri Smolik, der definitiv erst wieder im neuen Jahr angreifen will. Da sich Rechtsaußen Benjamin Termer aus persönlichen Gründen aus Sulzbach verabschiedet hat, Nachwuchstalent Adrian Meta an der Hand verletzt ist und Björn Kreyßig erst kurz vor dem Spiel erfährt, ob er beruflich abkömmlich ist, kann es leicht sein, dass die Herzogstädter wieder nur mit einer Handvoll Spielern die Reise antreten kann.

Am letzten Wochenende hat sich diese Rumpftruppe sehr achtbar in Friedberg aus der Affäre gezogen. Wenn das gegen Coburg auch nur annähernd so gelingt darf man zufrieden sein und kann zuversichtlich auf eine glücklichere Rückrunde hoffen.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Toni Kreyßig, Björn Kreyßig, Krizek, Marco Forster, Brockstedt, Florian Funke, Benjamin Funke, Luber, Kristian Forster, Morcinek

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Keine Chance in Coburg

Rumpftruppe aus Sulzbach verliert klar mit 22:35 beim Tabellenführer

Da war natürlich nichts zu holen für die Sulzbacher Handballer. Wieder einmal mit einer Rumpfmannschaft in Coburg angetreten, konnten die Herzogstädter nur 15 Minuten lang Paroli bieten. Dann machte der Tabellenführer ernst und schickte die Oberpfälzer standesgemäß mit 35:22-Toren nach Hause.

Exakt die gleiche Mannschaft wie eine Woche zuvor schickte Trainer Pavel Krizek auf das Parkett, denn wieder fehlten mit Jiri Smolik, Marco Forster und Björn Kreyßig drei Stammspieler wegen Verletzung, Krankheit und Beruf. Da lag es dann schon eher an der anfänglichen Schläfrigkeit der Gastgeber, dass die Partie bis zum 8:8 ausgeglichen verlief. Dann hatte der Favorit genug von der frechen Spielweise der Sulzbacher und nahm das Zepter in die Hand. Fünf Minuten später steht es 12:8 für Feststädter und die Gegenwehr der Herzogstädter war schlagartig zu Ende. Anders als eine Woche zuvor in Friedberg, hatten die Sulzbacher diesmal nicht den Biss, sich dem Favoriten noch groß entgegen zu stellen, allerdings muss man auch sagen, dass die Oberfranken ein ganz anderes Kaliber als die Schwaben sind. Der 15:9-Halbzeitstand verhieß nichts Gutes, was sich dann auch bewahrheiten sollte.

Vor allem der Rückraumschütze Nikola Franke hatte gegen die körperlich unterlegene und längst aufgebende Abwehr nun leichtes Spiel und schraubte die Führung weiter in die Höhe (20:11, 26:17). Bezeichnenderweise waren es zwei junge Sulzbacher Talente, die sich noch am meisten gegen die überlegenen Coburger stemmten. Kristian Forster durfte endlich einmal sein Potential abrufen und überzeugte mit einer hundertprozentigen Chancenverwertung. Auch Daniel Luber kämpfte wie immer verbissen, bekam seine gut abgedeckten Rückraumschützen aber nur selten in Schussposition. Der Rest spielte fahrig bis lustlos, was sich natürlich auch auf die Torhüter übertrug, die von ihrer Abwehr permanent im Stich gelassen wurden. 35:22 stand es dann am Ende, ein Erfolg der auch in dieser Höhe verdient war. Daran hätte auch eine etwas engagiertere Mannschaft aus der Oberpfalz nichts geändert, doch die erhobenen Häupter, wie in Friedberg sah man diesmal nicht.

Nun sollten sich die Jungs aus der Herzogstadt beim letzten Spiel vor der Winterpause in Haunstetten noch einmal zusammen reißen. Zwar ist auch da der Gastgeber hoher Favorit, doch etwas mehr Motivation darf man hier schon erwarten. Die Personalsituation entschuldigt vieles, aber längst nicht alles.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel (Tor); Kristian Forster 6, Luber 5(3), Benjamin Funke 4, Florian Funke 3, Brockstedt 2, Morcinek 1, Toni Kreyßig 1, Krizek

Bericht: cwh